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Warnung von Bettina Böttinger
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Warnung von Bettina Böttinger Die beliebte Moderatorin blickt kritisch auf die steigende Zahl von Angriffen auf die Community

ms - 26.05.2025 - 15:00 Uhr
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Rund 17 Jahre lang war Moderatorin Bettina Böttinger das Gesicht des Kölner Treffs im WDR, nun sprach die lesbische TV-Frau nach ihrem Abgang aus der Sendung im Oktober 2023 über ihre neuen Pläne und gibt dabei auch ihrer Sorge über die zunehmende Homophobie in Deutschland Ausdruck.  

Hunde, Sport und Eifelspaziergänge

Gegenüber t-online erklärte sie, sie habe immer versucht, gewisse Grenzen im Gespräch mit ihren Gästen einzuhalten, nur mit Dolly Buster habe sie offen über Sex gesprochen. „Es klingt vielleicht ein bisschen kitschig oder naiv, aber ich glaube, dass sich mein Menschenbild in dieser Zeit positiv entwickelt hat.“ Und was macht die noch immer sehr beliebte Moderatorin heute? „Ich gehe ins Fitnessstudio, weil ich in meinem Alter gegen den Muskelabbau anarbeiten muss.“ Zudem sei sie viel bei Spaziergängen mit ihren Hunden in der Eifel unterwegs und spiele Golf.  

Neuer Podcast soll Hoffnung machen

Ganz „aus der Welt“ ist Böttinger trotzdem nicht, in ihrem neuen Podcast „Zwischen den Zeilen“ plaudert sie von Hoffnungen, Träumen und auch schwierigen Zeiten zusammen mit prominenten Gästen: „Gegenwärtig befinden wir uns in schwierigen Zeiten mit antidemokratischen Tendenzen. Meinungsverschiedenheiten hält man nicht mehr aus, sondern drischt aufeinander ein. Ich hatte Lust, mit Leuten intensiver ins Gespräch zu kommen – und eben nicht nur 15 Minuten mit sechs unterschiedlichen Personen wie im ´Kölner Treff´. Gleichzeitig möchte ich mit Menschen reden, die eine Haltung haben. Mir geht es darum, mit meinen Gästen herauszufinden: Was gibt uns Halt oder Hoffnung in dieser Zeit?“

Zunahme der Hasskriminalität

Zu den steigenden Fällen von Hasskriminalität sagte Böttinger dann: „Jährlich nehmen in Deutschland die Angriffe auf die LGBTQ-Community zu. Das ist in Köln leider auch so. Und ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, ich würde abends als schwules Paar nicht gerne über die Ringe gehen. Trotzdem glaube ich, dass die Kölner tatsächlich ein freiheitsliebendes Völkchen sind. Ich glaube, die Allermeisten haben damit überhaupt kein Problem. Aber es gibt eine sich radikalisierende Gruppe, die die Aggressionen dagegen offener zum Ausdruck bringt. So wie das Ungesagte heute sagbarer wird, geht es auch zum Teil offen in Handgreiflichkeiten über. Wir als Zivilgesellschaft sind aufgefordert, solidarisch zu sein und dem etwas entgegenzusetzen.“ Böttinger ist seit 2016 mit ihrer Lebenspartnerin verheiratet, engagiert sich bis heute für die AIDS-Hilfe und war 2010 Botschafterin der Gay Games in Köln. Sie lebte heute in Köln und der Voreifel. 

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