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Mit Schock zum Umdenken Schwuler Boxer will Wahrnehmung der Gesellschaft ändern

Von co - 08.09.2022 - 12:00 Uhr
Schwuler Boxer will Wahrnehmung der Gesellschaft ändern
Foto: © instagram.com_mike_turner_81
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Der 29-jährige Mike Turner ist Lagerarbeiter und – wie sein Vater und sein Bruder vor ihm – Boxer. Er gilt als der erste offen schwule Boxer in Großbritannien. Am 20. August wurde er beim „Mr Gay England“-Wettbewerb Zweiter und nur sieben Tage darauf gewann einen Kampf gegen den viel erfahreneren Callum Gooch.

Von Selbstzweifeln und falschen Einschätzungen

„In der Nacht dachte ich, die Leute würden denken, dass ich den Kampf nicht gewinnen kann, weil ich schwul bin“, so Turner gegenüber Wales Online. „Ich hatte eine Menge Selbstzweifel. Ich dachte, die Leute würden erwarten, dass ich verliere. Ich glaube nicht, dass ich anders behandelt wurde, weil ich schwul bin. Aber ich glaube, die Leute haben mich unterschätzt.“ Als Einlaufmusik hatte Turner „Body“ von Megan Thee Stallion gewählt.

Er will Erwartungen untergraben

„Ein paar Leute waren hinterher überrascht und sagten, ich könne richtig zuschlagen,“ so Turner weiter. Er möchte „Grenzen sprengen“ und „die Leute derart schockieren, dass sie ihre Denkweise ändern“. Auch würde der Boxer gerne gegen einen Troll antreten, der sich im Internet über seine Kampffähigkeiten lustig gemacht hatte. Gooch sei im Internet ebenfalls lächlich gemacht worden, weil er gegen einen Schwulen verlor: „Ich glaube die Leute denken, es sei Geplänkel, aber es ist wirklich nicht witzig.“

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