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Karrierekick bei Miles Heizer

Karrierekick bei Miles Heizer Erinnerungen an heiße Boots-Dreharbeiten

ms - 26.12.2025 - 11:00 Uhr
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Wird Miles Heizer (31) der neue Superstar Hollywoods, ist er der Mann der Stunde? Die Chancen dazu standen im Herbst dieses Jahres nicht schlecht, denn die Netflix-Serie „Boots“ mit ihm in der Hauptrolle ging seit Oktober durch die Decke – bis kurz vor Weihnachten die Meldung kam, dass die Serie abgesetzt wird. Im Interview mit der ehrwürdigen Vogue lässt der US-Schauspieler das Jahr Revue passieren. Dabei verriet er, dass er jedes Kleidungsstück bis hin zur Unterhose vom Dreh zur Serie aufgehoben hat. Eins ist trotz alledem sicher: 2025 war das bisher beste Jahr für Heizer. 

Gemeinsamkeiten zur Serienrolle 

„Ich habe alles! Ich habe meine PT-Outfits, meine Camouflage-Kleidung, meine Pyjamas, meine Stiefel, sogar meine Unterwäsche mitgenommen. Ich habe einfach alles mitgenommen“, so Heizer scherzend im Interview. Dabei gesteht der junge Durchstarter, der in Deutschland bisher durch „Love, Simon“ und die Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ in Erinnerung geblieben ist, dass er nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich viel mit der Titelfigur Cameron gemein hat, der als schüchterner, junger schwuler Mann im Jahr 1990 zu den Marines kommt. 

„Es gibt so vieles an Cameron, das direkt aus meinem Leben stammt. Es war ehrlich gesagt keine große Herausforderung, diese Rolle zu spielen. Der eigentliche Unterschied zwischen ihm und mir ist, dass er diese nervöse, starke Energie hat, während meine Reaktion auf Angst und Stress genau das Gegenteil ist. Ich schalte einfach komplett ab. Er nicht. Er macht einfach weiter.“

Beschimpfung als „woker Müll“

Die Serie, die auf dem Buch „The Pink Marine“ von Greg Cope White basiert, vereinte eine ganze Reihe von Darstellern, die auch im echten Leben schwul sind so wie Heizer, allen voran aber auch Max Parker, der den strengen, heimlich schwulen Ausbilder spielte. Heizer betont dabei: „Man merkt, dass es bei dieser Reise nicht wirklich um Camerons Sexualität geht. Es geht mehr um Selbstfindung und darum, dass jeder etwas hat, das er versteckt, weil er Angst davor hat, wie andere ihn sehen könnten. Es geht darum, diese Mauern teilweise abzubauen und zusammenzukommen. Es geht um zwischenmenschliche Beziehungen.“ 

Vielleicht ein wichtiger Grund, warum die Serie auch jenseits der Gay-Community so gut angekommen ist. Ein anderer könnte sein, dass der Pressesprecher des Pentagon, Kingsley Wilson, die Serie als „woken Müll“ beschimpft hatte. Danach schossen die Klickzahlen bei Netflix in den Himmel. „Es ist auf eine seltsame Art und Weise irgendwie cool, dass die Serie genug Eindruck hinterlassen hat, um überhaupt eine Stellungnahme vom Pentagon zu bekommen. Die Serie ist wirklich herzlich und aufbauend, daher denke ich, dass Leute, die das gelesen haben und daran glauben, am Ende vielleicht überrascht sein werden von dem, was sie tatsächlich sehen“, so Heizer. 

Tiefgreifende Storyline 

Eines war dem Schauspieler, der in Nebenrollen schon in vielen TV-Serien mitgespielt hat, vor den Dreharbeiten bereits klar - „Boots“ war ein besonderer Stoff: „Ich habe den größten Teil meiner Karriere in Fernsehserien verbracht und bin mit eher geringen Erwartungen an dieses Projekt herangegangen, aber es war auch einer der seltenen Fälle, in denen ich die Serie schon vor ihrer Veröffentlichung gesehen hatte. Normalerweise bin ich entsetzt über alles, an dem ich mitwirke, aber bei dieser Serie dachte ich: Die ist gut. Ich bin wirklich stolz darauf und schäme mich nicht, wenn Leute sie sehen. Ich war auch neugierig, wer sie sich wohl ansehen würde. Die Resonanz hat meine Erwartungen bisher weit übertroffen, vor allem für eine Serie, in der es zumindest anfangs um zwei schwule Männer geht. Aber im Laufe der Serie wird klar, dass es um eine ganze Gruppe geht. Es geht um alle.“ 

Dabei hat der 31-Jährige durchwegs sehr positive Feedbacks bekommen, wie er weiter verrät: „Einige Militärangehörige haben mir Dinge gesagt, die mir viel bedeutet haben, etwa: ´Ihr habt alles richtig gemacht´, einfach, weil wir wirklich versucht haben, die damalige Zeit und die Erfahrungen im Marine-Ausbildungslager sehr genau wiederzugeben. Es war auch schön zu hören, dass andere schwule Männer gesagt haben, dass sie sich wirklich mit der Serie identifizieren konnten, dass sie sie spannend fanden oder dass sie der Meinung waren, dass sie sich von anderen schwulen Inhalten unterscheidet.“

Unter glühender Sonne

Einfach waren die Dreharbeiten trotz der Nähe zwischen Rolle und Privatperson für Heizer trotzdem nicht, vor allem, weil ihm die „harte Männerwelt“ eher fremd ist: „Als ich zu dieser Show kam, hatte ich Ängste. Ich hatte zuvor noch nie überwiegend mit Männern gearbeitet. Aber am Ende war ich positiv überrascht, wie nett alle waren. Wenn man genug Zeit mit jemandem verbringt, kann man all diese Vorstellungen, die man voneinander hat, und die Unterschiede überwinden, und ich glaube, es gibt immer etwas, das einen verbindet.“ Anstrengend wurde der Dreh indes aus ganz anderen Gründen: „Die Sommerhitze in New Orleans. Wir haben dort gedreht, und das wird mir für immer in Erinnerung bleiben. Ich war noch nie an einem so heißen Ort. Und es war feucht. Klatschnass! Und wir trugen unsere Uniformen, Rucksäcke und Helme, und es war einfach unerbittlich. Ich glaube, das hat die Bindung zwischen den Darstellern gestärkt.“ 

Um so trauriger und enttäuschter zeigte sich Heizer nun, da die Serie kurz vor den weihnachtlichen Feiertagen ohne Begründung von Netflix abgesetzt worden ist. Einige Fans vermuten, dass die Kritik der US-Regierung an der Serie den Streamingdienst dazu bewogen haben könnte. Allerdings bekräftigte der 31-Jährige auch online: „Ich möchte allen danken für die überwältigende Liebe und Unterstützung, die sie dieser Serie entgegengebracht haben. Sie hat meine Erwartungen wirklich übertroffen, und ich könnte nicht dankbarer sein. Und danke an die LGBTIQ+-Community, die vor mir gekämpft hat für eine Welt, in der eine Serie wie diese überhaupt entstehen konnte. Ich bin aufgewachsen mit großer Angst davor, was es bedeuten würde, schwul zu sein. Auf die andere Seite dieser Angst zu kommen und mich so unterstützt und bestärkt zu fühlen, ist für mich immer noch unglaublich.“ Mit Spannung blicken die Fans nun auf Miles Heizer und auf die Frage, welches Projekt der Shootingstar als nächstes anpacken wird. 

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