Ex -Footballer Jake Eldridge Der schwule Sportler lobt die positive Wirkung von Heated Rivalry
Der frühere American-Football-Spieler Jake Eldridge (21) hat erklärt, dass die Serie „Heated Rivalry“ ihm möglicherweise geholfen hätte, sich früher zu outen. Während seiner Zeit an der Rutgers Universität habe er seine Homosexualität aus Angst vor den Reaktionen von Mitspielern und Trainern verborgen gehalten.
Mutmacher „Heated Rivalry“
Im Gespräch mit dem People Magazin sagte Eldridge, das Verstecken seiner sexuellen Identität habe ihn körperlich und psychisch stark belastet. Die dauerhafte Anspannung habe letztlich dazu beigetragen, dass er seine sportliche Karriere 2024 beendete. „Wenn ich als ungeouteter Athlet gesehen hätte, wie viele Menschen sich in die Geschichte von Heated Rivalry verliebt haben, hätte ich mich ein bisschen sicherer gefühlt“, erklärte er.
Zugleich betonte Eldridge, ein solches Vorbild hätte ihm nicht alle Zweifel genommen. „Das heißt nicht, dass all mein Zögern beim Coming-Out verschwunden wäre. Jeder tickt anders, und man weiß selbst am besten, wie das eigene Team reagieren wird.“ Dennoch zeige die Serie, dass ein Coming-Out im Profisport möglich sei. „Für mich persönlich hätte es vielleicht meinen Zeitplan verändert, auch wenn ich mir da nicht ganz sicher bin.“
Das Versteckspiel machte ihn krank
Der heute 21-Jährige outete sich 2024 öffentlich in den sozialen Medien. In einem emotionalen YouTube-Video sagte er rückblickend: „Ich habe so lange versucht, in eine Form zu passen und zu verbergen, wer ich wirklich bin – und das hat mich wirklich, wirklich zerstört.“ Der Stress habe bei ihm zu einer schweren Erkrankung geführt: Wegen der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Colitis ulcerosa musste Eldridge zeitweise im Krankenhaus behandelt werden.
„Der Stress war meiner Meinung nach, dass ich jeden Tag mein Leben vorgetäuscht habe, um es allen anderen recht zu machen, statt mir selbst“, sagte er. Football habe ihm einerseits geholfen, seine Identität zu verbergen, sei andererseits aber auch der Grund gewesen, warum er sie habe verstecken müssen.
Vorbild für andere Homosexuelle
Heute nutzt Eldridge seine Reichweite in den sozialen Netzwerken – mehr als 92.000 Follower auf TikTok und rund 51.000 auf Instagram –, um aus seinem Alltag zu berichten und seine Schauspielkarriere voranzutreiben. Zugleich will er anderen Mut machen. Er habe viele Jahre damit verbracht, sich Sorgen über die Meinung anderer zu machen, erklärte er. „Und meiner Meinung nach sollte ein Coming-Out eigentlich gar keine Frage mehr sein.“
Die Hockey-Love-Story „Heated Rivalry“, die auf den Romanen von Rachel Reid basiert, ist international für ihre authentische Darstellung gelobt worden. Sie hat bereits mehrere Sportler zu einem Coming-Out ermutigt. Der US-Eishockeyspieler Jesse Kortuem nannte die Serie jüngst ausdrücklich als Inspiration für sein öffentliches Bekenntnis. Die Produktion ist seit letzter Woche auch in Deutschland verfügbar und wurde bereits um eine zweite Staffel verlängert.