Charles C. Stevenson ist tot Der ewige TV-Star in der zweiten Reihe
Er spielte oftmals Rollen in der sogenannten zweiten Reihe und gehörte doch zu den Großen – und besonders beliebten TV-Schauspielern: Charles C. Stevenson Jr. im am 19. Januar in Camarillo im US-Bundesstaat Kalifornien eines natürlichen Todes gestorben, wie jetzt publik wurde. Er wurde 95 Jahre alt. In Erinnerung bleiben wird er vor allem für seine Charaktere in „Will & Grace“, „Dr. House“ sowie „Ghost World“.
Der Barkeeper aus „Will & Grace“
Im Verlauf seiner jahrzehntelangen Karriere machte sich Stevenson vor allem mit Nebenrollen in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen einen Namen. Am bekanntesten war er vermutlich für seine Rolle als Barkeeper Smitty in der Sitcom „Will & Grace“, in der er erstmals 1998 auftrat und bis zur letzten Staffel der Serie zu sehen war – damals im Alter von 89 Jahren. Viele schwule Männer hatten den TV-Darsteller seitdem in ihr Herz geschlossen. Seine erste größere Rolle erhielt Stevenson vergleichsweise spät: Mit 76 Jahren spielte er einen Sheriff in dem Disney-Film „Snow Buddies“.
Darüber hinaus war Stevenson häufig in Rollen als Prediger, Priester oder Pastor zu sehen. „Mit seinen eigenen Worten gesagt bestand sein Job darin, Menschen zu verheiraten oder zu beerdigen“, erklärte sein Sohn Scott in einer Stellungnahme. „Wie er es erzählte, kamen panische Regisseur fast immer zu ihm und baten ihn, einen Weg zu finden, die nicht im Drehbuch vorgesehene Zeit zwischen ‘Wir sind hier zusammengekommen…´ – wo er vermutlich seine Großaufnahme bekam – und dem ´Amen‘ am Ende der Szene zu füllen, wo er meist nicht mehr im Bild war. Stevenson gab zu, dass er darin ziemlich gut geworden sei.“ Im Laufe der Jahre war er außerdem in Produktionen wie „Mord ist ihr Hobby“, „Men in Black“, „Glee“, „Bunheads“ und weiteren zu sehen.
Karrierebeginn mit 50 Jahren
Stevenson wuchs in Piedmont in Kalifornien auf. Bevor ihn mit 50 Jahren das Schauspielvirus packte, hatte er nach seinem Dienst in der US-Navy während des Koreakriegs einen Abschluss in Englisch an der University of California, Berkeley, erworben. Nach dem Studium arbeitete er zunächst im Fundraising, in der Organisationsentwicklung und in Kampagnen zur öffentlichen Aufklärung, unter anderem für Project Hope und die Epilepsy Foundation. In den 1960er-Jahren zog er nach Los Angeles und wirkte dort an öffentlichen Kampagnen und Gemeindeveranstaltungen mit, unter anderem an der Seite von Hollywood-Größen wie James Stewart, Jack Lemmon und Henry Winkler.
Charles C. Stevenson Jr. hinterlässt zwei Kinder, Charles III und Valerie, aus seiner Ehe mit Barbara Keller sowie drei weitere Kinder – Catherine, Scott und William – aus seiner zweiten Ehe mit der inzwischen verstorbenen Hollywood-Agentin und -Managerin Joy Stevenson. Außerdem hinterlässt er acht Enkelkinder und sechs Urenkel.