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Hilfe für Jesse Tyler Ferguson

Jesse Tyler Ferguson Der schwule Sitcom-Star bekam dank Modern Family "Superkräfte" und hofft auf eine Reunion der Serie

ms - 08.08.2024 - 15:00 Uhr
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Mit einem besonderen Statement sorgt der schwule Schauspieler Jesse Tyler Ferguson aus der Erfolgsserie „Modern Family“ derzeit für feuchte Augen bei seinen Fans und seinen Set-Kollegen: Die Sitcom über eine große Patchwork-Familie habe ihn vor Homophobie bewahrt.  

Superkraft dank Modern Family

Der heute 48-jährige Schauspieler spielte die Hauptrolle des schwulen Mitchell Pritchett in der lang laufenden Hitserie, sein Partner auf dem Bildschirm, Cameron Tucker, wurde von Eric Stonestreet verkörpert. Im echten Leben ist der Amerikaner seit 2013 mit dem gleichaltrigen Anwalt Justin Mikita glücklich verheiratet, gemeinsam haben sie zwei Kinder. 

Im Podcast „Dinner's On Me“, gemeinsam mit der US-Komikerin Nicole Byer, erklärte Ferguson jetzt, dass er durch die Serie eine Art von Superkraft erhalten habe. „Ich hatte das Gefühl, dass ich durch die Rolle, die ich spielte, beschützt wurde.“ Es habe ihn definitiv für sein weiteres Leben gestärkt, denn vor seiner Zeit bei „Modern Family“ sei er immer wieder auch homophob verbal angegangen worden, wenngleich er glücklicherweise nie gewalttätig angegriffen wurde. 

Homophobe Blicke 

Besonders eingeprägt hatte sich dabei eine Erfahrung in Las Vegas, als er und sein Freund immer wieder negative abfällige Blicke aufgrund ihrer Homosexualität auf sich zogen. Das war nach dem Start von „Modern Family“ dann plötzlich ganz anders: „Ich erinnere mich, dass ich anfangs noch die gleiche Negativität gespürt habe, aber dann erkannten die Leute plötzlich, wer ich war, und auf einmal war ich zwar weiterhin schwul, aber auch ´dieser interessante Schwule aus dem Fernsehen´ und der Umgang mit mir änderte sich schlagartig.“

Ein Erlebnis, das er während seiner Karriere als Serienstar mehr als einmal gemacht habe, so Ferguson weiter, der diese Veränderung im Äußeren bis heute als „wirklich seltsam“ empfindet. „Ich hatte das Gefühl, dass ich durch diese Rolle, die ich spielte, beschützt wurde, und das gab mir so etwas wie eine Rüstung, und ich hatte diesen Schutz, weil ich diese Figur war, die die Leute so sehr liebten. Ich weiß nicht, es war wirklich seltsam.“ Viel schöner indes wäre es natürlich, wenn sich schwule Männer auch ohne einen medialen Bekanntheitsgrad respektiert fühlen könnten. 

Comeback der Patchworkfamilie?

Die US-amerikanische Mockumentary-Comedy „Modern Family“ über die Familie Pritchett lief von 2009 bis 2020, neben Ferguson und Stonestreet agierten in den Hauptrollen auch Ed O Neill, Sofía Vergara sowie Julie Bowen und Ty Burrell. Die Sitcom wurde viermal in Folge als „Beste Comedy-Serie des Jahres“ ausgezeichnet und erhielt insgesamt 22 Emmys. 

Ferguson selbst pausierte nach dem Ende der Serie mehrere Jahre lang, bevor er 2023 in einer amüsanten Nebenrolle im Film „Cocaine Bear“ wieder zu sehen war. Im Juni dieses Jahres erklärte er etwas mysteriös in der Sendung „The Talk“, dass es ein Wiedersehen mit Modern Family geben könnte: „Ich denke, ihr würdet es wissen, wenn wir einen Neustart machen würden, aber es wird etwas herauskommen. Es ist kein Reboot... ist es ein Film? Ich weiß es nicht.“ 

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