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Gus Kenworthy bei Heated Rivalry? Freestyle-Skifahrer sieht viele Parallelen zu seinem Leben

Von ms - 27.01.2026 - 16:00 Uhr
Kenworthy bereit für „Heated Rivalry“
Foto: Instagram / guskenworthy
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Der vierfache Olympiateilnehmer Gus Kenworthy (34) kann sich eine Rolle in der zweiten Staffel der Serie „Heated Rivalry“ vorstellen. Der offen schwule Freestyle-Skifahrer erklärte jetzt gegenüber dem New Yorker, dass es viele Parallelen zwischen der fiktiven Handlung der erfolgreichen schwulen Hockey-Romanze und seinem Leben gibt. 

Einfach nur lüsterne Schwule?

„Ich glaube nicht, dass ich mich jemals zuvor so auf der Leinwand wiedererkannt habe – und zwar auf so tiefgehende Weise. Die Parallelen sind ziemlich verrückt“, so der 34-Jährige, der jetzt im Februar an den Olympischen Winterspielen in Italien teilnimmt. Zunächst habe er die Serie skeptisch betrachtet und als oberflächlich abgetan. „Ich habe ehrlich gedacht: ‚All diese lüsternen Schwulen! Ihr seid einfach nur horny. Ihr könntet doch einfach Pornos schauen?‘“ 

Mit fortschreitender Handlung habe ihn die Serie dann emotional erreicht. „Alle sagten mir: ´Warte ab, das geht dir ans Herz.´ Und genau das ist passiert. Die dritte Folge hat alles verändert. Ich habe dem Schöpfer der Serie tatsächlich geschrieben, weil es mich so berührt hat – völlig unerwartet. Ich glaube nicht, dass ich mich jemals zuvor so stark auf der Leinwand wiedererkannt habe. Auch ich hatte lange eine geheime Beziehung, und es gab diese öffentliche Verbindung zu einer berühmten Person – damals zu Miley.“ Nach seinem Medaillengewinn bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi nannte Kenworthy auf Nachfrage nach seinem vermeintlichen „Traumdate“ Miley Cyrus. In den folgenden Monaten tauschten beide flirtende Textnachrichten aus. 

„Und so sehr ich mir das auch irgendwie wünschte – weil das genau die Person ist, mit der man zusammen sein sollte, wenn man hetero ist: erfolgreich, schön, talentiert – es ist einfach nicht dasselbe wie mit einem Mann.“ Cyrus unterstützte Kenworthy dann allerdings auch, als er sich 2015 öffentlich als schwul outete – er war damals der erste offen schwule Athlet in den sogenannten Action-Sports.

Schwule Küsse vor der Kamera

Kenworthy weiter zu seiner Zeit vor dem Outing und Heated Rivalry: „Die Figur Scott Hunter – mit dem konnte ich mich extrem identifizieren. Er wollte geoutet sein, fühlte aber tief in sich, dass er es wegen seiner Umstände nicht konnte. Das war ich über so viele Jahre. Diese Sehnsucht, verliebt zu sein, öffentlich zu leben und sich nicht verstecken zu müssen.“

Bei den nächsten Olympischen Winterspielen in Pyeongchang verpasste er zwar das Podium, erreichte aber dann genau diesen persönlichen Meilenstein, als er dabei gefilmt wurde, wie er seinen Freund küsste. Angesprochen auf eine mögliche Mitwirkung in der zweiten Staffel von „Heated Rivalry“ zeigte sich Kenworthy deswegen auch sehr offen. „Ich habe bis zur Highschool Eishockey gespielt. Ich kann Schlittschuh laufen, und ich weiß, wie man mit einem Schläger umgeht“, witzelte der Spitzensportler weiter. 

Kampf ums Treppchen 

Parallel dazu setzt Kenworthy seine sportliche Karriere fort und kämpft in wenigen Tagen um eine Medaille, das Ziel ist das Finale der Halfpipe. Der 34-Jährige wird bei den kommenden Olympischen Winterspielen zum vierten Mal teilnehmen und für Großbritannien starten. Nach den Spielen in Peking 2022 hatte er seine aktive Laufbahn zunächst beendet, kündigte im Mai letzten Jahres jedoch ein Comeback für die Spiele in Mailand und Cortina an. Inzwischen wurde er ins britische Team berufen. Nach eigenen Angaben habe er sich anfangs wie „der alte Typ, der aus dem Ruhestand zurückkommt“, gefühlt. Mit zunehmendem Training habe sich jedoch wieder mehr Sicherheit bei ihm eingestellt.

Kenworthy war zuvor für die USA gestartet, wechselte jedoch 2022 zu Team Großbritannien. Neben besseren strukturellen Bedingungen spielte dabei auch ein Vorfall nach seinem Coming-Out eine Rolle. Ein damaliger Cheftrainer hatte andere Teammitglieder per Nachricht darauf hingewiesen, sie könnten sich melden, falls sie sich nicht mehr wohlfühlten, ein Zimmer mit Kenworthy zu teilen. „Was zur Hölle? Ich war seit sechs verdammten Jahren im Team“, so Kenworthy dazu.

In den vergangenen Jahren trat Kenworthy zunehmend öffentlich mit seinem Privatleben auf. Er war unter anderem auch Gastjuror bei „Drag Race“ und nahm an mehreren Pride-Veranstaltungen teil. Begleitet wurde er dabei von seinem aktuellen Partner Andrew Rigby.

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