Großer Applaus für Rami Malek „The Man I Love“ im Wettbewerb beim Filmfest in Cannes
Beim Filmfestival von Cannes hat Schauspieler Rami Malek (45) mit seiner Hauptrolle im Drama „The Man I Love“ für große Aufmerksamkeit gesorgt. Nach der Weltpremiere des Films am Mittwochabend reagierte das Publikum mit acht Minuten anhaltendem Applaus. Malek zeigte sich dabei sichtbar bewegt.
Das Wichtigste im Überblick
- Rami Malek feiert mit „The Man I Love“ Premiere beim Filmfestival von Cannes.
- Das Publikum applaudierte dem Film acht Minuten lang.
- Regie führte der schwule US-Filmemacher Ira Sachs.
- Die Handlung spielt im New York der späten 1980er Jahre während der AIDS-Krise.
- Malek verkörpert einen Performance-Künstler nach einer AIDS-Diagnose.
- Der Film zählt zu den meistdiskutierten LGBTIQ+-Produktionen des Festivals.
Leben während der AIDS-Krise
Regie bei dem Film führte der schwule Regisseur Ira Sachs. Die Handlung spielt im New York der späten 1980er Jahre und thematisiert das Leben während der AIDS-Krise. Malek übernimmt die Rolle des Performance-Künstlers Jimmy George, der nach seiner Diagnose weiterhin nach Nähe, Schönheit und künstlerischem Ausdruck sucht. Vor dem Hintergrund der damaligen alternativen Kunstszene erzählt der Film von einem Mann, der sich trotz Krankheit und Verlusten nicht davon abbringen lässt zu lieben, zu begehren und kreativ zu bleiben.
Die Premiere entwickelte sich rasch zu einem der auffälligsten Ereignisse des diesjährigen Festivals. Gemeinsam mit Malek erschienen auch Regisseur Ira Sachs sowie die Schauspieler Tom Sturridge und Luther Ford auf dem roten Teppich. Rebecca Hall und Ebon Moss-Bachrach waren hingegen nicht anwesend. Auch zahlreiche prominente Gäste besuchten die Vorführung, darunter Sängerin Halsey und Schauspielerin Demi Moore.
Großer Erfolg für Malek
„The Man I Love“ gehört zu den wenigen amerikanischen Produktionen im Wettbewerb um die Goldene Palme und gilt bereits jetzt als eines der meistbesprochenen LGBTIQ+-Werke des Festivals. Für Ira Sachs markiert der Film die Rückkehr in den Wettbewerb von Cannes nach „Frankie“. Gleichzeitig setzt der Regisseur damit seine Reihe emotionaler schwuler Filmprojekte fort, zu denen auch „Passages“ zählt.
Für Oscar-Preisträger Rami Malek bedeutet die Rolle einen weiteren bedeutenden Karriereschritt nach Filmen wie „Bohemian Rhapsody“, „Oppenheimer“, „James Bond Keine Zeit zu sterben“ und „The Amateur“. Erste Reaktionen von Kritikern in Cannes lobten insbesondere seine intensive und verletzliche Darstellung. Internationale Filmkritiker bezeichneten „The Man I Love“ bereits kurz nach der Premiere als tief bewegendes Drama.