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Überraschung beim Perfekten Dinner

Staunen beim Perfekten Dinner TV-Kandidaten staunen über Promi-YouTuber aus Indonesien

ms - 21.05.2026 - 13:00 Uhr
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Beim zweiten Abend der aktuellen „Das perfekte Dinner“-Woche in Bamberg hat der schwule Gastgeber Ragil seine Gäste mit einem indonesischen Themenabend empfangen. Der 34-Jährige, der in Strullendorf lebt und als Sozialpädagoge sowie Zumba-Trainer arbeitet, wollte nach eigenen Angaben vor allem die Küche seiner Heimat präsentieren – und überraschte mit der Tatsache, dass er in seiner Heimat ein Star ist. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Kandidat Ragil serviert bei „Das perfekte Dinner“ ein indonesisches Menü.
  • Der 34-Jährige spricht offen über seine Herkunft und seine Familie.
  • Seine Mitstreiter erfahren erst während des Abends von seiner großen Bekanntheit in Indonesien.
  • Ragil erreicht nach eigenen Angaben 4,8 Millionen Follower in sozialen Netzwerken.
  • Gespräche über Homosexualität und Hasskommentare sorgen für emotionale Momente.
  • Am Ende erreicht Ragil mit seinem Dinner vorerst den zweiten Platz.

Sehnsucht nach Zuhause

„Ich komme ursprünglich aus Indonesien“, erklärte Ragil zu Beginn des Abends. Sein Ziel sei es, zu zeigen, „dass auch die indonesische Küche was Leckeres sein kann“. Für das aufwendige Menü bereitete sich der Gastgeber akribisch vor. Da viele Arbeitsschritte nötig seien, befestigte er detaillierte Ablaufpläne an seinen Küchenschränken. Unterstützung erhielt er dabei auch von seiner Mutter. „Sie hat alles abgesegnet“, sagte Ragil über die gemeinsam abgestimmten Gerichte.

Serviert wurden unter dem Motto „Indonesischer Abend mit Ragil“ unter anderem „Mie Pecel und Bakwan Medan“ als Vorspeise, „Nasi Kuning mit Ayam Gulai und Acar Timun Nanas“ als Hauptgericht sowie „Bubur Kacang Hijau mit Ketan Manis“ zum Dessert. Während des Kochens sprach Ragil auch über seine Verbindung zu Indonesien. Besonders vermisse er die dortige Esskultur, „dass wir zusammen am Boden sitzen und mit den Händen essen“. Beim Gedanken an seine Familie zeigte sich der Gastgeber emotional. „Wieso weine ich denn jetzt?“, sagte er unter Tränen. Mit seiner Mutter telefoniere er täglich: „Ich vermisse sie natürlich auch.“

YouTube-Star aus Indonesien

Für Überraschung bei den Mitstreitern sorgte später eine persönliche Enthüllung. Gemeinsam mit seinem Mann Frederik produziert Ragil Inhalte für soziale Netzwerke und ist damit in Indonesien äußerst bekannt geworden. „Ich wollte schon immer Schauspieler sein“, erklärte er. Zudem berichtete er von einem gemeinsamen Auftritt in einem großen indonesischen Podcast. Homosexualität sei in Indonesien weiterhin ein sensibles Thema. Deshalb wolle er zeigen, „dass man glücklich sein kann, so wie man ist, egal wen man liebt“.

Besonders Kandidat Lui wurde aufmerksam, nachdem er eine Auszeichnung von YouTube entdeckte. „Ist er Influencer und hat uns nichts davon erzählt?“, fragte der 31-Jährige. Auch Mitkandidat Mathias wollte mehr wissen: „Also bist du richtig Promi?“ Ragil antwortete darauf: „In Indonesien kann man so sagen, ja.“ Anschließend verriet er seine Reichweite: 4,8 Millionen Follower. Die Gäste reagierten überrascht. Lui sagte später: „Als ich erfahren habe, dass Ragil so ein kleiner Fernsehstar und YouTube-Star ist, dachte ich mir erst mal: krass!“

Hasskommentare nach Coming Out 

Kulinarisch blieb der Abend ebenfalls Gesprächsthema. Mathias fand, die Vorspeise hätte „etwas schärfer“ sein dürfen. Ragil bestätigte lachend: „Schärfer.“ Mathias meinte dazu: „Ich weiß nicht, ob er sich damit einen wirklichen Gefallen getan hat, das europäisch zu machen.“ Nach dem ersten Gang berichtete Ragil offen über Hasskommentare im Internet und seine Erfahrungen nach dem Coming-Out. „Ich war die erste Person, die aus Indonesien quasi offen drüber gesprochen hat – über Homosexualität“, erklärte er. Nach seinem Coming-Out habe er zeitweise keinen Kontakt mehr zu seiner Mutter gehabt.

Die Schilderungen bewegten insbesondere Kandidat Mathias. „Umso krasser dann zu hören, dass du dann erst mal ein Elternteil verlierst“, sagte er emotional und kämpfte sichtbar mit den Tränen. Auch bei der Hauptspeise spielte Schärfe eine zentrale Rolle. Vor dem Probieren der Chilipaste warnte Ragil noch: „Vorsicht, scharf!“ Kurz darauf kommentierte Mathias lachend: „Ich dachte kurz, ich müsste ersticken.“

Zum Dessert servierte Ragil unter anderem Mungbohnen und süßen Reis mit Kokosraspeln. Dabei erklärte er: „Ich habe es extra nicht so süß gemacht, wie es in Indonesien ist. Normalerweise ist es süß, süß, süß, süß und süß.“ Am Ende zeigte sich Kandidat Schorsch zwar beeindruckt, vermisste aber etwas mehr Würze: „Für mich hat ein bisschen was heute noch gefehlt, und das waren hauptsächlich die Gewürze der indonesischen, asiatischen Küche.“ Mit insgesamt 30 Punkten erreichte Ragil am Ende des Abends zunächst den zweiten Platz.

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