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Ex-Hockeyspieler Jesse Kortuem outet sich
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Karriere aus Angst abgebrochen Ex-Hockeyspieler Jesse Kortuem outet sich

tb - 15.01.2026 - 14:30 Uhr
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Jesse Kortuem, ein ehemaliger Hockeyspieler aus Minnesota, hat sich öffentlich als schwuler Mann geoutet und verweist dabei auf die TV-Serie „Heated Rivalry“ als entscheidende Inspiration. Diese Geschichte, die sich um zwei queere Eishockeyspieler dreht, hat für ihn eine Wende in seinem eigenen Leben markiert.

 

Eindrucksvoller Schritt auf dem Eis

Nachdem er seine aktive Karriere aus Angst vor Ausgrenzung abgebrochen hatte, schilderte Kortuem, wie tief verankert seine innere Zerrissenheit war. „Heated Rivalry“ weckte in ihm neue Hoffnung: Zum ersten Mal sah er eine positive Darstellung von queeren Menschen in einem traditionell männlich geprägten Sport. Bei einem Turnier des Cutting Edges Hockey Clubs in Kanada stand Kortuem symbolisch für seinen Sport und seine Community ein – in einem Moment, der für ihn ein persönlicher Brückenschlag war. Er sei dankbar für die Unterstützung ehemaliger Teamkollegen und fühle, dass Offenheit auch in maskulinen Umfeldern möglich ist.

 

Persönliche Überwindung

Kortuem beschreibt, jahrelang ein Doppelleben geführt zu haben: Nach außen leistungsstarker Sportler, innerlich weiterhin das verunsicherte Kind aus Minnesota, das sich verstecken musste. Erst als er den Austausch mit anderen schwulen Hockeyspielern suchte, insbesondere bei queeren Turnieren wie dem Sin City Classic, änderte sich sein Selbstbild. Die Serie „Heated Rivalry“, in der Schauspieler wie Hudson Williams einen queeren Hockeyprofi darstellen, setzt laut Fachpresse derzeit neue Maßstäbe für Repräsentation und Sichtbarkeit im Profisport.

 

Homophobie dominiert den Alltag

In amerikanischen und internationalen Hockeyligen sind offene Outings von queeren Sportlerinnen und Sportlern nach wie vor eine Seltenheit. Das gesellschaftliche Klima, auch nach prominenten Fällen wie Josh Cavallo im Fußball, bleibt angespannt. Dennoch zeigen Medienberichte, dass die Unterstützung für queere Athletinnen und Athleten langsam wächst. Organisationen wie der Cutting Edges Hockey Club fördern gezielt Diversität.

Kortuems Entschluss steht für eine vorsichtige Emanzipation des Sports von starren Männlichkeitsbildern. Die Debatte um Sichtbarkeit und Akzeptanz queerer Sportlerinnen und Sportler erfährt durch solche persönlichen Geschichten einen spürbaren Impuls. Vor allem Hoffnung und Anerkennung spielen für viele Betroffene eine zentrale Rolle: „Es gibt ein Leben in Authentizität, das sich zu leben lohnt.“ Öffnet sich nun die Welt des Mannschaftssports nachhaltiger für vielfältige Identitäten? Die Wirkung von „Heated Rivalry“ könnte hier erst der Anfang sein.

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