Bailey und Armani Der Wicked-Schauspieler wird neuer Duft-Star
Der schwule Schauspieler Jonathan Bailey (38) übernimmt eine neue Rolle außerhalb der Filmwelt: Der Bridgerton-Star ist das Gesicht des neuen Herrendufts „I Will“ von Giorgio Armani. Nach einem erfolgreichen Jahr mit Produktionen wie „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ und „Wicked“ wird der Brite damit zum Botschafter einer der bekanntesten Luxusmarken der Welt.
Das Wichtigste im Überblick
- Schauspieler Jonathan Bailey ist das neue Gesicht von Giorgio Armani neuen Herrenduft.
- Die Kampagne ist eines der letzten kreativen Projekte, die Giorgio Armani persönlich genehmigte.
- Bailey spricht über die Bedeutung von Duft, Mode und persönlicher Identität.
- Der „Bridgerton“-Star steht vor weiteren großen Film- und Theaterprojekten.
Neues Gesicht für Armani-Duft
Die Kampagne ist besonders bedeutend, da sie zu den letzten kreativen Projekten gehört, die Giorgio Armani vor seinem Tod im Jahr 2025 persönlich genehmigt hatte. Für Bailey sei die Zusammenarbeit deshalb mehr als nur eine Werbepartnerschaft gewesen. „Armani war in den letzten vier oder fünf Jahren, seit Bridgerton erschienen ist, ein Eckpfeiler und eine Konstante für mich“, sagte Bailey dem Magazin People. „Ich war schon immer völlig fasziniert von Mr. Armani und seinem Vermächtnis.“ Dass der Duft die Zustimmung des italienischen Designers erhalten hatte, habe seine Entscheidung beeinflusst. „Es gab keine Möglichkeit, dass ich das nicht annehme“, sagte Bailey. „Ich bin sehr stolz darauf, dabei zu helfen, diesen Duft auf den Markt zu bringen.“
Duft als Zeichen für Entwicklung
Die Kampagne wurde vom Oscar-nominierten Regisseur Todd Field umgesetzt und stellt bewusst Themen wie Zielstrebigkeit und persönliche Entwicklung in den Mittelpunkt. „Ich denke, ‚I Will‘ fühlt sich wie ein Versprechen an eine zukünftige Version von sich selbst und an persönliches Wachstum an“, so Bailey weiter. „Es ist eine wichtige Idee, in einer Zeit, in der meiner Meinung nach jeder nach Fokus, Selbstvertrauen und Integrität sucht.“
Auch die Zusammensetzung des Duftes soll diese Idee widerspiegeln. Die Kreation beginnt mit Bergamotte und Lavendel und entwickelt sich anschließend zu Noten von rauchiger Vanille, Patchouli und Leder. Der Duft wurde so gestaltet, dass er sowohl tagsüber als auch am Abend getragen werden kann und eine moderne Interpretation von Männlichkeit vermittelt. Nach Angaben von Armani Beauty arbeiteten die Parfümeure Nathalie Lorson und Alberto Morillas vier Jahre an der Entwicklung. Mehr als 2.800 Versuche seien notwendig gewesen, bevor die endgültige Formel entstand.
Erinnerungen durch Duftnoten
Für Bailey steht „I Will“ nicht nur für eine neue Phase bei Armani Beauty, sondern weckt auch Erinnerungen aus seinem eigenen Leben. „Als er ankam, war ich sofort nostalgisch“, sagte er People. „Vanille erinnert mich immer an Zuhause. Es ist beruhigend, es ist warm.“ Die einzelnen Duftnoten verbinde er mit unterschiedlichen Erlebnissen. Bergamotte, erklärte Bailey, „fühlt sich wie ein Kuss an“. Lavendel erinnere ihn an Fahrradtouren durch die Landschaft rund um seine Heimat im Süden Englands. Die Ledernote habe für ihn eine besondere Bedeutung. „Das fühlt sich für mich wie der Kern dessen an, was Männlichkeit ist.“
Bailey sieht Düfte außerdem als Möglichkeit, Erinnerungen und Beziehungen über lange Zeit zu bewahren. „In der heutigen Zeit möchte man darauf achten, wie man auftritt“, sagte er dem Magazin Esquire. „Absichten, wie man ankommt und wie man geht, ist wirklich wichtig.“ Als Beispiel erinnerte er sich an das Haus seiner Großmutter, das nach Rosenpuder roch. Dieser Duft löse bis heute Erinnerungen an seine Kindheit aus.
Kleidung mit Geschichte
Auch bei Mode setzt Bailey auf persönliche Bedeutung. Statt ausschließlich aktuellen Trends zu folgen, interessiert er sich zunehmend für Vintage-Kleidung mit Vergangenheit. Zu seinen jüngsten Fundstücken gehören unter anderem gebrauchte Carhartt-Hosen und Rugby-Shirts, die für ihn schnell zu besonderen Kleidungsstücken wurden. Bailey ist überzeugt, dass Kleidung durch ihre Geschichte an Wert gewinnt. Besonders prägend sei für ihn eine Erfahrung aus seinen frühen Zwanzigern gewesen, als er in Südafrika arbeitete. Eine Maskenbildnerin schenkte ihm damals eine Weste, die ihrem verstorbenen Onkel gehört hatte. Das Kleidungsstück habe eine persönliche Familiengeschichte getragen und seine Überzeugung verstärkt, dass Mode ebenso wie Düfte Erinnerungen bewahren könne. „Kleidung kann wie Düfte eine Seele haben“, sagte Bailey.
Selbstvertrauen durch Komfort
Trotz seiner eleganten Auftritte bei Premieren und auf roten Teppichen beschreibt Bailey seine tägliche Routine als unkompliziert. „Schlaf bekommen, Wasser trinken, Sonnenschutz – und man ist ungefähr zu 90 Prozent da“, sagte er scherzhaft. Im Alltag bevorzuge er einen einfachen Stil. Ein passender Duft sei oft der letzte Schritt. Auch bei Kleidung spiele Wohlbefinden eine wichtige Rolle. „Komfort ist nicht der Feind von Eleganz und Mode“, sagte Bailey weiter. Farbenfrohe und bequeme Kleidung gebe ihm Selbstvertrauen. Bei besonderen Veranstaltungen experimentiere er zwar gerne, Stil müsse aber nicht zu ernst genommen werden. „Man möchte spielerisch sein“, sagte er. „Und eine kleine Überraschung kann viel bewirken.“
Weitere Projekte stehen bevor
Die Armani-Kampagne fällt in eine besonders arbeitsreiche Zeit für Bailey. Der Schauspieler wird neben Laura Dern im Film „Monsanto“ auftreten und gemeinsam mit Natalie Portman im Psychothriller „Pumping Black“ zu sehen sein. Außerdem kehrt er 2027 an das Londoner West End zurück und übernimmt eine Rolle in der Neuauflage von „Sunday in the Park with George“. Mit der Zusammenarbeit mit Armani verbindet Bailey nun Schauspiel, Mode und persönliche Geschichten – Bereiche, die nach seiner Einschätzung vor allem durch bewusste Entscheidungen geprägt werden. Aramani-Fans dürfen sich nun nicht nur auf einen neuen Duft freuen, sondern auch auf eine neue Mini-Serie und einen angekündigten Kinofilm über den Modemacher.