Start 29. Oktober im Kino Glamour und Gore: Queere Zombiekomödie "Queens Of The Dead"
Dragqueens, High Heels und hirnhungrige Zombies – Regisseurin Tina Romero hat einen neuen Ton im queeren Horror-Genre angeschlagen. Ihr Kinofilmdebüt „Queens Of The Dead“ kommt offiziell am 29. Oktober 2026 in die deutschen Kinos und will Glamour mit Splatter verbinden. Für Romero, Tochter der Horror-Ikone George A. Romero, beginnt damit nicht nur ein Angriff auf Untote, sondern auch auf eingefahrene Sehgewohnheiten im Genrekino.
Das Wichtigste im Überblick
- Der queere Zombie-Film „Queens Of The Dead“ startet am 29. Oktober 2026 in deutschen Kinos.
- Die offen queere Regisseurin Tina Romero ist die Tochter von „Night of the Living Dead“-Schöpfer George A. Romero.
- Im Mittelpunkt steht eine Dragparty in Brooklyn, bei der eine Zombie-Apokalypse ausbricht.
- Der Film gewann bereits den Audience Award beim Tribeca Film Festival 2025.
- Mit dabei sind Dragqueen-Größen wie Nina West sowie Schauspieler Katy O’Brian und Cheyenne Jackson.
Premiere mit eigenständiger Handschrift
Mit ihrer ersten Regiearbeit betritt Tina Romero nicht nur das Erbe ihres Vaters, sondern definiert es auf ganz eigene Weise neu. Ort des Geschehens ist ein Lagerhaus im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Dort trifft sich eine queere Community zu einer ausgelassenen Party, die plötzlich in blutigen Überlebenskampf umschlägt. Wer hier in High Heels und Pailletten ums Leben rennt, erlebt einen Genre-Mix, frei von abgedroschenen Klischees, aber mit viel Selbstironie und Glamour.
Die filmische Umsetzung der Apokalypse
In "Queens Of The Dead" sind es nicht nur Cocktailshaker und Stöckelschuhe, die zur Verteidigung werden, sondern auch Solidarität und Schlagfertigkeit. Die Kamera verfolgt ein wild gemischtes Ensemble, dessen Dialogwitz und Outfits Erinnerungen an Kultfilme wie „Priscilla – Königin der Wüste“ oder „Rocky Horror Picture Show“ wecken. Diesen Anspruch bestätigt auch die Besetzung mit Nina West aus „RuPaul’s Drag Race“ und Jaquel Spivey, die als Comedy-Lieblinge neue Akzente im Splatterkino setzen.
Kino zwischen Glamour, Gesellschaftskritik und Zombie-Splatter
Anders als in klassischen Zombie-Filme steht hier nicht nur der Schockeffekt oder der Ekel im Vordergrund. Romero inszeniert die Apokalypse als schrille Parabel auf gesellschaftlichen Zusammenhalt, Identität und Akzeptanz. Bereits auf dem Tribeca Film Festival überzeugte „Queens of the Dead“ mit Tempo und Humor und sicherte sich dort den Publikumspreis, wie das Festival auf seiner offiziellen Website bestätigt hat. Die Coming-out-Momente und Rivalitäten werden weniger abgearbeitet als lustvoll ausgespielt.
Ausblick auf den Kinostart und Relevanz
Wenn am 29. Oktober die deutschen Säle öffnen, steht weniger die Angst vor den Zombies im Mittelpunkt als die Lust am Genre-Experiment. „Queens of the Dead“ will mit Stilempfinden und Selbstbewusstsein auch Zuschauende gewinnen, die sich jenseits heteronormativer Mainstream-Erzählungen bewegen. Die Veröffentlichung markiert damit einen weiteren Schritt für Diversität und queeres Empowerment im internationalen Kino. Die genauen Startzeiten und die Verleihstrategie hat der deutsche Verleih Filmperlen in seiner offiziellen Ankündigung bestätigt.