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Cannes feiert absurde Satire Kristen Stewart erbricht sich bei Dreh von "Full Phil"

Von kw - 20.05.2026 - 19:30 Uhr
Kristen Stewart erbricht sich bei Cannes-Dreh von Full Phil
Foto: © IMAGO / Capital Pictures
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Kristen Stewart, begleitet von Woody Harrelson, stand am 17. Mai 2026 beim Midnight Screening auf dem Festival de Cannes im Rampenlicht – nicht nur wegen des absurden Films "Full  Phil" von Regisseur Quentin Dupieux, sondern besonders wegen einer drastischen Szene: Stewart aß so viel, dass sie während der Dreharbeiten einmal erbrechen musste – ohne die Möglichkeit, einen Spuckeimer zu benutzen. Das sorgt für echtes Festivalgespräch.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • "Full  Phil" feierte seine Weltpremiere am 17. Mai 2026 in der Midnight Screenings–Sektion des Cannes Film Festivals.
  • Die queere Schauspielerin Kristen Stewart spielte die entfremdete Tochter Madeleine, die sich unaufhaltsam mit französischer Küche vollstopft – bis sie beim Filmen einmal erbrechen musste
  • Die Szene mit dem Blumenkohlpüree enthielt anstelle von Butter nur pflanzliches Öl – und der Geruch allein genügte, um Stewart zu überwältigen.

 

Absurd geklotzt statt gezinkt

In der Satire frisst sich die Mutterfigur Madeleine durch ein surreal überdrehtes Buffet französischer Spezialitäten – von Spinatquiches über Steaks bis hin zu ausgeklügelten Patisserien. Das ständige Essgelage, das Stewart „all day long“ durchzog, diente als physischer Ausdruck innerer Turbulenzen.
Ein Filmkritiker beschreibt, wie Stewart „plate after plate“ verzehrt – während ihr Vater Philip physisch darunter leidet: Er beginnt zu „bluten“ – metaphorisch durch Gier und emotionale Last überladen. 

 

Vom Setkonflikt zur satirischen Wirkung

Im Interview gesteht Stewart, dass sie trotz des Ekelmoments die symbolische Wucht der Szene schätzte: „Die Nahrungsaufnahme schafft Hürden, über die man beim Lernen von Dialogen nicht nachdenkt. Sie ist ein metaphorisches Schlucken ihrer Emotionen.“ Ihre körperliche Belastung verleiht der Szene dadurch eine verstärkende emotionale Unmittelbarkeit.

Ihr Filmpartner Woody Harrelson, Vegetarier seit Jahrzehnten, reagierte gelassen: Er hätte einen Spuckeimer akzeptiert. Das zeugt von der pragmatischen Einstellung der Darstellenden gegenüber Dupieux’ skurrilem Regiestil.

 

Hintergrund in Kürze

Der Film "Full  Phili" st ein groteskes, komödiantisches Familiendrama des französischen Regisseurs Quentin  Dupieux. Gedreht zwischen Oktober 2025 und Februar 2026 in Paris, markiert er Dupieux’ bislang aufwendigste internationale Produktion – und sein erstes englischsprachiges Werk seit "Wrong Cops" (2013). Weltpremiere war am 17. Mai beim Festival de Cannes.

Es mischt klaustrophobische Charakterkonstellationen mit surrealer Satire: Die amerikanische Tochter vollführt ein kulinarisches Überkonsumspiel, während draußen in Paris Proteste lodern – ein Spiegelbild kultureller Resonanz und Empfindungslosigkeit.

 

Und die Reaktionen?

Die Festivalreaktionen sind geteilt: Manche Kritikerinnen und Kritiker würdigen Stewart und Harrelson als mutige Darstellende in Dupieux’ abgedrehtem Sinnkosmos, andere finden die Figuren zu eindimensional und ermüdend. Eine konkrete Veröffentlichung fehlt jedoch noch – "Full  Phili" bleibt ohne Verleihtermin. 

Ob der filmische Ekelmoment für Stewart ein Karriere-Highlight oder eine Anekdote bleibt, wird sich zeigen – doch beim Cannes-Midnight-Screening wurde sie definitiv nicht nur wegen des Films zum Gesprächsthema.

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