Hellerau Dresden Installative Ausstellung „Jüdische Ossis“
Wie entstehen Räume für Freiheit, wenn Öffentlichkeit von Kontrolle und Repression geprägt ist? Die vierte Ausgabe der installativen Ausstellung „Jüdische Ossis“ geht dieser Frage im Festspielhaus Hellerau nach. Im Zentrum stehen jüdische Erfahrungen in der DDR und der Sowjetunion der 1970er- und 1980er-Jahre sowie der Austausch zwischen Moskau und Ost-Berlin. Die Künstler Simon Ostaschenko und Matthias Nebel machen eine Moskauer Küche und ein DDR-Wohnzimmer als begehbare Rauminstallationen erfahrbar.
Ergänzt werden sie durch Hörperformances, Audio-Interviews mit Zeitzeug*innen sowjetischer Dissidenz und eine Hörspielfassung von Stella Leders deutsch-jüdischer Familiengeschichte „Meine Mutter, der Mann im Garten und die Rechten“. Filmische Interviews mit jüdischen Zeitzeug*innen der DDR erweitern den Blick auf Gegenkultur, Identität und Repression. Zur Eröffnung am 22. September gehören eine Führung, der Film „Find a Jew“ und ein Gespräch mit Anna Narinskaya und Igor Sadreev. Kuratiert wird die Ausstellung von Christina Kettering. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.
22.09.-27.10.2026, HELLERAU, Karl-Liebknecht-Str. 56, Dresden