Fürstenfeldbruck bekommt seinen ersten Christopher Street Day: Am Samstag, 17. Oktober 2026, zieht die LGBTIQ+-Community durch die Innenstadt. Nach Angaben der Stadt beginnt die Demonstration um 14 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Landratsamt an der Münchner Straße 32. Zum Abschluss ist eine Kundgebung am südlichen Viehmarktplatz vorgesehen.
Das Wichtigste im Überblick
- Datum: Samstag, 17. Oktober 2026.
- Beginn: 14 Uhr am Parkplatz vor dem Landratsamt.
- Adresse: Münchner Straße 32, Fürstenfeldbruck.
- Route: durch die Innenstadt zum südlichen Viehmarktplatz.
- Es ist die erste CSD-Demonstration in der Stadt.
Sichtbarkeit vor der eigenen Haustür
Die Premiere wird von einem privaten Organisationsteam getragen. Vier Menschen bereiten den CSD vor, berichtet der Münchner Merkur. Mitorganisatorin Hannah Füner beschreibt das Angebot als bewusst niedrigschwellig: Es soll auch Menschen aus dem Umland erreichen, die nicht zu den großen Veranstaltungen nach München oder Augsburg fahren.
Das Team erwartet zunächst etwa 100 bis 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer; bei gutem Zulauf könnten es auch 200 werden. Das sind Erwartungen vor der Veranstaltung, keine bereits erreichten Besucherzahlen. Im Mittelpunkt stehen gleiche Rechte, Zusammenhalt und ein Leben ohne Ausgrenzung. Für eine mögliche Fortsetzung im nächsten Jahr soll die organisatorische Basis erweitert werden.
So verläuft die Demonstration
Vom Landratsamt führt der abgestimmte Weg über die Münchner Straße, den Leonhardsplatz und die Amperbrücke zur Hauptstraße. Danach folgen Pucher Straße, Kapuzinerstraße und Ludwigstraße. Ziel ist der südliche Viehmarktplatz mit der Abschlusskundgebung.
Die Stadt unterstützt den geordneten Ablauf im Rahmen ihrer Zuständigkeiten. Veranstalter sind jedoch weder die Stadt noch das Landratsamt: Der CSD ist als privat organisierte öffentliche Versammlung angemeldet.
Hinweise zur Anreise
Der Startpunkt ist vom S-Bahnhof Fürstenfeldbruck zu Fuß über den Stockmeirweg erreichbar. Der Parkplatz am Landratsamt wird als Aufstellfläche genutzt. Entlang der Route sind zeitweise Straßensperrungen und Behinderungen möglich. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt, sollte die Verbindung vor der Abfahrt in der MVV-App prüfen.
Pride auch außerhalb der Großstadt
Eine erste Demonstration setzt einen anderen Akzent als eine bereits etablierte Großveranstaltung: Queeres Leben wird dort sichtbar, wo Menschen ihren Alltag verbringen. Eine überschaubare Teilnehmerzahl mindert diese Bedeutung nicht. Für Menschen, die bisher keinen CSD vor Ort hatten, entsteht ein gemeinsamer öffentlicher Raum.
Wie unterschiedlich Pride-Veranstaltungen in Bayern aussehen können, zeigt unser Rückblick auf den CSD München 2026. Weitere regionale Nachrichten und Community-Termine findet ihr in unserer Bayern-Rubrik.