Diskriminierung von LGBTI* Nach dem fatalem Urteil des Supreme Courts beginnt ein Umdenken in den USA!
Erst vor wenigen Tagen hatte ein Urteil des Obersten Gerichtshofes in den Vereinigten Staaten von Amerika für Entsetzen gesorgt – die mehrheitlich konservativen Richter gaben der Klage einer Web-Designerin recht, die künftig Schwule und Lesben als Kunden ablehnen darf, wenn sie sich ansonsten in ihrem Glauben sowie ihrer Meinungsfreiheit verletzt sieht. Die Gay-Community befürchtete, dass das Urteil landesweit zu einem Dammbruch führen könnte – genau das scheint sich bereits jetzt abzuzeichnen.
Präzedenzfall für ganz Amerika?
So erklärte in dieser Woche die Inhaberin Christine Geiger des Friseursalons Studio 8 Hair Lab in Michigan online, dass sie ab sofort von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch machen werde, indem sie queeren Menschen den Zugang zu ihrem Geschäft verweigern werde. Die Stellungnahme ging binnen weniger Stunden viral und dürfte weitere Fälle gleicher Bauart im ganzen Land nach sich ziehen.
„Wenn ein Mensch sich als etwas anderes als ein Mann oder eine Frau identifiziert, nehmen Sie bitte die Dienste eines örtlichen Tierpflegers in Anspruch. Sie sind in diesem Salon nicht willkommen. Punkt!“, so Geiger. Auf Instagram erklärte die Inhaberin weiter, sie betreibe ein konservatives Geschäft, dass sich nicht mit „wütenden Ideologien“ befasse.
Gezielter Angriff auf queere Menschen
Geiger nutzt dabei genau jene rechtliche Lücke aus, die die obersten Richter am Supreme Court mit ihrem jüngsten Urteil geschaffen haben – die Möglichkeit, Homosexuelle und queere Menschen im Namen der freien Meinungsäußerung zu diskriminieren, ist explizit mit künstlerischen oder kreativen Dienstleistungen verbunden. In anderen Bereichen wie der Berufswelt, dem Bankenwesen oder auch bei der Wohnungssuche besteht nach wie vor der gesetzliche Schutz vor Diskriminierung.
Geiger erklärte weiter: „Dies ist ein freies Land, und ich bin nicht der Sklave irgendeines Märchens. Ich habe keine Probleme mit LGB. Es ist die TQ+, die ich nicht unterstützen werde. Für diejenigen, die nicht wissen, wofür das + steht, es steht für MAP!“ Als MAP (Minor Attracted Person) werden in den USA Pädophile bezeichnet.