Direkt zum Inhalt
Im Zeichen des Regenbogens
ANZEIGE

Im Zeichen des Regenbogens „Dieses Projekt trägt dazu bei, die Menschen daran zu erinnern, dass es uns immer schon gegeben hat.“

ms - 30.06.2023 - 12:00 Uhr
Loading audio player...

Kurz vor dem diesjährigen Pride in London hat Bürgermeister Sadiq Khan erklärt, dass fünf Tafeln an verschiedenen Stellen in der Stadt angebracht werden, um bedeutende Menschen, Orte und Momente der schwul-lesbischen Geschichte zu würdigen. Die neuen Tafeln werden an Standorten in Greenwich, Peckham, Westminster, Ladbroke Grove und Haringey montiert werden.

Ein starkes Symbol für die Londoner Gay-Community

Die LGBTI*-Community in London zeigte sich begeistert von dem Projekt, wie David Robson vom Londoner LGBT+ Forum Network gegenüber der BBC erklärte: „Dieses Projekt trägt dazu bei, die Menschen daran zu erinnern, dass es uns immer schon gegeben hat, in guten wie in schlechten Zeiten!“ Die Organisation wird die Regenbogentafeln in den kommenden Monaten anbringen, finanziert von einer Kommission für Vielfältigkeit im Auftrag des Londoner Bürgermeisters.

Khan gilt seit Jahren als starker Befürworter und Unterstützer von Homosexuellen und queeren Menschen, auch beim CSD am Wochenende wird er voraussichtlich erneut mit dabei sein.  Die Chancen stehen gut, dass der Pride am Samstag zu eine der größten CSD-Veranstaltungen weltweit wird, über 1,5 Millionen Gäste werden am Wochenende in der Stadt erwartet.

Meilensteine der britischen Gay-Bewegung

Um die Gedenktafeln zu sehen, müssen die London-Urlauber allerdings ein anderes Mal erneut zu Besuch kommen, so schnell werden sie dann doch nicht montiert werden. Die Tafeln würdigen das Black Lesbian and Gay Centre in Peckham, das erste Zentrum in Europa, das Beratung und Unterstützung für die Gay-Community anbot, sowie das London Lighthouse, ein Zentrum und Hospiz für Menschen mit HIV und AIDS in Ladbroke Grove und zudem auch die Section 28, die erste Lesben- und Schwuleneinrichtung ihrer Art im Haringey Civic Centre. Zudem wird die Journalistin und Aktivistin Jackie Forster geehrt, die die Zeitschrift Sappho sowie die dazugehörige Aktivistengruppe  in Westminster mitbegründete.

Eine Ehrung für „Beautiful Thing“

Ebenso geehrt wird dann noch der britische Film „Beautiful Thing“ aus dem Jahr 1996 – für viele Schwule bis heute einer der schönsten Gay-Filme aller Zeiten. Der Film spielt in Thamesmead und Greenwich und erzählt die Geschichte über die erste Liebe zwischen zwei Schuljungs im Arbeiterviertel von London. Die Gedenktafel wird folgerichtig deswegen auch Ende Juli in der Greenwich Tavern enthüllt. Der Drehbuchautor von „Beautiful Thing“, Jonathan Harvey, erklärte dazu sichtlich bewegt: „Ich bin sehr gerührt, dass der Film auf diese Weise gewürdigt wird. Als wir vor fast 30 Jahren an einem glühend heißen Tag in diesem Pub gedreht haben, konnten wir nicht ahnen, dass der Film die Menschen immer noch berühren würde.“

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Happy Birthday Ralf König

Comic-Ikone feiert Schnapszahl

Mit seinen Comics prägte Ralf König über Jahrzehnte das Selbstverständnis schwuler Männer – jetzt wird der Meister 66 Jahre jung. Wir gratulieren!
Musikwelt in Trauer

Madonna-Produzent ist tot

William Orbit ist tot. Die Musikwelt verliert einen der einflussreichsten Produzenten, unter anderem von Madonna, Britney Spears und Pink.
Gute Ausreden im Sommer

Hitzefrei im Regenbogenland

Wenn die Temperaturen steigen, wird das Nachtleben kreativ – vor allem bei der Frage, warum heute wirklich niemand auf die Tanzfläche muss.
Schwule Badehäuser in New York

Comeback nach 40 Jahren Verbot

Die Stadt New York prüft nach 40 Jahren Verbot die Rückkehr von schwulen Badehäusern – ein Abschied von Regeln aus der frühen AIDS-Krise.
Tödliche Dating-Masche

Mord in Niederösterreich

Ein 29-jähriger schwuler Mann wurde in Niederösterreich in eine Dating-Falle gelockt und zu Tode geprügelt. Tatverdächtig ist ein 18-Jähriger.
Streit um gleiche Elternrechte

120.000 Unterschriften gesammelt

Eine Petition des LSVD+ fordert gleiche rechtliche Absicherung für alle Kinder – inzwischen haben rund 120.000 Menschen unterschrieben.
LSVD+ und HateAid

Neues Bündnis gegen Hass

QueerSafe Berlin und HateAid bündeln ihre Angebote, um queere Menschen bei digitaler Gewalt schneller und umfassender zu unterstützen.
Feuerwehrkapitänin getötet

Ehefrau legt Mordgeständnis ab

Eine 54-jährige Frau hat jetzt in Kalifornien den Mord an ihrer Ehefrau Rebecca Marodi gestanden. Ermittler sehen Eifersucht als mögliches Motiv.
Streit im Tennissport

Debatte um neue Gen-Tests

Der Streit über den Ausschluss von trans* Sportlerinnen im Frauentennis geht weiter, jetzt äußerte sich Coco Gauff zu den Geschlechtstests der WTA.