Gerichts-Urteil Britischer Trans-Mann muss „Mutter“ bleiben
Freddy McConnell war vor dem britischen Gesetz schon ein Mann, als er 2018 einen Jungen gebar. Auf seinem Twitter-Account bezeichnet er sich zudem selbst als „Dad who gave birth“ („Vater, der ein Kind austrug“). Also wollte er auch, dass dies auf der Geburtsurkunde seines Sohnes zu lesen ist. Das Londoner Gericht wies McConnells Forderung jedoch zurück – er muss auf dem Papier die „Mutter“ seines Kindes bleiben.
Richter Andrew McFarlane erklärte seine Entscheidung mit dem „wesentlichen Unterschied“, der zwischen dem Geschlecht einer Person und deren Status als Elternteil bestünde. Dabei ginge es um den physischen und biologischen Prozess: Wer die Schwangerschaft austrägt und gebiert, sei demnach eine Mutter.
McConnell hatte auf ein für Trans-Eltern wegweisendes Urteil gehofft und wollte als „Vater“ oder einfach nur „Elternteil“ auf der Urkunde vermerkt werden. Seine Anwälte bezeichneten das Urteil laut dem Tagesspiegel als „Schlag gegen den Transgender-Kampf für Gleichberechtigung“.