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Queer leben Arbeitsprozesse zur Umsetzung konkreter LGBTI*-Ziele beginnt

Von ms - 21.03.2023 - 09:30 Uhr
Queer leben
Foto: © Photothek BMFSFJ /Florian Gaertner
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Am gestrigen Montag eröffnete der Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sven Lehmann, die Auftaktveranstaltung zum Aktionsplan „Queer leben“. Rund 200 Menschen aus Bundesministerien, den einzelnen Bundesländern sowie von LGBTI*-Verbänden und Organisationen kamen zusammen. Lehmann dazu: „Ich bin überwältigt von dem großen Interesse. Noch nie kamen so viele Vertreterinnen und Vertreter von Bundesministerien, Bundesländern und der Zivilgesellschaft zusammen, um über die Förderung von Akzeptanz und den Abbau von Diskriminierung von LSBTIQ* zu beraten.“

Zusammenarbeit in allen politischen Bereichen

Zudem betonte Lehmann die Besonderheit dieser Auftaktveranstaltung: „Erstmals arbeiten ab jetzt in allen politischen Feldern Bundesministerien, Bundesländer und LSBTIQ*-Community auf Augenhöhe an Maßnahmen für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Dafür bin ich sehr dankbar. Denn ihr Engagement und ihre Expertise sind für den nun offiziell startenden Arbeitsgruppenprozess unentbehrlich und werden maßgeblich zum Erfolg des Aktionsplans ‚Queer leben‘ beitragen.“ Auf der Veranstaltung hielt auch die lesbische Autorin und Publizistin Carolin Emcke eine Rede über die aktuelle gesellschaftspolitische Situation von LGBTI*-Menschen in Deutschland. Dabei ging Emcke, selbst Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, sowohl auf die Fortschritte wie aber auch auf die Angriffe und Niederlagen ein, die die LGBTI*-Community in letzter Zeit zu verzeichnen hatte.

Ergebnisse werden erst 2024 vorgestellt

Insgesamt 78 Verbände, Organisationen und Initiativen wurden zudem vorab für den Arbeitsgruppenprozess ausgewählt, rund doppelt so viele hatten sich seit Januar dieses Jahres dafür beworben. Einige Vereine zeigten sich enttäuscht darüber, nicht ausgewählt worden zu sein. Ziel in den kommenden Monaten wird es sein, dass die einzelnen Arbeitsgruppen darüber beraten, wie die im Aktionsplan vereinbarten Maßnahmen bestmöglich umgesetzt werden können. Bei dem ressortübergreifenden Arbeitsprozess soll auch eine Priorisierung vorgenommen werden, welche Ziele und Projekte zuerst angegangen werden müssen. Die Ergebnisse dieses Prozesses sollen 2024 vorgestellt werden.

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