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Mehr LGBTI*-Bildung Österreich will Hassverbrechen und Vorurteile minimieren

Von ms - 01.03.2023 - 15:00 Uhr
Mehr LGBTI*-Bildung
Foto: iStock / monkeybusinessimages
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Die österreichische Regierung möchte etwas gegen Hassverbrechen gegen LGBTI*-Menschen unternehmen – das neue Projekt namens “queerfacts“ soll dazu beitragen. Ziel ist es, mehr Wissen über LGBTI* in die Breite der Gesellschaft hineinzutragen, weswegen die Aktion bereits in den Schulen beginnt und sich auf vielfältige Weise auch im Alltagsleben der Jugendlichen zeigen soll. Weniger Vorurteile sollen so zu weniger Diskriminierung und schlussendlich auch weniger physische oder psychische Gewalt gegenüber Homosexuellen und queeren Menschen führen.

Sozialministerium stellt 260.000 Euro bereit

Ähnlich wie in Deutschland sind auch in Österreich die Zahlen rund um Hassverbrechen und Angriffe gegenüber LGBTI*-Menschen zuletzt massiv angestiegen, im Schnitt kommt es mehrmals täglich zu einem Übergriff im Alpenstaat. Ebenso ähnlich wie in der Bundesrepublik wird auch hier vermutet, dass die tatsächliche Anzahl der Vorfälle weitaus höher als die offiziellen Fallzahlen sein dürfte. Queerfacts will hier direkt an den Schulen bereits angreifen. In einer lockeren Atmosphäre sollen Jugendliche in mehreren Unterrichtsstunden Themen rund um Sexualität und LGBTI* besprechen. Dabei soll gezielt auf weit verbreitete Vorurteile eingegangen werden. Ab heute (01. März) können sich Schulen sowie Betreuungs- und Bildungseinrichtungen für die Workshops anmelden, das österreichische Sozialministerium fördert das landesweite Projekt mit insgesamt rund 260.000 Euro. Als Dozenten kommen dabei dann Mitarbeiter von LGBTI*-Organisationen wie der HOSI zum Einsatz.

Aktionsplan in Deutschland

In Deutschland will die Bundesregierung ähnliches mit dem Aktionsplan “Queer leben“ erreichen, der allerdings nicht nur an Schulen, sondern in vielen unterschiedlichen Bereichen ansetzen will. Deutschland stellt dafür rund 70 Millionen Euro bereit. Der queere Aktionsplan ist dabei in sechs Handlungsfelder unterteilt: Rechtliche Anerkennung, Teilhabe, Sicherheit, Gesundheit, Stärkung der Beratungs- und Communitystrukturen und Internationales. Wann konkret dieser Aktionsplan in der Bundesrepublik allerdings starten soll und wie die finanzielle Verteilung und mögliche Schwerpunkte aussehen, steht seit der Vorstellung von “Queer leben“ im November letzten Jahres noch immer nicht fest.

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