Hoffnung für die US-Jugend Der Kampf um Florida habe gerade erst begonnen
Der schwule US-Verkehrsminister Pete Buttigieg hat in diesen Tagen einen herzerwärmenden Brief an einen mutigen jugendlichen Gay-Aktivisten geschickt, der sich an der Klage gegen das berüchtigte "Don't Say Gay" in Florida beteiligt hat – das Gesetz des republikanischen Gouverneurs Ron DeSantis verbietet seit Juli alle Gespräche und Themen mit LGBTI*-Aspekten an den Schulen.
Es ist nicht das erste Mal, dass Zander Moricz in die Schlagzeilen gerät, bereits im Mai ging seine aufrichtige und clevere Rede zum Schulabschluss viral und löste ein internationales Medienecho aus. Da der junge schwule Teenager nicht offiziell das Wort “gay“ verwenden durfte, obwohl alle wussten, dass er homosexuell ist, sprach er stattdessen als cleverer Seitenhieb davon, wie schwierig es ist als Teenager ist, mit “lockigen Haaren“ aufzuwachsen und welche Hürden so ein Coming Out als Junge mit lockigen Haaren mit sich bringt. Augenzwinkernd machte er sich dabei über die jüngste Gesetzgebung lustig, ohne ihr offiziell zu widersprechen. Daraufhin war er von US-Bildungsminister Miguel Cardona eingeladen worden, seine ursprüngliche Abschiedsrede abseits jeder Zensur ein zweites Mal vor dem US-Bildungsministerium zu halten. Moricz leitete daraufhin auch einen "Say Gay"-Walkout an der Pine View School in Sarasota County, Florida, und ist jetzt der jüngste der öffentlichen Kläger in einer Klage gegen das "Don't Say Gay"-Gesetz des Staates.
Nun teilte der Teenager via Twitter mit, dass er kürzlich einen Brief von Buttigieg erhalten hat, in dem dieser Moricz für seine "Stimme und sein Eintreten" zutiefst dankt. Buttigieg schrieb: "Nachdem Chasten und ich Anfang des Jahres Ihre Abschlussrede gesehen und von Ihrem Auftritt im Bildungsministerium gehört haben, wollte ich Ihnen persönlich für Ihre Stimme und Ihr Eintreten danken. Ihre Kombination aus Witz und Mut hat im ganzen Land einen Widerhall gefunden, von dem Menschen profitieren werden, die Sie nie kennenlernen werden.“ Er glaube zudem, dass Moricz' Beispiel "vielen anderen, die jetzt zu dem Teenager aufschauen", Türen öffnen werden und erklärte überdies, dass er sich bewusst darüber sei, dass sein Dienst als "erster offen schwuler Kabinettssekretär" nur dank des "Aktivismus und der Fürsprache" seiner Vorgänger überhaupt möglich gewesen sei. Bereits zuvor hatte Buttigieg auch erklärt, dass das berüchtigte Gesetz gefährlich sei, weil es queeren Kindern die Botschaft vermittle, dass "etwas mit ihnen nicht stimmt". Moricz dankte Buttigieg für seinen Brief auf Twitter und versicherte ihm zudem, dass für ihn der "Kampf für Florida gerade erst begonnen hat".