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Waffen für homophobe Menschen? Gesetzentwurf zur Entwaffnung von queer-feindlichen Hetzern sorgt für Empörung

Von ms - 30.06.2022 - 10:00 Uhr
US-Politikerin will sich mit Gewalt gegen Queers wehren
Foto: IMAGO / ZUMA Wire
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Amerika – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Einmal mehr beweisen die USA, dass sie das einstmalige Versprechen auch heute noch verteidigen wollen, selbst dann, wenn in erster Linie nur noch der politische Wahnsinn “unbegrenzt“ ist. Das jüngste Beispiel ist die amerikanische Politikerin und Abgeordnete des Repräsentantenhauses im Bundesstaat Georgia, Marjorie Taylor Greene. Die Dame fiel schon öfters durch queer-feindliche, gerne auch einmal rechtsextreme Hetze auf und ist auch der einen oder anderen Verschwörungstheorie nicht gänzlich abgeneigt. Man würde also sagen, eine ziemlich durchschnittliche Republikanerin eben.

In diesen Tagen fiel Greene dann doch allerdings noch einmal in besonderer Weise auf, indem sie sinngemäß erklärte, man möge doch alle queer- und homophoben Menschen mit mehr Waffen ausstatten, denn wie sonst sollten sich jene gegenüber den trans-Menschen und Drag-Queens an den Schulen wehren? Grund für ihr Ärgernis war ein Gesetzentwurf zur Verringerung der Waffengewalt, der letzte Woche im Senat verabschiedet worden war. Mit in dem angedachten neuen Gesetz sollen auch Anreize geschaffen werden, die es im Rahmen einer bestimmten Kennzeichnung (red flags) der Justiz erlauben würde, für einen bestimmten Zeitraum jenen Menschen Waffen wegzunehmen, die als potenziell gefährlich eingestuft werden.

Für eine Republikanerin mit dem kugelsicheren Herzen am politisch rechten Fleck ein Skandal. Und so erklärte Greene jetzt, dass ein solches Gesetzesvorhaben per se schlecht wäre, weil es konservative Menschen, die queere Personen einfach nur gerne bedrohen wollen, kurzerhand entwaffnen würde. Und das geht natürlich gar nicht. „Diese Gesetze werden ein Werkzeug sein, um jeden Waffenbesitzer zu entwaffnen, der die Abtreibung, die Trans-Agenda für Kinder, die illegale Massenmigration und die Unterdrückung durch die große Regierung, die unsere Familien, unseren Glauben und unsere Freiheiten erstickt, stoppen will“, so die Dame, der Familienwerte stets so wichtig sind. Und für alle, die das noch nicht richtig verstanden haben, fragte sie noch einmal in die Runde: "Und wie will ein Waffenbesitzer die 'Trans-Agenda in Schulen' stoppen? Indem er schießt und tötet?" Durch die neuen Gesetze würden freundliche Amerikaner, die queere Jugendliche als Bedrohung wahrnehmen und Schulausschlüsse fordern, plötzlich zu “rechtsgerichteten inländischen Terroristen" umdefiniert – und das ginge ja gar nicht.

Am Ende würden diese harmlosen Mitbürger von den Medien verfolgt und zudem als Trump-Unterstützer entlarvt werden - und so durch diese Spionage am Ende dazu gebracht werden, auch transsexuelle Stripperinnen an Grundschulen gutheißen zu müssen. Für Greene ist folgerichtig klar: Gegen die queere Jugend hilft nur eine stärkere Bewaffnung. Ähnlich könne man sich übrigens auch gegen all jene Frauen wehren, die eine Abtreibung vornehmen lassen wollen. Überspitzt gesagt klingt es für einen Republikaner wahrscheinlich durchaus sinnvoll, eine Mutter zu erschießen, um das ungeborene Leben zu schützen. Greene beendete ihre Triade mit einem Aufruf an alle Republikaner, aufzuwachen und sich dieser “erschreckenden Realität“ zu stellen. Abschließend sei noch einmal erwähnt – nur zur Klarstellung -, dass diese Frau tatsächlich eine gewählte Politikerin mit Sitz im Repräsentantenhaus in den Vereinigten Staaten von Amerika ist. Kommt uns da der gute alte Orangenmann Donald nicht beinahe wie ein netter, alter Onkel vor? Ein Onkel, den man gern mal im Heim besucht, versteht sich, für ein paar Stündchen höchstens.

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