Direkt zum Inhalt

Tränengas bei einer Pride-Parade Mehrere Festnahmen von queeren Protestanten in der Türkei

Von tr - 28.06.2021 - 12:00 Uhr
Tränengas bei einer Pride-Parade // © EvrenKalinbacak
Foto: Tränengas bei einer Pride-Parade // © EvrenKalinbacak
ANZEIGE
Loading audio player...

In Istanbul wurde eine Pride-Parade von der Polizei aufgelöst. Dabei gingen die Beamten zielstrebig vor und nahmen mindestens 25 Leute fest. Sie ließen die Samthandschuhe zu Hause und machten Gebrauch von Tränengas sowie Gummigeschossen. Wir befinden uns allerdings nicht im ersten Jahr, seit welchem LGBTI*-Events in der Türkei untersagt sind.

Hunderte Beteiligte, trotz Verbotes der Veranstaltung

Das Zusammentreffen der Protestierenden war verboten. Dennoch gab es Hunderte Beteiligte der queeren Bewegung, die sich darüber hinwegsetzten. Im Zentrum der türkischen Stadt trafen sie sich und demonstrierten mit Regenbogenfahnen für die Rechte der LGBTI*-Gemeinschaft. Reporter hatten berichtet, dass Uniformierte die Route des Demonstrationszuges blockierten. Absperrgitter wurden schon am Tag zuvor aufgestellt. Ein Fotojournalist wurde festgenommen. Dabei drückten ihn Polizisten zu Boden und stemmten ihn das Knie auf den Rücken und ins Genick. Mittlerweile ist er wieder auf freiem Fuß.

LGBTI-Feindlichkeit nimmt in der Türkei zu

Bereits seit sieben Jahren ist es in der Türkei verboten, Pride-Events zu veranstalten. Natürlich wird jetzt mit pandemiebedingten Beschränkungen argumentiert. Die öffentliche Sicherheit gehe vor. Es wird vermutet, dass die türkische Regierung LGBTI*-Feindlichkeit im Land verbreiten möchte. Hassverbrechen werden angeblich nicht bestraft und häufen sich daher. Auch der Regierungschef Erdogan äußerte sich früher kritisch über Homosexuelle, berichtete die Zeit.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

tazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community eintazRazzia in queerem Community-Ort: Alles wegen ein paar TablettenFrankfurter Allgemeine ZeitungMit Hilfe von Leihmutter: Niederländischer Ministerpräsident und sein Verlobter bekommen ein BabyAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Wende im Fall Meiwes

Vorerst keine Entlassung

Armin Meiwes bleibt in Haft. Sein Antrag ist zurückgezogen. Was über die Entscheidung bekannt ist und warum lebenslang nicht nach 15 Jahren endet.
Omas Antwort auf den Hass

„Liebe kennt keine Barrieren“

Nach der Hasswelle gegen Luca und Cristian meldet sich Lucas Oma Loretta zu Wort. Ihr Brief stellt das Glück ihrer Familie an erste Stelle.
Kreativer Widerstand

Zehnkämpfer zeigt Haut aus Protest

Frauenfeindliche sexistische Witze von US-Comedian Shane Gillis sorgen aktuell für viel Empörung. Zehnkämpfer Chase Lathrop antwortet kreativ und sexy
Sorge um queere Sichtbarkeit

Pride-Teams wollen Kräfte bündeln

Mehr als 100 CSD-Veranstalter trafen sich in Recklinghausen. Sie warnen vor Anfeindungen und wollen sich bundesweit stärker unterstützen.
Geheimnisse bei Heated Rivalry

Jacob Tierney erklärt Serienerfolg

Ein neues Buch zeigt, wie „Heated Rivalry“ entstand, welche Szenen gestrichen wurden und was die zweite Staffel vorbereitet.
Rob Jetten wird Vater

Premier erwartet erstes Kind

Niederlands Premierminister Rob Jetten und sein Partner Nicolás Keenan erwarten im Frühjahr 2027 ihr erstes Kind durch eine Leihmutter.
Neue Pornogesetze in England

Verbot von Fetisch-Darstellungen

Großbritannien verschärft das Pornografie-Strafrecht: Ab November werden bestimmte sexuelle Darstellungen im Bereich Fetisch und Rollenspiele verboten
Regenbogen spaltet Amsterdam

Streit um queere Sichtbarkeit

Ein geplanter Regenbogenweg in Amsterdam sorgt für Streit. Während Initiatoren ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen wollen, protestieren Anwohner.
Keine PrEP in der Schweiz?

Ende der Kassenleistung 2027

In der Schweiz ist die Kostenübernahme für die HIV-Schutzpille PrEP nur bis Ende 2026 gesichert. LGBTIQ+-Verbände warnen vor Rückschritten.