Direkt zum Inhalt

Brasilien – die Angst vor dem Vater Vater akzeptiert Homosexualität des Sohnes nicht und droht mit Gewalt

Von tr - 19.05.2021 - 14:00 Uhr
Brasilien – die Angst vor dem Vater // © John Kevin
Foto: Brasilien – die Angst vor dem Vater // © John Kevin
ANZEIGE
Loading audio player...

Ein schwuler Junge aus Brasilien schrieb einen emotionalen Brief an seine Nachbarn und bat um die Rettung vor seinem homophoben Vater. Er hatte geschrieben, dass er sehr verzweifelt sei, sich nicht gut genug fühle und es ich schlecht gehe. Nach Erhalt wurde der Vater dabei beobachtet, wie er den Sohn schlug. Eine Aufnahme davon schickten die Beobachter an die Polizei.

Der Vater findet Ausreden

Das homophobe Elternteil habe seinem Kind schreiend an den Kopf geworfen, dass er sich ändern müsse, weil er ihn sonst umbringt. Die Beamten bemerkten vor Ort die Schürfwunden am Körper des schwulen Jungen. Doch der Erziehungsberechtigte erklärte, dass ihn die Homosexualität seines Sohnes nicht störe. Der Vorfall sei geschehen, weil er ihn dabei erwischt habe, pornografische Videos auf seinem Handy anzusehen. Jedoch sagten die Nachbarn aus, dass sie des Öfteren Schreie und Hilferufe gehört hatten.

Hassverbrechen in Brasilien

Die Mutter sagte, dass ihr die Aggression des Mannes gegenüber des gemeinsamen Kindes bewusst sei. Als Grund dafür gab sie die „Tendenz zur Homosexualität“ an. Das Opfer wurde offenbar zur Tante gebracht und bekommt professionelle Hilfe. Die Polizei hat die Untersuchung des Falls eingeleitet. In Brasilien werden homophobe und transphobe Verbrechen seit 2019 mit Rassismus gleichgesetzt. Dennoch sind Diskriminierung und Gewalt gegenüber LGBTI* noch immer an der Tagesordnung, berichteten die PinkNews.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

tazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community eintazRazzia in queerem Community-Ort: Alles wegen ein paar TablettenFrankfurter Allgemeine ZeitungMit Hilfe von Leihmutter: Niederländischer Ministerpräsident und sein Verlobter bekommen ein BabyAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Wende im Fall Meiwes

Vorerst keine Entlassung

Armin Meiwes bleibt in Haft. Sein Antrag ist zurückgezogen. Was über die Entscheidung bekannt ist und warum lebenslang nicht nach 15 Jahren endet.
Omas Antwort auf den Hass

„Liebe kennt keine Barrieren“

Nach der Hasswelle gegen Luca und Cristian meldet sich Lucas Oma Loretta zu Wort. Ihr Brief stellt das Glück ihrer Familie an erste Stelle.
Kreativer Widerstand

Zehnkämpfer zeigt Haut aus Protest

Frauenfeindliche sexistische Witze von US-Comedian Shane Gillis sorgen aktuell für viel Empörung. Zehnkämpfer Chase Lathrop antwortet kreativ und sexy
Sorge um queere Sichtbarkeit

Pride-Teams wollen Kräfte bündeln

Mehr als 100 CSD-Veranstalter trafen sich in Recklinghausen. Sie warnen vor Anfeindungen und wollen sich bundesweit stärker unterstützen.
Geheimnisse bei Heated Rivalry

Jacob Tierney erklärt Serienerfolg

Ein neues Buch zeigt, wie „Heated Rivalry“ entstand, welche Szenen gestrichen wurden und was die zweite Staffel vorbereitet.
Rob Jetten wird Vater

Premier erwartet erstes Kind

Niederlands Premierminister Rob Jetten und sein Partner Nicolás Keenan erwarten im Frühjahr 2027 ihr erstes Kind durch eine Leihmutter.
Neue Pornogesetze in England

Verbot von Fetisch-Darstellungen

Großbritannien verschärft das Pornografie-Strafrecht: Ab November werden bestimmte sexuelle Darstellungen im Bereich Fetisch und Rollenspiele verboten
Regenbogen spaltet Amsterdam

Streit um queere Sichtbarkeit

Ein geplanter Regenbogenweg in Amsterdam sorgt für Streit. Während Initiatoren ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen wollen, protestieren Anwohner.
Keine PrEP in der Schweiz?

Ende der Kassenleistung 2027

In der Schweiz ist die Kostenübernahme für die HIV-Schutzpille PrEP nur bis Ende 2026 gesichert. LGBTIQ+-Verbände warnen vor Rückschritten.