Direkt zum Inhalt
Aktivistin Yulja Tsvetkova drohen bis zu 6 Jahre Haft
ANZEIGE

Freiheit und Gerechtigkeit Petition gegen "Homosexuellen-Propaganda-Gesetz"

km - 23.03.2021 - 15:04 Uhr
Loading audio player...

Letztes Jahr verbreitete die queer-feministische russische Aktivistin Yulja Tsvetkova auf ihren sozialen Medien Zeichnungen gleichgeschlechtlicher Familien und Motive zur Inklusionsförderung. Daraufhin wurde sie wegen des „Homosexuellen-Propaganda“-Gesetzes sowie Verbreitung von Pornografie angeklagt.

Inzwischen wurde die Anklageschrift von der Staatsanwaltschaft in der Region Chabarowsk genehmigt. Das bedeutet, dass ihre Anhörung bereits in dieser Woche stattfinden könnte und sie für bis zu sechs Jahre ins Gefängnis muss.  

Es wurde eine Kampagne gestartet, um sich für die Aktivistin einzusetzen und das lächerliche Propaganda Gesetz abzuschaffen. All Out hat in Zusammenarbeit mit dem Moscow Community Center bereits über 160.000 Unterschriften gesammelt. Das nächste Ziel der Petition sind 200.000.

Matt Beard, Geschäftsführer von All Out, äußert sich folgendermaßen zu diesem Fall: „Die russischen Behörden haben alles versucht, um Yulja einzuschüchtern: Sie durchsuchten ihr Haus, stellten sie für mehr als drei Monate unter Hausarrest, ordneten an, dass sie das Land nicht verlassen darf, verhängten zweimal eine Geldstrafe wegen Verstoßes gegen das russische "Homosexuellen-Propaganda"-Gesetz und brachten eine erfundene Anklage wegen "Verbreitung von Pornografie" gegen sie vor. Jetzt kann ihr Prozess jederzeit stattfinden und sie könnte für bis zu sechs Jahre ins Gefängnis gehen. Und das alles nur, weil sie in den sozialen Medien unschuldige Zeichnungen von gleichgeschlechtlichen Familien und Motive zur Förderung von Toleranz und Inklusivität geteilt hat. Niemand sollte strafrechtlich verfolgt werden, nur weil sie ihren Wunsch nach Gleichstellung zum Ausdruck bringen"

© Yulja Tsvetkova

 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Proud Staffel 2

Hoffnung auf Fortsetzung

Die HBO-Serie „Proud“ erzählt die Geschichte eines jungen schwulen Mannes – und die Hoffnung auf eine zweite Staffel wächst.
Star Trek bleibt bunt

Sorge um die Zukunft

Zum 60. Jubiläum feiern LGBTIQ+-Stars die Vielfalt von „Star Trek“ – und warnen zugleich vor einem möglichen Rückschritt bei der Repräsentation.
Denkmal für The Vivienne

Lebensgroße Statue in Liverpool

Liverpool plant eine lebensgroße Statue für The Vivienne und will damit an die Drag-Ikone und ihr Vermächtnis erinnern.
Alte Gerüchte um James Stewart

Hollywood-Legende neu im Fokus

Ein neues Biopic über US-Schauspieler James Stewart bringt alte Hollywood-Gerüchte rund um seine vermeintliche Homosexualität erneut ins Gespräch.
Besonderes "Liebespaar"

Kuss-Paar gewinnt Preis

Bei der Canal Pride Amsterdam wurden die kreativsten Boote für ihre Botschaften zu Vielfalt und Sichtbarkeit geehrt, darunter ein besonderes Kuss-Paar
Viagra gegen Krebs?

Forschung mit neuem Ansatz

Israelische Forscher untersuchen, ob Viagra Krebszellen an der Ausbreitung hindern kann – die ersten Ergebnisse sind vielversprechend.
Senegal verschärft Vorgehen

Acht Frauen festgenommen

Im Senegal wurden acht Frauen wegen lesbischer Beziehungen festgenommen – die Ermittlungen lösten Kritik aus, die Regierung hält an ihrem Kurs fest.
Siege bei Commonwealth Games

Medaillen für LGBTIQ+-Athletinnen

Voller Erfolg: Offen lebende LGBTIQ+-Athletinnen holten bei den Commonwealth Games sieben Medaillen und wären als Team auf Rang 14 gelandet.
DoxyPEP im Supermarkt

Neues STI-Angebot in Großbritannien

Der Drogerieanbieter Superdrug bietet als erster britischer Einzelhändler DoxyPEP an – ein Medikament zur Vorbeugung bestimmter bakterieller STIs.