Direkt zum Inhalt

Annors erste öffentliche Bekenntnis Journalist aus Ghana hat sein öffentliches Coming-out

Von tr - 24.02.2021 - 12:00 Uhr
Ignatius Annor // © instagram.com/ignatiusannor
Foto: Ignatius Annor // © instagram.com/ignatiusannor
ANZEIGE
Loading audio player...

Out.com schreibt über Ignatius Annor. Er lebt in Afrika und führte mit der Moderatorin Ayisha Ibrahim eine spannende Diskussion über die LGBTI*-Szene in Afrika. Dabei enthüllte der Mann aus Ghana seine Homosexualität. Bisher hatte der Journalist sie verschwiegen, aus Angst um seinen Job.  Er arbeitete für den Fernsehsender Accer. In seinem Heimatland ist die gleichgeschlechtliche Beziehung verboten und eine homosexuelle Ehe nicht möglich.

Annors erste öffentliche Bekenntnis

Annor selbst erzählt, dass er das erste Mal ein Medium für seine Stellungnahme nutze. Er setzt sich dafür ein, dass Homosexuelle auch in Afrika zu ihren Rechten kommen. Dafür bekennt er sich öffentlich dazu, selbst schwul zu sein. Annor sagt, er habe seine Wahrheit in der Vergangenheit geleugnet. Doch jetzt akzeptiert er diese und lebe danach. Allerdings nahm seine Mutter das Coming-out nicht gut auf. Für sie war er von einem Dämon besessen. Sie betete für ihn und fürchtete um sein Leben.

Ghana verbietet Homosexualität

In der Republik Ghana ist das „unnatürlich fleischliche Wissen“ verboten. Die Behörden beziehen sich damit darauf, dass die „penile Penetration von etwas anderem als der Vagina“ verboten ist. So steht es in Abschnitt 104 in Strafgesetzbuch der Republik. Es stammt aus dem Jahr 1960. Mit diesen Regeln sind auch gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften oder Ehen nicht anerkannt. Davon will die Republik nicht abweichen, ganz im Sinne der „öffentlichen Moral“.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

tazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community eintazRazzia in queerem Community-Ort: Alles wegen ein paar TablettenFrankfurter Allgemeine ZeitungMit Hilfe von Leihmutter: Niederländischer Ministerpräsident und sein Verlobter bekommen ein BabyAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Kreativer Widerstand

Zehnkämpfer zeigt Haut aus Protest

Frauenfeindliche sexistische Witze von US-Comedian Shane Gillis sorgen aktuell für viel Empörung. Zehnkämpfer Chase Lathrop antwortet kreativ und sexy
Sorge um queere Sichtbarkeit

Pride-Teams wollen Kräfte bündeln

Mehr als 100 CSD-Veranstalter trafen sich in Recklinghausen. Sie warnen vor Anfeindungen und wollen sich bundesweit stärker unterstützen.
Geheimnisse bei Heated Rivalry

Jacob Tierney erklärt Serienerfolg

Ein neues Buch zeigt, wie „Heated Rivalry“ entstand, welche Szenen gestrichen wurden und was die zweite Staffel vorbereitet.
Rob Jetten wird Vater

Premier erwartet erstes Kind

Niederlands Premierminister Rob Jetten und sein Partner Nicolás Keenan erwarten im Frühjahr 2027 ihr erstes Kind durch eine Leihmutter.
Neue Pornogesetze in England

Verbot von Fetisch-Darstellungen

Großbritannien verschärft das Pornografie-Strafrecht: Ab November werden bestimmte sexuelle Darstellungen im Bereich Fetisch und Rollenspiele verboten
Regenbogen spaltet Amsterdam

Streit um queere Sichtbarkeit

Ein geplanter Regenbogenweg in Amsterdam sorgt für Streit. Während Initiatoren ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen wollen, protestieren Anwohner.
Keine PrEP in der Schweiz?

Ende der Kassenleistung 2027

In der Schweiz ist die Kostenübernahme für die HIV-Schutzpille PrEP nur bis Ende 2026 gesichert. LGBTIQ+-Verbände warnen vor Rückschritten.
Regenbogen-Steine für alle

Dragqueen rettet LGBTIQ+-Symbol

Nach dem Abriss eines Regenbogen-Zebrastreifens in Miami Beach verkauft eine Dragqueen dessen Pflastersteine nun für den guten Zweck.
Razzia in queerem Zentrum

Protest nach Einsatz in Berlin

Eine Polizeidurchsuchung im queeren Zentrum Casa Kuà in Berlin-Kreuzberg löst Proteste aus. Die Linke kritisiert den Einsatz scharf.