Direkt zum Inhalt

In Tschechien nicht anerkannt Homosexuelle Adoptiveltern sind nicht erwünscht

Von co - 13.01.2021 - 13:00 Uhr
Homosexuelle Adoptiveltern sind nicht erwünscht
Foto: © svetikd
ANZEIGE
Loading audio player...

Gleichgeschlechtliche Paare können in Tschechien nicht heiraten, adoptieren dürfen aber nur verheiratete Paare. Also schlug das Gericht in Prag vor, das internationale Privatrecht so zu verändern, dass homosexuelle Paare, die sich im Ausland trauen ließen, in Tschechien anerkannt werden und damit als Adoptiveltern zulässig sind. Am Montag lehnte das Verfassungsgericht den Vorschlag ab: Laut Expats.cz könne eine solche Änderung dazu genutzt werden, um das Adoptionsgesetz im Ausland zu „umgehen“.

Hintergrund der Entscheidung waren ein Tscheche und ein Staatsbürger von Trinidad und Tobago, die gemeinsam in den USA leben. Ein Gericht in New Jersey gestand ihnen zu, zwei Kinder mit der amerikanischen Staatsbürgerschaft zu adoptieren. Doch die beiden Männer fürchteten rechtliche Komplikationen, wenn sie mit den Kindern nach Tschechien reisten. Also baten sie das Gericht in Nymburk darum, die amerikanische Adoption anzuerkennen. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt: Das internationale Privatrecht lasse es nicht zu, dass man eine Entscheidung genehmige, die gegen tschechisches Recht verstoße.

Anzeige

Auch Interessant

Kreativer Widerstand

Zehnkämpfer zeigt Haut aus Protest

Frauenfeindliche sexistische Witze von US-Comedian Shane Gillis sorgen aktuell für viel Empörung. Zehnkämpfer Chase Lathrop antwortet kreativ und sexy
Sorge um queere Sichtbarkeit

Pride-Teams wollen Kräfte bündeln

Mehr als 100 CSD-Veranstalter trafen sich in Recklinghausen. Sie warnen vor Anfeindungen und wollen sich bundesweit stärker unterstützen.
Geheimnisse bei Heated Rivalry

Jacob Tierney erklärt Serienerfolg

Ein neues Buch zeigt, wie „Heated Rivalry“ entstand, welche Szenen gestrichen wurden und was die zweite Staffel vorbereitet.
Rob Jetten wird Vater

Premier erwartet erstes Kind

Niederlands Premierminister Rob Jetten und sein Partner Nicolás Keenan erwarten im Frühjahr 2027 ihr erstes Kind durch eine Leihmutter.
Neue Pornogesetze in England

Verbot von Fetisch-Darstellungen

Großbritannien verschärft das Pornografie-Strafrecht: Ab November werden bestimmte sexuelle Darstellungen im Bereich Fetisch und Rollenspiele verboten
Regenbogen spaltet Amsterdam

Streit um queere Sichtbarkeit

Ein geplanter Regenbogenweg in Amsterdam sorgt für Streit. Während Initiatoren ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen wollen, protestieren Anwohner.
Keine PrEP in der Schweiz?

Ende der Kassenleistung 2027

In der Schweiz ist die Kostenübernahme für die HIV-Schutzpille PrEP nur bis Ende 2026 gesichert. LGBTIQ+-Verbände warnen vor Rückschritten.
Regenbogen-Steine für alle

Dragqueen rettet LGBTIQ+-Symbol

Nach dem Abriss eines Regenbogen-Zebrastreifens in Miami Beach verkauft eine Dragqueen dessen Pflastersteine nun für den guten Zweck.
Razzia in queerem Zentrum

Protest nach Einsatz in Berlin

Eine Polizeidurchsuchung im queeren Zentrum Casa Kuà in Berlin-Kreuzberg löst Proteste aus. Die Linke kritisiert den Einsatz scharf.