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Pam Ann // © Archiv

Pam Ann Plane Filthy

ds - 03.10.2014 - 09:30 Uhr
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Caroline Reid hat Fans rund um den Erdball. Und selbst Madonna beweist endlich mal Geschmack, wenn sie sagt, dass sie sie „cruelly funny“ findet. Doch damit meint sie nicht etwa Caroline Reid selbst und an sich – vielmehr ist hier die Rede von Carolines Alter Ego „Pam Ann“.

Im Jahr 1996 ins Leben gerufen, ist der Name Pam Ann natürlich ein gewolltes Wortspiel und eine Anlehnung an die ehemalige Fluglinie Pan Am, eine der größten Fluglinien Amerikas, bis zu ihrem Ende im Jahr 1991. An ihrem Ende ist Pam Ann dagegen noch lange nicht angelangt: Seit Erfindung der schrillen Stewardess tourt sie quer durch alle Länder und hat dabei nahezu jedes Jahr eine neue Show auf Lager. Dass ihre sensationellen Shows meist schon Wochen vorher ausverkauft sind, beweist einmal mehr, welcher Beliebtheit sich die Kunstfigur erfreuen kann. Und das trotz – oder gerade wegen – ihrer komplett politisch unkorrekten Art, sich über das Geschehen an Bord eines Fluges auszudrücken.

Mit zwar meist einfarbigen, aber dennoch schrillen Kostümen, passenden Taschen und Stiefeln, einer Frisur, die so hochtoupiert ist, dass sie nicht selten an den Helm von Darth Vader erinnert, zieht Pam Ann lautstark und ohne auf eine FSK-Begrenzung zu achten her über das, was in der Luft geschieht. Mit einer Fäkalsprache, die einem den Tomatensaft im Becher gefrieren lässt, und einem kontrastreichen, aber zum Outfit passenden Make-Up, ist Pam Ann der ungeschlagene Star einer One-Woman-Show, bei der zahlreiche Charaktere gezeigt werden. Und keiner davon kommt gut weg bei dem, was Pam Ann zu sagen hat. Jeder ist dran, jeder ist fällig: Ob die Fluglinie selbst, das bezaubernde Bordpersonal oder die überaus fähigen Piloten, frei nach dem Motto „Was trennt vier Schlampen von zwei Alkoholikern? Die Cockpit-Tür!“ wird jeder Beteiligter quer durch einen pinkfarbenen Kakao gezogen.

Überraschenderweise findet man im Publikum dann doch nicht selten zahlreiche Piloten und Flugbegleiter wieder, die sich den Spaß gefallen lassen – müssen. Denn Caroline Reid fliegt gern und sammelt so zahlreiche Anekdoten, die sie nach Auswertung dann zu einer neuen Show zusammenfügt. Dabei versteht es Caroline perfekt, die jeweiligen Personen haargenau in ihrer Darstellung zu treffen, und trotz überspannter Überzeichnung erkennt man perfekt den Kern des Humors. Einer der viele Gründe, warum das Publikum neben Flugangestellten auch aus queerem Publikum besteht.

Und so ist „Pam Ann Airways“ eine Fluggesellschaft, bei der selbst Flugangsthasen gern mit einsteigen. Kein Wunder, dass die Zwischenstopps, die die Grand Dame endlich mal wieder in Deutschland einlegt, schon nahezu ausverkauft sind! Die Airbitch herself, die gerade noch in New York die dortige Anwohnerschaft über die neuesten Errungenschaften des Luftverkehrs informiert hat, tut dies nun auch für die deutschen Fans – völlig selbstlos natürlich. Ihr sensationelles, neues Programm führt sie dazu nach Düsseldorf und Berlin, wo sie die idealen Bedingungen für einen Gleitflug mit anschließender sanfter Landung vorfindet. Mit ihrem weltbekannten und einmalig klassisch-britischen Humor nimmt sie erneut die großen internationalen Fluglinien aufs Korn und vermittelt gestenreich und ausdrucksstark, was für Flugreisende das tägliche Leid ist. Die Reise vom Check-In zur hoffentlich schmerzfreien Landung wird die Lachmuskeln aufs Ärgste strapazieren, und man darf sogar schlecht in Fremdsprachen sein – Pam Anns englischsprachige Show versteht jeder. Wie sie dabei die Sicherheitskontrollen überwindet, den Nacktscanner vermeidet und „Persons Of Interest“ ortet, wird schon jetzt von ihren zahlreichen Fans heiß erwartet. Es heißt also anschnallen, Rückenlehnen hochstellen, den Klapptisch dem Vordermann ins Kreuz hauen und Tickets bestellen!

Pam Ann – Plane Filthy Tour

16. Oktober – Savoy Theater – Düsseldorf
18. und 19. Oktober – Bernhard Theater – Zürich
27. und 28. Oktober – Admiralspalast – Berlin
Tickets unter
www.pamann.com

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