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Equality Parade // © Archiv
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Warschau Equality Parade

nb - 26.02.2019 - 07:00 Uhr
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Im Jahr 2001 fand in Warschau (Polen) die erste „Parada Równości“, zu Deutsch „Gleichheitsparade“ der LGBTI*-Community statt. Einige hundert queere Menschen gingen damals auf die Straße, zum ersten Male in einem der ehemals kommunistischen Länder in Osteuropa. Das war ein mutiges Zeichen in dem tief katholischen Land, konnte aber  in den Jahren 2004 und 2005 nicht wiederholt werden, da die Parade vom damaligen Warschauer Bürgermeister Lech Kaczyński offiziell verboten wurde. Er kam am 10. April 2010 bei einem Flugzeugunglück ums Leben, aber seine Partei, unter der Führung seines Bruder Jaroslaw mit einem nationalkonservativen Programm, grenzt nach wie vor Lesben, Schwule und Transgender aus. Ganz allgemein ist die Homophobie in Polen noch immer sehr groß.

In diesem Jahr wird es nun am 3. Juni eine Equality Parade (Gleichheitsparade) geben.

Diese jährliche Veranstaltung soll der Förderung von Akzeptanz, Integration und Vielfalt dienen. Dabei wird sich die Gleichheitsparade nicht nur auf die Belange der LGBTI* beziehen, sondern sich auch dafür stark machen, gleiche Rechte für alle Gruppen zu fordern, die unter Diskriminierungen leiden. Dazu zählen ebenso Menschen mit Behinderungen, ethnische und religiöse Minderheiten und auch Tiere.

Einige der Forderungen, welche bei der Parade zum Ausdruck kommen sollen sind:

  • eine aktive Anti-Diskriminierungspolitik und die Pflicht des Landes den Schutz vor Diskriminierungen und Ausgrenzungen für alle Minderheiten sicher zu stellen.
  • Transrechte müssen Menschenrechte sein und dazu gehören Änderungen gesetzlicher Vorschriften um medizinische und rechtliche Verfahren für transsexuelle Menschen zu erleichtern.
  • Alle LGBTI* müssen vor Hassreden und Hassverbrechen geschützt werden. Auch gesetzliche Regelungen müssen verändert werden, wenn Verbrechen stattfinden aufgrund eines Hasses gegen LGBTI*.
  • Das Ehe und Partnerschafts-Recht muss für alle LGBTI* verbessert werden und Sicherheiten oder gegenseitigen Verpflichtungen gewährleisten.
  • Räumliche Ausgrenzung ist eine soziale Ausgrenzung. Städte ohne Barrieren lautet die Forderung und das bedeutet eine Abschaffung von Barrieren, welche den Zugang zu Kulturgütern, Unterhaltung und anderen öffentlichen Plätzen für Menschen mit jeglicher Art von Behinderung beschränken.
  • Auch sollen härtere Strafen für Tiermissbrauch eingeführt werden. Tiere brauchen mehr Schutz durch eine Verschärfung der Vorschriften gegen Tiertötung und Tiermissbrauch. Verbrechen dieser Art sollen härter bestraft werden.
  • Nicht zuletzt geht es bei der Parade auch um die Abschaffung der bi-, trans- und Heterophobie bei den LGBTI*.

 

Die Organisatoren hoffen auf eine wachsende Zahl an Teilnehmern bei dieser Parade. Da die Kosten für die Parada Równości in diesem Jahr aber ebenfalls steigen werden, haben sich die Organisatoren der Veranstaltung dafür entschieden, sich von den unregelmäßig und stark schwankenden finanziellen Unterstützungen der öffentlichen und privaten Einrichtungen unabhängig zu machen. Man zählt deshalb auf ein Crowdfunding und hofft damit auf die Großzügigkeit der Teilnehmer.

 

Durch einen Klick auf einen Link kann man das Projekt unterstützen, um die Durchführung der Gleichheitsparade in 2017 sicher zu stellen:

www.pomagam.pl/parada2017

www.paradarownosci.eu

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