Saw-Website Neues zum Fall Yelena Grigoryeva
Die Leiche der russischen LGBTI*-Aktivistin Yelena Grigoryeva wurde im Gebüsch nahe ihrer Wohnung gefunden. Wie die Moskauer Times berichtet, hatte sie zuvor Todes- und Gewaltandrohungen erhalten, die sie bei der Polizei angab. Diese unternahm jedoch nichts zu ihrem Schutz, wie ihre Mit-Aktivistin Dinar Idrisov am vergangenen Montag auf Facebook schrieb.
Laut der BBC bestätigte die Polizei bisher weder, dass sie von den Morddrohungen wusste, noch ob der Mord tatsächlich mit Grigoryevas Einsatz für die LGBTI*-Community zu tun hatte. Wie die russische Nachrichtenseite Fontanka berichtete, wurde ein Verdächtiger festgenommen.
Grigoryeva wurde auf der von Saw inspirierten homophoben Website „Chechnya’s Rückkehr“ aufgeführt, die schon seit April 2018 „Homo-Jäger“ dazu aufrief, persönliche Daten von LGBTI*-Aktivisten herauszufinden und zu veröffentlichen. GayStarNews zufolge konnte man für 200 Rubel (2,50 Euro) die Datenbank durchsuchen und sich für 1500 Rubel (21 Euro) davon entfernen lassen. Die Webadresse wurde vergangene Woche erneut gesperrt.