Twitter entschuldigt sich Gezielte Werbebotschaften an Homophobe und Neo-Nazis
Auf Twitter konnten Werbetreibende gezielt Beiträge an Personen schalten, welche die Plattform als „weiße Rassisten“, „Homophobe“, „Transphobe“ oder „LGBTI*-feindlich“ kennzeichnete. So konnten Werbetreibende ihre Botschaften beispielsweise auch gezielt an „Neo-Nazis“ richten und damit 67.000 bis 81.000 Menschen erreichen. Außerdem war es möglich, besonders gefährdete junge Menschen mit den Keywords „anorexisch“ und „bulimisch“ zu erreichen. Das deckte eine Untersuchung der BBC auf.
Das berge laut Aktivisten natürlich die Gefahr der Radikalisierung: „Ich kann mir vorstellen, dass das genutzt wird, um Engagement zu fördern und die Überzeugung von Personen zu vertiefen, die schon gewisse Übereinstimmung mit intoleranten Beweggründen und Ideen zeigen“, so Patrik Hermansson von Hope Not Hate.
Twitter schrieb: Normalerweise banne man sensible oder diskriminierende Schlüsselwörter und halte diese schwarze Liste immer aktuell. In diesem Fall sei es möglich gewesen, einige dieser Begriffe zur Zielgruppen-Findung einzusetzen – obwohl das in den Geschäftsbedingungen der Social-Media-Plattform ausdrücklich verboten ist. Der Fehler wurde mittlerweile korrigiert.