Queere Identität, Gemeinschaft und Liebe stehen im Zentrum von „Tim Walker’s Fairyland: Love and Legends“. Die Ausstellung in der Londoner National Portrait Gallery läuft noch bis zum 7. Februar 2027. Für einen Winteraufenthalt in der britischen Hauptstadt ist sie damit ein konkreter Kulturtermin mit genügend Vorlauf.
Porträts mit Raum für Fantasie
Walker hat für das Projekt über fünf Jahre Aktivisten, Künstler, Autoren und Menschen aus der Performance-Szene fotografiert. Die von Susanna Brown kuratierte Ausstellung verbindet Porträts mit der fantasievollen Bildsprache des Fotografen. Es geht um Menschen, die queeres Leben prägen, und um die Möglichkeiten, sie jenseits eines nüchternen Porträts darzustellen.
Für die Betrachtung ist dabei ein Unterschied spannend: Ein Bild kann Wiedererkennbarkeit herstellen und zugleich eine Rolle, eine Fantasie oder einen Wunsch sichtbar machen. Wer durch die Schau geht, kann darauf achten, wie Kleidung, Landschaft und Requisiten das Verhältnis zwischen der Person und ihrer Inszenierung verändern.
Was die Eintrittskarte kostet
Die Galerie nennt reguläre Preise von 23 Pfund von Montag bis Donnerstag und 25 Pfund von Freitag bis Sonntag. Daneben werden freiwillige Spendenoptionen angeboten. Die Ausstellung befindet sich im Erdgeschoss. Eine frühzeitige Buchung wird empfohlen; freie Zeitfenster und Ermäßigungen sollten direkt beim Museum geprüft werden.
Der allgemeine Besuch eines Museums und eine kostenpflichtige Sonderausstellung sind bei der Planung getrennt zu betrachten. Wer ein enges Reisebudget hat, sollte daher zuerst den konkreten Ausstellungseintritt prüfen und erst danach den restlichen Tag darum aufbauen. Auch ein Zeitfenster am Anreisetag braucht einen ausreichenden Puffer für mögliche Verspätungen.
Inhaltshinweise vor dem Besuch lesen
Das Museum weist auf Nacktheit, erwachsene Themen und teilweise sexuelle Darstellungen hin. Ein gesondert gekennzeichneter Bereich im letzten Raum enthält explizite Bilder und wird für unter 18-Jährige nicht empfohlen. Kinder unter 14 Jahren müssen in der Galerie von einem Erwachsenen begleitet werden.
Solche Angaben helfen, den Besuch selbstbestimmt zu planen. Sie sagen nichts darüber aus, wie eine einzelne Person auf die Arbeiten reagieren wird. Wer mit anderen reist, kann vorab besprechen, ob alle die gesamte Schau gemeinsam sehen möchten oder sich einzelne Bereiche getrennt ansehen.
So wird daraus mehr als ein Fototermin
Es lohnt sich, einzelnen Bildern etwas Zeit zu geben. Welche Person wird zuerst gesehen, welche Details erst später? Verändert sich der Eindruck mit größerem Abstand? Ein kurzer Austausch nach der Ausstellung kann ergiebiger sein als der Versuch, jede Arbeit sofort festzuhalten. Für eigene Aufnahmen gelten die Regeln des Museums.
Weitere Informationen: offizielle Ausstellungsseite.
Stand: 7. November 2026.