Ulrike Folkerts und Katharina Schnitzler sind seit 23 Jahren ein Paar. An den Anfang ihrer Liebe erinnert sich die Schauspielerin noch genau: eine Party in Berlin, ein Abend mit schlechter Laune – und dann die Begegnung, die alles veränderte. In einem von BUNTE.de veröffentlichten Interview erzählt sie, wie sie ihre Partnerin kennenlernte.
Das Wichtigste im Überblick
- Ulrike Folkerts und die Künstlerin Katharina Schnitzler sind seit 23 Jahren zusammen.
- Die Schauspielerin beschreibt die Begegnung in Berlin als Liebe auf den ersten Blick.
- Im Alltag lassen sich beide Raum für ihre eigene künstlerische Arbeit.
- Mit „Glück gefunden“ haben sie auch ein gemeinsames Buch veröffentlicht.
Der Mut zum ersten Schritt
Eigentlich war Folkerts an jenem Abend nicht zum Feiern zumute. Eine bevorstehende Operation und die damit verbundene Drehpause belasteten sie. Dann sah sie Schnitzler. Folkerts zufolge ging die Initiative von ihr aus; um ihre spätere Partnerin anzusprechen, musste sie sich allerdings überwinden.
Aus dem Moment wurde eine dauerhafte Beziehung. „Wir wachen jeden Morgen auf und sind glücklich, dass wir diesen Moment hatten“, sagt Folkerts im BUNTE-Interview. Die Erinnerung an den Beginn ist für sie auch nach mehr als zwei Jahrzehnten noch präsent.
Zusammenleben mit Freiräumen
Wie die beiden ihren Alltag gestalten, haben sie im April auch dem Berliner Stadtmagazin mein/4 in einem gemeinsamen Interview erzählt. Folkerts schildert einen Rhythmus, den sie besonders genießt: Nach dem Frühstück widmet sich Schnitzler ihrer Kunst, während sie selbst schreibt. Später verbringen sie wieder Zeit miteinander.
Die unterschiedlichen Arbeitswelten bleiben dabei spürbar. Beim Drehen ist Folkerts über mehrere Wochen in einen eng organisierten Ablauf eingebunden. Schnitzler arbeitet dagegen häufig allein im Atelier. Folkerts spricht mit großem Respekt über die Selbstdisziplin, die dafür nötig ist. Beide tauschen sich über ihre Arbeit aus und erleben auch die Unsicherheit der anderen vor öffentlichen Auftritten mit.
Folkerts beschreibt zudem, dass Schnitzler ihren Umgang mit Aufmerksamkeit verändert habe. Begegnungen mit Menschen, die sie aus dem Fernsehen kennen, könne sie inzwischen offener erleben. Zu Hause müsse sie sich nicht ständig über den Schauspielberuf definieren.
Katharina Schnitzlers eigene Kunst
Schnitzler arbeitet mit Malerei, Zeichnung und Installationen. Auf ihrer eigenen Website stellt sie unter anderem Werke mit Textilien vor. Ihre Arbeiten verbinden verschiedene Materialien und Schichten; die Serie „Auflösung“ gehört ebenso dazu wie „COVER“.
Ein gemeinsames Projekt des Paares ist der Bild- und Textband „Glück gefunden“. Folkerts führt das Buch auf ihrer Website mit 13 persönlichen Geschichten auf, die sich unter anderem mit Freundschaft, Kreativität und Jahreszeiten beschäftigen. 2008 und 2009 stellten die beiden den Band bei gemeinsamen Lesungen vor.
Persönliche Geschichten von Liebe
Mit ihren Erzählungen machen Folkerts und Schnitzler eine langjährige lesbische Partnerschaft sichtbar: vom ersten Ansprechen bis zum Alltag zweier Künstlerinnen mit eigenen Aufgaben und gemeinsamen Projekten. Auch Schauspielerin Manuela Wisbeck sprach über das Kennenlernen ihrer Partnerin – in ihrem Fall begann die Beziehung mit einer Begegnung im Internet.