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Schutz für queere Jugendliche Neun Millionen US-Dollar für trans* Minderjährige in NYC

Von ms - 09.10.2026 - 13:00 Uhr
Schutz für queere Jugendliche
Foto: IMAGO / MediaPunch
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Die Stadt New York will die medizinische Versorgung trans* Minderjähriger mit einer Investition von knapp neun Millionen US-Dollar sichern. Das Geld soll gemeinnützigen Organisationen zugutekommen, die geschlechtsangleichende Behandlungen anbieten oder vermitteln. Hintergrund ist die Entscheidung mehrerer großer Krankenhäuser, entsprechende Angebote unter dem Druck der Regierung von US-Präsident Donald Trump einzustellen.

Das Wichtigste im Überblick

  • New York City will knapp neun Millionen US-Dollar an gemeinnützige Organisationen vergeben, die geschlechtsangleichende Behandlungen für Minderjährige anbieten.
  • Mehrere große New Yorker Kliniken haben entsprechende Behandlungsprogramme unter dem Druck der Trump-Regierung zuvor beendet.
  • Bürgermeister Zohran Mamdani hatte bereits im Juni ein Programm über insgesamt 15 Millionen Dollar angekündigt.
  • Das US-Justizministerium prüft mögliche Gesetzesverstöße. Kritiker werfen der Regierung Einschüchterung vor.

Dringender Handlungsbedarf

Das New Yorker Gesundheitsamt (New York City Department of Health and Mental Hygiene, NYC DOHMH) plant deshalb, neue Vertragspartner zu gewinnen, die einen Teil der weggefallenen Versorgung übernehmen können. Die Finanzierung ist Bestandteil eines umfassenderen Programms von Bürgermeister Zohran Mamdani. Der Demokrat hatte zuvor bereits im Juni angekündigt, insgesamt 15 Millionen Dollar bereitzustellen, um den Zugang zu medizinischen Leistungen für trans* Jugendliche zu verbessern. Nach Angaben der Stadt besteht ein erheblicher Bedarf an entsprechenden Behandlungsmöglichkeiten. In den Unterlagen zur geplanten Finanzierung ist von einem „dringenden Bedarf an geschlechtsangleichenden medizinischen Leistungen“ die Rede.

Deshalb will die Gesundheitsbehörde ein beschleunigtes Vergabeverfahren nutzen. Vorgesehen ist eine sogenannte Negotiated Acquisition, bei der Verträge nach direkten Verhandlungen mit geeigneten Organisationen vergeben werden können. Das Gesundheitsamt beschreibt den geplanten Leistungsumfang folgendermaßen: „Das New Yorker Gesundheitsamt wird Verträge mit Organisationen abschließen, die geschlechtsangleichende medizinische Behandlungen für Patienten unter 18 Jahren anbieten oder deren Bereitstellung ermöglichen. Dazu gehören die Verschreibung und Verabreichung von Pubertätsblockern und Hormonersatztherapien für alle minderjährigen Patienten, bei denen diese Leistungen nach den geltenden medizinischen Behandlungsstandards notwendig sind. Die Behandlungen werden von qualifizierten medizinischen Fachkräften mit gültiger Berufszulassung des Bundesstaates New York durchgeführt und erfolgen im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen des Bundesstaates zur elterlichen Einwilligung.“ 

Damit sollen medizinische Leistungen finanziert werden, die nach den geltenden fachlichen Standards als notwendig eingestuft werden. Die gesetzlichen Vorgaben zur Zustimmung der Eltern bleiben bestehen. Als mögliche Partner hat die Stadt bislang zwei Einrichtungen identifiziert: das Callen-Lorde Community Health Center und die Nonprofit Organization for Philanthropic Initiatives (NOPI). Mit ihnen könnten dreijährige Verträge abgeschlossen werden. Die Organisationen sollen dabei helfen, die bereitgestellten Mittel an geeignete Anbieter medizinischer Leistungen weiterzuleiten. Als Vertragsbeginn ist der 1. Februar 2027 vorgesehen. Die Stadt sucht zugleich nach weiteren möglichen Partnern.

Proteste gegen Krankenhäuser

Die Ankündigung der neuen Finanzierung folgt auf mehrere Protestaktionen gegen New Yorker Krankenhäuser. Erst zwei Wochen zuvor hatten sich Dutzende Menschen vor dem Krankenhaus NYU Langone Health versammelt. Unter den Demonstranten befand sich auch der trans* Schauspieler Elliot Page. Die Klinik gehört zu drei großen Krankenhäusern in New York City, die zuletzt ihre geschlechtsangleichenden Behandlungsangebote für Minderjährige eingestellt haben. Die Entscheidungen stehen im Zusammenhang mit dem Druck der Trump-Regierung auf medizinische Einrichtungen, die trans* Jugendliche behandeln. Viele Demonstranten warfen dem Krankenhaus vor, vor der Regierung Trump „in die Knie gegangen“ zu sein.

Der Konflikt um die Versorgung trans* Minderjähriger hat sich unter der Trump-Regierung erheblich verschärft. Bereits 2025 begann das US-Justizministerium, Krankenhäusern im gesamten Land zivilrechtliche Vorladungen zur Herausgabe von Unterlagen zuzustellen. Die Behörde versuchte damit unter anderem, persönliche medizinische Daten trans* Jugendlicher zu erhalten. Gleichzeitig drohte die Regierung Krankenhäusern, die weiterhin entsprechende Behandlungen anbieten, mit dem Entzug von Bundesmitteln. Nach Darstellung des Justizministeriums sollen die Ermittlungen mögliche Verstöße gegen geltendes Bundesrecht aufdecken.

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