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Killeraussage von Matthew Lillard
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Matthew Lillard schämt sich „Ich habe das vermasselt“, betont der Liebling der Community

ms - 18.09.2026 - 13:30 Uhr
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Matthew Lillard (56) hat seine Entscheidung, in „Scream 7“ mitzuspielen, öffentlich bereut. Der Schauspieler äußerte sich bei einer Vorführung des ersten „Scream“-Films in Austin im US-Bundesstaat Texas. Anlass war das 30-jährige Jubiläum des Kinostarts des Horrorfilms.

Das Wichtigste im Überblick

  • Matthew Lillard bezeichnet seine Entscheidung, für „Scream 7“ zurückzukehren, als Fehler und sagt, er schäme sich dafür.
  • Melissa Barrera war 2023 nach Äußerungen zum Konflikt zwischen Israel und Palästina aus der „Scream“-Reihe entlassen worden.
  • Lillard sagt, Barrera stehe „auf der richtigen Seite der Geschichte“.
  • Der Schauspieler erklärt, dass er und seine Frau „queere Kinder“ großziehen und er sich deshalb für queere und trans* Menschen einsetzen wolle.
  • Lillard spielte bereits im ersten „Scream“-Film von 1996 Stu Macher und kehrte für den siebten Teil zurück.
  • Der 56-Jährige ist seit dem ersten Scream-Film ein Liebling der schwulen Community. 

Einsatz für die Community

Auf die Frage eines Fans, wie schwierig es für Personen des öffentlichen Lebens sei, sich zu kontroversen Themen wie dem Krieg im Gazastreifen, dem Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE gegen Migranten oder den Rechten von LGBTIQ+-Menschen zu äußern, sagte Lillard: „Ich weiß nicht, wie ich es sonst machen soll. Ich habe queere Kinder. Wenn ich mich nicht für queere Kinder oder Kinder aus der trans* Community einsetze, was zum Teufel mache ich dann? Wenn ich mich nicht gegen ICE stelle, was zum Teufel mache ich dann?“ Gleichzeitig räumte er ein: „Ich glaube nicht, dass es immer einfach ist.“

Lillard war 1996 als Stu Macher eine der zentralen Figuren des ersten „Scream“-Films und hat sich seitdem zu einem Liebling der schwulen Community gemausert. Er bezeichnete sich und seinen damaligen Filmpartner scherzhaft als „die ersten Ehemänner des Horrors“. Für „Scream 7“ kehrte er erneut zur Reihe zurück. Der siebte Teil sollte ursprünglich von dem offen schwulen Filmemacher Christopher Landon inszeniert werden. Landon verließ das Projekt in der Woche nach Barreras Entlassung. Barrera hatte in sozialen Medien ihre Unterstützung für die „palästinensische Sache“ geäußert und das Vorgehen Israels kritisiert. Sie warf dem jüdischen Staat „Völkermord und ethnische Säuberung“ vor. Die Produktionsfirma des Films bezeichnete ihre Instagram-Beiträge als „Hassrede“.

Entlassung nach Kontroverse 

Wie Variety berichtete, erklärte Spyglass Entertainment, Barrera trotz ihrer Hauptrollen in zwei Filmen der Reihe und ihrer geplanten wichtigen Rolle in „Scream 7“ entlassen zu haben. Das Unternehmen verwies auf eine „Null-Toleranz gegenüber Antisemitismus oder der Aufstachelung zu Hass in jeglicher Form, einschließlich falscher Bezüge auf Völkermord, ethnische Säuberungen, Holocaust-Verfälschung oder allem, was eindeutig die Grenze zur Hassrede überschreitet“.

Lillard stellte sich nun deutlich hinter Barrera. „Melissa Barrera, die eine großartige Schauspielerin ist, wurde wegen dessen entlassen, was sie nach dem ganzen Palästina-Ding – nachdem das in Israel begonnen hatte – gesagt hatte. Das ist wirklich verdammter Mist und wirklich schwierig, und sie steht auf der richtigen Seite der Geschichte. Wenn sie anfangen, dir wegen so etwas deinen Job wegzunehmen, sind manche Dinge es wert.“ Zugleich sagte Lillard, er bedauere, sich damals nicht ebenfalls öffentlich zu dem Konflikt im Nahen Osten geäußert zu haben. „Als das mit Melissa passiert ist, hat die ganze Welt nicht den Mund aufgemacht. Aber sie war ein Jahr zu früh mit dem, was zum Teufel da vor sich geht. Doch die ganze Welt hätte aufstehen und sagen sollen: ‚Sie hat recht.‘ Und das haben sie nicht getan. Und das ist brutal.“

Reue über Filmteilnahme 

Nach Angaben von Entertainment Weekly“ erklärte Barrera später, dass Angebote für neue Jobs ausblieben, nachdem sie aus der „Scream“-Reihe gestrichen worden war. Lillard sagte, ihm sei zu spät bewusst geworden, dass er mit seiner Rückkehr zum Film „auf der falschen Seite der Geschichte“ gestanden habe. „Ich bin zurückgegangen, um ‚Scream‘ zu machen, und ich wurde dafür kritisiert. Und ich dachte: ‚Oh, verdammt. Das ist brutal.‘ Ich fühle mich deswegen schlecht. Ich schäme mich dafür. Denn in diesem Moment war ich einfach so begeistert, zurückzukehren, dass ich nicht wirklich über Melissa und ihren Weg nachgedacht habe. Ich habe nicht Nein gesagt. Ich bin verlegen; das ist die Wahrheit. Das habe ich vermasselt. In dieser Hinsicht stehe ich auf der falschen Seite der Geschichte. Ich mag es trotzdem, in dem Film mitzuspielen, aber vielleicht war es nicht die beste Idee.“

Boykott verpufft 

Unterstützer von Barrera hatten zum Boykott von „Scream 7“ aufgerufen. Bei der Premiere des Films im Februar in Los Angeles kam es zu Protesten. Auch die queere Schauspielerin Anna Camp geriet im Zusammenhang mit dem Boykott in die Kritik. Die 43-Jährige, bekannt aus „Pitch Perfect“, hatte einen Beitrag weiterverbreitet, der einen von Fans organisierten Boykott zur Unterstützung Barreras verspottete. Darin hieß es: „Der Boykott hat nicht funktioniert, die Kritiker haben nicht funktioniert, die erbärmlichen Leaks haben nicht funktioniert. Was funktioniert hat, waren die Zuschauer, die ins Kino gingen und den Film zu einem Erfolg machten. #Scream7.“ Als Hintergrundmusik wurde Taylor Swifts Lied „Karma“ verwendet. Im März entschuldigte Camp sich dafür.

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