Direkt zum Inhalt
FBI nimmt Podcaster fest
ANZEIGE

FBI nimmt Podcaster fest Drohungen eines Gay-Online-Creators gegen Präsident Trump

ms - 08.09.2026 - 08:00 Uhr
Loading audio player...

Der schwule christliche Podcaster Benjamin Azariah Southworth ist nach mutmaßlichen Drohungen gegen US-Präsident Donald Trump und dessen persönlichen Anwalt jetzt festgenommen worden. Southworth ist 40 Jahre alt. Eine Grand Jury hat jetzt wegen mehrerer Vorwürfe auf Bundesebene angeklagt. Nach Angaben von Bill Essayli, dem Ersten stellvertretenden US-Staatsanwalt für den Central District of California, geht es um „Drohungen, den Präsidenten zu töten, Cyberstalking und belästigende Anrufe über Bundesstaatsgrenzen hinweg“.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der schwule christliche Podcaster Benjamin Azariah Southworth ist festgenommen worden.
  • Eine Grand Jury erhebt Vorwürfe wegen Drohungen gegen US-Präsident Donald Trump.
  • Southworth soll unter anderem zur Tötung Trumps aufgerufen haben.
  • Ihm werden außerdem Cyberstalking und belästigende Anrufe über Bundesstaatsgrenzen hinweg vorgeworfen.
  • In einem Instagram-Video soll er gesagt haben: „Kill Donald Trump.“
  • Zudem soll er die Privatadresse und ein Foto eines persönlichen Trump-Anwalts auf TikTok veröffentlicht haben.
  • Southworth bezeichnet sich als Überlebenden von fünf Jahren Konversionstherapie.

Morddrohungen gegen Trump

Gerichtsunterlagen, die der LA Times vorliegen, legen demnach nahe, dass Southworth im Januar 2025 eine Textnachricht verschickte. Darin soll es geheißen haben: „Aber wenn ich ihn töten könnte, würde ich die Gelegenheit nicht verstreichen lassen.“ Die Äußerung soll sich auf Trump bezogen haben. Auch bei seiner Festnahme soll Southworth Äußerungen über den Präsidenten gemacht haben. Nach Angaben der New York Post rief er Ende letzter Woche, während er von FBI-Agenten in Handschellen abgeführt wurde: „Donald Trump ist ein Pädophiler!“ und „Das Land ist gefallen!“

Die Anklage einer Grand Jury umfasst drei Punkte. Southworth wird darin vorgeworfen, zwischen Januar und Mai dieses Jahres seine Social-Media-Konten genutzt zu haben, um „seinen Hass gegenüber Präsident Trump und den Anhängern des Präsidenten öffentlich zum Ausdruck zu bringen“. Besonders eine Veröffentlichung auf Instagram steht dabei im Mittelpunkt der Vorwürfe. In einem Video soll Southworth erklärt haben, er befürchte, wegen seiner Äußerungen festgenommen zu werden, weil er „offen die Hinrichtung von Donald Trump fordere“. Anschließend soll er in dem Video gesagt haben, die „Regierung ist illegitim und außer Kontrolle“. Außerdem erklärte er dem Vorwurf zufolge: „Es ist Zeit für eine Kurskorrektur. Tötet Donald Trump.“

Die Ermittler werfen Southworth zudem vor, Anfang dieses Jahres die Privatadresse und ein Foto eines persönlichen Anwalts des Präsidenten auf TikTok veröffentlicht zu haben. Dabei soll er seine Follower dazu aufgefordert haben, den „persönlichen Anwalt von Trump“ zu „besuchen“. Damit richtet sich ein Teil der Vorwürfe nicht nur gegen Äußerungen über den Präsidenten selbst. Auch das mutmaßliche Veröffentlichen persönlicher Informationen über einen seiner Anwälte ist Bestandteil der Anklage.

Southworth outete sich 2008 

Southworths persönliche Geschichte spielt ebenfalls eine Rolle in den vorliegenden Gerichtsunterlagen. Er outete sich 2008 als schwul. In einem der Videos, die in den Dokumenten genannt werden, bezeichnete er sich als „Überlebender von fünf Jahren Konversionstherapie“. Auf seiner Website beschreibt sich Southworth als „für einen GLAAD-Award nominierten Artivisten aus Los Angeles“. Mit dem Begriff „Artivist“ bezeichnet er eine Verbindung aus Kunst und Aktivismus. Southworth erklärt, seine Plattform zu nutzen, um „christlichen Nationalismus, LGBTIQ+-Feindlichkeit und Zionismus herauszufordern“. Die gegen Southworth erhobenen Vorwürfe beziehen sich nach den vorliegenden Angaben auf seine mutmaßlichen Drohungen, Social-Media-Veröffentlichungen und Anrufe. Über seine strafrechtliche Verantwortlichkeit entscheidet letztlich das Gericht.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Wichtiges Urteil in Frankreich

Tödliches Schul-Mobbing mit Folgen

Mehr als drei Jahre nach dem Suizid eines schwulen 13-Jährigen erkennt ein Pariser Berufungsgericht erstmals offiziell homophobes Schulmobbing an.
Familiendrama im Iran

17-jährige trans* Frau stirbt

Der Tod eines 17-jährigen trans* Mädchens im Iran soll unabhängig untersucht werden, fordert der Verein 6Rang. Welche Schuld trägt die Familie?
Parteitag der US-Republikaner

´Trump setzt auf Kulturkampf

Beim Parteitag in Dallas rückt Präsident Trump seine Politik ins Zentrum – auch der Kurs gegen trans* Menschen dürfte die Midterms prägen.
Pornostar Hunter Hardin

Schwuler Darsteller begeht Suizid

Der schwule Erotikdarsteller Hunter Hardin ist im Alter von 30 Jahren durch Suizid gestorben. Familie und Freunde trauern um den Adultstar.
Lebenslange Haft nach Mord

Gerechtigkeit für Sam Nordquist

Zwei Frauen sind wegen ihrer Beteiligung an der Folter und Tötung des trans* Mannes Sam Nordquist jetzt zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
Jugendlicher brutal attackiert

Angriff von hinten in Berlin

Ein 17-Jähriger ist in Berlin homophob beleidigt und brutal angegriffen worden; der Staatsschutz ermittelt wegen eines möglichen Hassverbrechens.
Protest in Kirgisistan

Gesetzentwurf gegen LGBTIQ+

Ein umstrittener Gesetzentwurf in Kirgisistan soll Geschlechtsänderungen verhindern und medizinische Eingriffe stark einschränken.
Thailand verschärft Regeln

Große Probleme bei Public Sex

Thailand will Urlauber bei Gesetzesverstößen schneller ausweisen, dabei wird insbesondere auch Sex in der Öffentlichkeit betont.
Homosexuelle Paare

Bildungsniveau häufig ähnlich

Bei 63 % gleichgeschlechtlicher Paare in Deutschland ist das Bildungsniveau ähnlich und zudem ausgeglichener zusammengesetzt als bei Heterosexuellen.