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Prominentes Coming-Out
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Prominentes Coming-Out Spätes Outing von Schauspieler James Haven

ms - 07.08.2026 - 13:00 Uhr
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James Haven (53), Schauspieler, Filmemacher und älterer Bruder von Angelina Jolie, hat sich jetzt öffentlich als schwul geoutet. In einem persönlichen Essay und einem emotionalen Livestream-Gespräch mit seiner früheren Ehefrau Romi Imbelli sprach der 53-Jährige über seine Identität und darüber, wie lange er Teile seiner Persönlichkeit verborgen hielt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Schauspieler und Filmemacher James Haven hat sich öffentlich als schwul geoutet.
  • Der Bruder von Angelina Jolie sprach über seinen Weg zur Selbstakzeptanz.
  • In einem Livestream mit seiner früheren Ehefrau Romi Imbelli berichtete er über jahrelanges Verstecken.
  • Imbelli betonte trotz des Endes ihrer Ehe die enge Verbindung zwischen ihnen.

Weg zur Selbstakzeptanz

Die Bekanntgabe erfolgte während einer 35-minütigen Ausgabe von Imbellis Breathe Mija-Substack. Dabei blickte Haven auf seinen persönlichen Entwicklungsweg zurück. „Ich bin schwul“, sagte Haven während des Livestreams. „Ich bin viele Dinge.“ Imbelli reagierte darauf mit einem Lachen und bezeichnete ihn als „so schwul, wie man nur schwul sein kann“. Haven antwortete scherzhaft: „Ich versuche gerade, meine Bescheidenheit zu bewahren.“

Parallel zu dem Gespräch veröffentlichte Haven einen ausführlichen persönlichen Essay. Darin schilderte er Erinnerungen aus seiner Kindheit und seinen langen Weg bis zu dem Moment, an dem er offen mit seiner sexuellen Identität umgehen konnte. „Als ich ein kleiner Junge war, war ich absolut besessen von den Disney-Prinzessinnen“, schrieb er. „Ich schmuggelte Glitzer auf meine Wangen, trug Mascara auf meine Wimpern auf, und in diesen Momenten fühlte ich mich wie Magie. Ich hatte damals nicht die Worte, um zu erklären, warum. Ich wusste nur, dass ich mich dadurch mehr wie ich selbst fühlte.“ Mit zunehmendem Alter habe er jedoch gelernt, diese Seiten an sich zu verbergen, um gesellschaftlichen Erwartungen zu entsprechen. „Wie so viele schwule Kinder lernte ich, Teile von mir infrage zu stellen, lange bevor ich lernte, sie zu feiern“, schrieb Haven. „Ich verbrachte Jahre damit, mein Licht zu dimmen, weil ich dachte, das sei der Preis dafür, dazuzugehören.“

Ende des Versteckspiels 

Heute wolle er diesen Weg nicht mehr fortsetzen. „Sich zu outen bedeutet nicht, jemand Neues zu werden“, schrieb Haven. „Es bedeutet, allen anderen zu erlauben, die Person kennenzulernen, die die ganze Zeit schon da war.“ In seinem Text wandte sich Haven auch an seine Familie und bat um Offenheit und Verständnis. „Ich hoffe, dass meine Familie und andere sich für Liebe statt Angst, Verständnis statt Verurteilung und Verbindung statt der Überzeugungen entscheiden können, die uns vielleicht voneinander getrennt haben“, schrieb er. „Der einzige Unterschied ist, dass ich mich nicht länger verstecke. Heute bin ich wirklich glücklich.“

Auch die besondere Beziehung zwischen Haven und Romi Imbelli war Thema des Gesprächs. Die beiden hatten sich vor mehr als zwei Jahrzehnten kennengelernt und zunächst eine enge Freundschaft entwickelt. Im August 2024 heirateten sie, doch bereits etwas mehr als zwei Wochen später beantragte Imbelli die Aufhebung der Ehe. Trotz der Trennung seien sie weiterhin ein wichtiger Bestandteil im Leben des jeweils anderen. Im Livestream erklärte Imbelli, dass sie zunächst Schwierigkeiten gehabt habe, Havens Homosexualität zu akzeptieren. Der Grund sei gewesen, dass sie sich von der gemeinsamen Zukunft verabschieden musste, die sie sich vorgestellt hatte.

Lebenspartner für immer

„Ich wusste es, und ich wollte dich unterstützen und dich lieben“, sagte sie. „Es gab einen Kampf zwischen der Frage, wie man jemanden liebt und unterstützt, wenn man seine Wahrheit kennt, und gleichzeitig die Lüge loslässt, an die man so sehr glauben möchte und die man für die eigene hält.“ Ihre Beziehung habe sich mit der Zeit verändert, aber nichts von ihrer Bedeutung verloren. „Du bist mein Lebenspartner. Wir werden unser Leben gemeinsam gestalten“, sagte sie zu Haven. „Du bist meine Liebe. Und du bist zufällig schwul.“ Auch in einem Beitrag in sozialen Medien äußerte sich Imbelli zu ihrer Beziehung. „Ich war nicht hier, um jemanden zu outen, den ich liebe. Ich war hier, um jemandem zu helfen, frei zu sein“, schrieb sie. „Es gibt einen Unterschied. Im Gegenzug hat er mich frei gemacht.“

Haven plant neuen Podcast

James Haven hat sich in den vergangenen Jahren weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, ist aber in Hollywood kein Unbekannter. Der Sohn von Schauspieler Jon Voight und der verstorbenen Marcheline Bertrand stand unter anderem gemeinsam mit seiner Schwester Angelina Jolie in den Filmen „Gia – Preis der Schönheit“ und „Original Sin“ vor der Kamera. Außerdem war er in Produktionen wie „Monster’s Ball“, „Hell’s Kitchen“ und „CSI: Crime Scene Investigation“ zu sehen. Derzeit arbeitet Haven an seinem neuen Podcast Safe Haven. Darin sollen Gespräche über Heilung, Widerstandskraft und persönliche Veränderung im Mittelpunkt stehen.

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