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Doryin Thames startet durch
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Doryin Thames startet durch Zwischen Muskeln und Selbstfindung

ms - 13.07.2026 - 16:15 Uhr
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Doryin Thames ist kaum noch aus der US-Werbung für einige bekannte LGBTIQ+-Marken wegzudenken. Das Fitnessmodel wurde durch Kampagnen für Unternehmen wie MISTR, Sniffies, Scruff und PACK Underwear bekannt. Besonders sein Auftritt als „Mr. MISTR“ mit blauem Speedo, blauem Hut und blauem Stethoskop machte ihn einem größeren schwulen Publikum bekannt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Doryin Thames wurde durch Modeljobs für bekannte LGBTIQ+-Marken bekannt.
  • Der 30-Jährige lebt in New York und verbindet Fitness, Modeln und Schauspieltraining.
  • Sein Markenzeichen ist der blaue Speedo, mit dem er als „Mr. MISTR“ bekannt wurde.
  • Thames spricht über seinen Trainingsplan, Körperbilder, Mode und seine persönliche Entwicklung.

Vom Kleinstadtleben zur großen Bühne

„Ich gewöhne mich langsam daran, wie allgegenwärtig mein Bild geworden ist“, sagte Thames im Interview mit der US-Presse. „Es ist für mich immer noch eine Reise.“ Der gebürtige Mann aus Ohio zog nach New York City, wo er nach eigenen Angaben bis heute die Vielfalt und Energie der Stadt als bereichernd erlebt. Neben seiner Arbeit als medizinischer Vertriebsmitarbeiter verfolgt er eine Karriere als Model und besucht inzwischen eine Schauspielschule.

Thames beschreibt New York als einen Ort, an dem er sich weiterentwickeln konnte. Gleichzeitig habe er gelernt, mit der Aufmerksamkeit umzugehen, die durch seine zahlreichen Werbeauftritte entstanden ist. Ein Erlebnis auf Fire Island blieb ihm besonders im Gedächtnis. Während eines Aufenthalts am 4. Juli habe eine Frau plötzlich gerufen: „Oh mein Gott! Er ist es!“ Kurz darauf habe er erkannt, dass eine große Werbetafel mit seinem Bild als Meerjungfrau am Hafen stand. „Es war cool, aber auch irgendwie … ich weiß nicht. Ich habe Unsicherheiten. Ich möchte nicht undankbar wirken. Aber ich hatte keine Zeit, wirklich zu verarbeiten, was das gerade war.“

Training statt Extremprogramm

Mit der Zeit habe er gelernt, besser mit solchen Situationen umzugehen und auf sich selbst zu achten. Seinen Körper verdankt Thames einer langjährigen Sportgeschichte. Bereits in der Highschool spielte er Football, lief Hürden und schwamm. Im College begann er mit Krafttraining. Heute setzt er auf einen strukturierten Vier-Tage-Plan. Dabei trainiert er verschiedene Muskelgruppen: Rücken und Bizeps, Brust, Schultern und Trizeps sowie Beine. Seine Einheiten dauern nach eigenen Angaben etwa 30 Minuten.

„Es geht sehr langsam und kontrolliert zu, nicht um persönliche Rekorde oder maximale Gewichte.“ Auch seine Ernährung habe er verändert. Er verzichtet weitgehend auf tierisches Fleisch als Proteinquelle und kocht vegetarisch. Besonders gern esse er Linsen. Überraschend für viele: Bauchtraining spielt in seinem Alltag kaum eine Rolle. „Beim Thema Bauchmuskeln werden mich alle hassen, aber ich trainiere meine Bauchmuskeln eigentlich nie. Vielleicht einmal im Monat.“ Sein Geheimnis für gute Fotos sei vor allem Erfahrung. „Ich habe meine guten Seiten herausgefunden. Aber das hat zwei Jahre gedauert.“

Stil zwischen Komfort und Eleganz

Auch in Sachen Mode hat Thames seinen eigenen Weg gefunden. Während er nach seinem Umzug nach New York zunächst alles ausprobieren wollte, habe sich sein Stil inzwischen verändert. „Als ich gerade nach New York gezogen war, dachte ich: ‚Ich kann tragen, was immer ich will!‘ Davon bin ich etwas weggekommen.“ Heute bevorzuge er Kleidung, die gleichzeitig attraktiv und bequem sei. Sein Stil sei stärker von der Atmosphäre des New Yorker Stadtteils Bushwick geprägt. „Meine 30er-Jahre werden eher schick und elegant.“

Bei der Frage nach seinem berühmtesten Kleidungsstück – dem Speedo – bleibt Thames flexibel. „Wenn ich dafür bezahlt werde, dort zu sein, werdet ihr mich in einem blauen Speedo sehen. Wenn ich nicht bezahlt werde, wahrscheinlich in einem schwarzen Sunga … oder einem Tanga.“ Abseits von Modeljobs und Fitness konzentriert sich Thames zunehmend auf persönliche Interessen. Er verbringe viel Zeit mit Freunden, lese mehr und arbeite an sich selbst. „Ehrlich gesagt bin ich jetzt langweiliger. Ich gehe nicht mehr so viel feiern. Ich mache nichts besonders Verrücktes.“ Zuletzt habe er „Der Alchimist“ gelesen und begonnen, Spanisch zu lernen. „Ich befinde mich auf einer Reise der Selbstheilung.“

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