Direkt zum Inhalt

Geständnis von Zachary Suico Schwuler US-Fechtstar findet Repräsentation

Von ms - 13.07.2026 - 15:30 Uhr
Geständnis von Zachary Suico
Foto: Instagram / Zachary Suico / Kyubi Suico / Bildbearbeitung FASH Medien
ANZEIGE
Loading audio player...

Der offen schwule Fechter Zachary Suico von der Penn State University hat durch die Eishockey-Serie „Heated Rivalry“ eine neue Verbindung zu seiner eigenen Identität als Sportler gefunden. Die Geschichte habe ihm vor Augen geführt, wie wichtig Repräsentation für LGBTIQ+-Menschen im Sport sei, sagte Suico gegenüber Outsports.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der offen schwule Fechter Zachary Suico von der Penn State University wurde durch die Eishockey-Serie „Heated Rivalry“ inspiriert.
  • Die Geschichte habe ihm gezeigt, wie wichtig LGBTIQ+-Repräsentation im Sport und in der Gesellschaft sei.
  • Besonders die Figur eines schwulen asiatischen Sportlers habe bei ihm persönlich viel ausgelöst.
  • Für ihn ist die Gemeinschaft ein zentraler Bestandteil des Sports.

Neues Selbstvertrauen durch Hit-Serie

Seine neue Inspiration kam nicht aus seiner eigenen Sportart, sondern aus der schwulen Serie über Eishockey, bekräftigte der junge Sportstar. Suico befand sich nach eigenen Angaben während seines dritten Studienjahres in einer schwierigen Phase. „Ich war in meinem dritten Studienjahr in einem kleinen Tief“, sagte Suico. „Ich hatte viele persönliche Dinge, die mich beschäftigt haben, und wusste nicht, in welche Richtung mein Leben gehen sollte.“ 

Über soziale Medien sei er auf die geplante Serienadaption eines Romans aufmerksam geworden. Er habe bereits andere Buchverfilmungen wie „Red, White & Royal Blue“ gemocht und sich deshalb mit der Vorlage beschäftigt. „Das Buch war Heated Rivalry“, sagte Suico. Er las den Roman und schaute anschließend die Serie. „Ich verstehe sehr gut, dass Repräsentation wichtig ist. Aber als Heated Rivalry herauskam, hat es mich auf einer persönlichen Ebene ganz anders getroffen.“

Eine Figur mit besonderer Bedeutung

Für Suico hatten die Romane von Autorin Rachel Reid eine doppelte Wirkung: als Athlet und als asiatischstämmiger Amerikaner. Die zentrale Figur Shane Hollander wird in der HBO-Adaption von Hudson Williams gespielt, einem Schauspieler koreanischer Herkunft. „Die Hauptfigur ist ein schwuler asiatischer Mann, der gegen viele großartige Menschen antritt“, sagte Suico. „Vieles an der Serie hat mich wirklich angesprochen, und ich fühlte mich in diesem Moment sehr repräsentiert.“ Besonders die Darstellung von Williams habe ihm geholfen. „Hudson Williams’ Darstellung der Figur hat mir das Gefühl gegeben, in meinem Leben unterstützt zu werden, und mir mehr Selbstvertrauen gegeben – in mich selbst und in das, was ich tun wollte.“

Vom Zufall zum Leistungssport

Suicos Weg zum Fechten begann während seiner Highschool-Zeit eher zufällig. Seine Sportlehrerin trainierte außerhalb der Schule einen Fechtverein und baute die Sportart in den Unterricht ein. „Sie ließ uns das eine Woche lang ausprobieren und sagte dann: ‚Oh, du bist ziemlich gut. Willst du das außerhalb der Schule ausprobieren?‘ Und ich dachte: ‚Das klingt nach viel Spaß, denn Fechten sieht wirklich cool aus.‘“ Aus dem ersten Versuch entwickelte sich eine Leidenschaft. Suico begann in einem kleinen Verein, wechselte später zu größeren Clubs und nahm an nationalen Wettkämpfen in den USA teil. Schließlich reiste er auch nach Europa, um dort an internationalen Wettbewerben teilzunehmen. 

Der Alltag als College-Athlet erfordert jedoch viel Disziplin. Sein Training beginnt bereits früh am Morgen. „Morgens machen wir um 7 Uhr etwa ein- bis eineinhalbstündiges Krafttraining. Wir absolvieren ein normales Aufwärmen, ein Lauf-Warm-up und anschließend Kraftübungen. Das kann ein Ganzkörper-, Oberkörper- oder Unterkörpertraining sein – abhängig davon, an welchem Punkt der Saison wir sind.“ Zusätzlich stehen am Nachmittag längere Trainingseinheiten auf dem Programm. „Unser normales Training dauert unter der Woche meistens zweieinhalb Stunden, also von 16 bis 18.30 Uhr. Wir machen etwa 30 Minuten Aufwärmen, dann Beinarbeit, also Fecht-Beweglichkeitsübungen. Danach folgen technische Übungen, Drills und am Ende meistens Wettkampffechen gegeneinander.“ Das Ziel dürften die ganz großen Turniere sein sowie natürlich stets auch Olympia. 

Fechten und queere Gemeinschaft

Suico möchte die Erfahrung, die er durch „Heated Rivalry“ gemacht hat, weitergeben. Er ermutigt daher jetzt andere Sportlerinnen und Sportler, das Fechten auszuprobieren. „Jeder Athlet, der Fechten ausprobieren möchte, sollte es meiner Meinung nach einfach versuchen“, sagte er. „Am Anfang fühlt es sich wirklich seltsam an. Es ist eine sehr unnatürliche Sportart für den Körper. Aber ich möchte Menschen ermutigen, Spaß zu haben und Kontakte innerhalb des Vereins aufzubauen.“ Für Suico gibt es eine besondere Verbindung zwischen Fechten und queerer Kultur: die Gemeinschaft. „Ein großer Teil des Fechtens ist die Community.“

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

Frankfurter Allgemeine Zeitung„LGBT-Propaganda“: Warum die Türkei wirklich gegen ein renommiertes Onlineportal vorgehtndIslamismus und Rechtsextremismus | Incels mit und ohne GottSüddeutsche ZeitungInterview: „Wer keinen Ärger kriegt, hat auch keinen Ärger gemacht“Frankfurter Allgemeine ZeitungPressefreiheit: Nachrichtenseite „T24“ in der Türkei wegen „LGBT-Propaganda“ gesperrtAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie sollte das Abstammungsrecht für Regenbogenfamilien geregelt werden?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Debatte über Russell T Davies

Neue Liebe mit jungem Mann

Russell T Davies spricht über seinen 36 Jahre jüngeren Freund Oliver Cole und darüber, wie eine neue Liebe neben der Trauer bestehen kann.
Troye Sivans Dating-Tipps

Gesprächsmuffel schrecken ihn ab

Popstar Troye Sivan spricht über Red Flags beim Flirten, Dating-Spielchen und verrät, wie er bei einem Date zu Hause für die richtige Stimmung sorgt.
Lil Nas X meldet sich zurück

Neue Musik nach Behandlung

Lil Nas X veröffentlicht die neue Single „World’s Greatest“ – begleitet von einer bewegenden Sprachnachricht seiner verstorbenen Mutter.
Kritik an Bob the Drag Queen

Grindr-Fotos sorgen für Spott

Bob the Drag Queen muss sich wegen älterer Grindr-Fotos Kritik anhören – und erzählt von einem Date, das im Streit endete.
Heimliche Hochzeit enthüllt

Bush und Harris verheiratet

Sophia Bush und Ashlyn Harris haben bereits 2025 heimlich geheiratet. Nun erzählten sie erstmals von ihrer Hochzeit im kleinen Kreis.
Kaulitz-Brüder fehlen

Halloween ohne Tom und Bill

Tom und Bill Kaulitz verpassen Heidi Klums legendäre Halloween-Party wegen eines Tokio-Hotel-Konzerts – einen Familienstreit dementieren die Brüder.
Luke Evans fühlt sich befreit

Frank-N-Furter veränderte ihn

Luke Evans blickt auf sechs Monate als Frank-N-Furter zurück und wechselt nun vom queeren Broadway direkt in den düsteren Politthriller „The Party“.
Wil Wheaton als Ally

Schwule Fans bis heute

Wil Wheaton spricht über seinen LGBTIQ+-Einsatz, schwule Fans, seine schwierige Kindheit und darüber, warum „Star Trek“ progressiv bleiben muss.
Reboot von Glee

Neues Drehbuch ist fertig

Ryan Murphy hat mit den „Glee“-Autoren ein erstes Reboot-Drehbuch fertiggestellt und bereits mit rund zehn früheren Stars gesprochen.