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Generation Z verändert sich
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Generation Z verändert sich Studie zur Sexualität zeigt Unterschiede bei queeren Menschen

ms - 10.07.2026 - 13:00 Uhr
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Immer mehr Frauen der jungen Generation Z identifizieren sich als LGBTIQ+ und entfernen sich zunehmend von einer ausschließlich heterosexuellen Orientierung. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Untersuchung von Forschern des „Human Sexuality Research Lab“ von der Organisation The Conversation, die seit 2011 Entwicklungen und Statistiken zur menschlichen Sexualität analysieren.

Das Wichtigste im Überblick

  • Eine Untersuchung von The Conversation analysiert Veränderungen bei sexueller Orientierung junger Menschen.
  • Frauen der Generation Z identifizieren sich deutlich häufiger als LGBTIQ+ als Männer derselben Generation.
  • Der Anteil nicht ausschließlich heterosexueller Frauen stieg laut Studie seit 2011 deutlich an.
  • Bei Männern wurden keine vergleichbaren langfristigen Veränderungen festgestellt.
  • Forscher sehen unterschiedliche Entwicklungen bei den Vorstellungen von Geschlecht und Sexualität.

Frauen der Generation Z

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchten, ob sich junge Frauen und Männer bei drei Merkmalen der sexuellen Orientierung ähnlich verändern: sexuelle Anziehung, sexuelles Verhalten und Selbstidentifikation. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin: Nein“, heißt es in dem Bericht. „In unserer Analyse betrifft diese geschlechtsspezifische Kluft nicht nur, wer sich als LGBTIQ+ identifiziert, sondern auch, wie sich die Grenzen der Heterosexualität verändern.“ Der Bericht verweist auf eine Gallup-Umfrage aus dem Jahr 2023. Demnach identifizieren sich Frauen der Generation Z fast dreimal so häufig als LGBTIQ+ wie Männer derselben Generation.

2023 gaben 28,5 Prozent der Frauen der Generation Z an, zur LGBTIQ+-Gemeinschaft zu gehören. Bei den Männern waren es 10,6 Prozent. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Menschen, die sich als LGBTIQ+ identifizieren, seit 2012 mehr als verdoppelt. Für die Untersuchung werteten die Forscher 15 Jahre lang Antworten von mehr als 10.000 Studenten öffentlicher Universitäten im US-Bundesstaat New York aus. Zusätzlich analysierten sie mehr als 700 Antworten aus den Jahren 2024 und 2025.

Heterosexualität bei Frauen 

Die Ergebnisse zeigen laut Studie, dass junge Frauen zunehmend seltener angeben, ausschließlich vom anderen Geschlecht angezogen zu sein. 2011 erklärten 22 Prozent der befragten Frauen, nicht ausschließlich von Männern angezogen zu sein. Bis 2026 stieg dieser Anteil auf fast 50 Prozent. Auch beim sexuellen Verhalten zeigte sich eine Veränderung: 2021 gaben acht Prozent der Frauen an, keine ausschließlich männlichen Sexualpartner zu haben. 2026 lag dieser Wert bei 35 Prozent. Der Anteil der Frauen, die sich als nicht heterosexuell bezeichneten, erhöhte sich den Angaben zufolge zwischen 2011 und 2026 von 18 auf 44 Prozent.

Männer zeigen andere Entwicklung

Die Forscher stellten weiter fest, dass die Zahlen „zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen weitgehend konstant“ geblieben seien. Bei Männern derselben Altersgruppe habe es dagegen „keine vergleichbare langfristige Veränderung“ gegeben. Sie seien weiterhin stärker auf ausschließliche Heterosexualität ausgerichtet. Der Anteil der Männer, die angaben, nicht ausschließlich von Frauen angezogen zu sein, sank demnach zwischen 2011 und 2026 sogar leicht – von 14 auf etwa 13 Prozent.

Die Autoren des Berichts betonen zudem: „Unsere Ergebnisse erzählen nicht nur die Geschichte von jungen Menschen, die weniger heterosexuell werden, oder von jungen Frauen, die queerer werden. Wir glauben vielmehr, dass sie die Annahme unterstützen, dass Heterosexualität das Geschlecht möglicherweise nicht mehr auf dieselbe Weise für Frauen und Männer organisiert.“ Weiter heißt es: „Für junge Frauen scheinen die Grenzen durchlässiger zu sein. Für junge Männer bleibt Heterosexualität mit Männlichkeit, Status und gesellschaftlicher Anerkennung verbunden.“ Nach Einschätzung des Forscherteams könnte die Kluft zwischen Frauen und Männern bestehen bleiben, „solange Männlichkeit selbst nicht weniger abhängig von Dominanz, Kontrolle und verpflichtender Heterosexualität wird“.

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