Madonnas bester Freund Hommage an Martin Burgoyne und die Aids-Krise
Mit ihrem neuen Album Confessions II blickt Madonna auf die Menschen und Orte zurück, die ihren Karriereweg geprägt haben. Im Mittelpunkt des Songs „Danceteria“ steht dabei auch Martin Burgoyne – ihr langjähriger bester Freund, der sie in den Anfängen ihrer Laufbahn begleitete und 1986 an den Folgen von AIDS starb.
Das Wichtigste im Überblick
- Martin Burgoyne war einer der engsten Freunde Madonnas in den frühen 1980er-Jahren.
- Auf ihrem neuen Album Confessions II widmet sie ihm im Song „Danceteria“ eine besondere Erinnerung.
- Burgoyne begleitete Madonna auf ihrem Weg zum musikalischen Durchbruch und arbeitete auch kreativ mit ihr zusammen.
- 1986 starb er im Alter von 23 Jahren an den Folgen einer AIDS-Erkrankung.
- Madonna erinnert bis heute in ihrer Musik und bei Konzerten an ihren verstorbenen Freund.
Wegbegleiter in den Anfangsjahren
Der Song führt zurück in das New York der frühen 1980er-Jahre. Madonna erzählt von einer Zeit, in der sie mit ihren Demos von Club zu Club zog und versuchte, DJs für ihre Musik zu begeistern. In der legendären Danceteria gelang ihr schließlich der Durchbruch mit ihrer Debütsingle „Everybody“. Bereits im ersten Vers erinnert sie sich an ihre Begegnung mit Burgoyne. Sie erzählt, wie sie im Club „einen Jungen namens Martin Burgoyne“ kennenlernt und bezeichnet ihn als ihren „besten Freund“ und ihren „Boytoy“.
Martin Burgoyne war aus Florida nach New York gezogen, um Künstler zu werden. Während seines Studiums am Pratt Institute arbeitete er in verschiedenen Bars und wurde Teil der kreativen Szene in Manhattan. Dort lernte er Madonna kennen. Die Freundschaft entwickelte sich schnell. Beide wurden Mitbewohner, und Burgoyne unterstützte Madonna bei ihren Bemühungen, ihre Musik in den Clubs der Stadt bekannt zu machen. Als ihre Karriere Fahrt aufnahm, stand er zunächst als Backgroundtänzer mit ihr auf der Bühne. Später übernahm er Aufgaben als Tourmanager. Auch gestalterisch arbeitete Burgoyne mit der Sängerin zusammen. Er entwarf das Cover ihrer frühen Single „Burning Up“ und fertigte einen Coverentwurf für ihr Debütalbum an, der letztlich jedoch nicht verwendet wurde. Trotz Madonnas wachsendem Erfolg blieb ihre Freundschaft eng.
Tod während der AIDS-Krise
Im Sommer 1986 erkrankte Burgoyne. Später wurde bei ihm AIDS diagnostiziert. Am 30. November desselben Jahres starb er im Alter von nur 23 Jahren. Madonna war bis zuletzt an seiner Seite und hielt seine Hand. Bereits 1987 veranstaltete sie ein HIV-Benefizkonzert und widmete ihrem Freund den Song „Live To Tell“. Auch Jahrzehnte später erinnerte sie während ihrer Celebration Tour an Burgoyne und an die vielen Menschen, die während der AIDS-Krise starben. „Jeden Tag wachte ich auf und hörte eine neue Geschichte, ein neuer Freund, den ich besuchte, wieder saß ich am Bett eines Menschen und sah zu, wie er starb. Hunderte und Hunderte … Für mich fühlte es sich an, als wäre eine ganze Generation ausgelöscht worden. Und ich musste mit ansehen, wie mein allerbester Freund Martin starb … Ich sage das nicht, damit ihr Mitleid mit mir habt. Ich möchte, dass ihr erkennt, wie glücklich ihr euch schätzen könnt, heute am Leben zu sein!“
Erinnerung lebt bis heute weiter
Der Einfluss Burgoynes auf Madonnas Leben und Werk reicht weit über ihre gemeinsame Zeit in New York hinaus. Er inspirierte unter anderem den Song „In This Life“ auf dem Album Erotica sowie „This Used To Be My Playground“. Mit „Danceteria“ erhält Martin Burgoyne nun auch auf „Confessions II“ einen festen Platz. Der Song erinnert an eine prägende Phase in Madonnas Leben und bewahrt zugleich das Andenken an ihren langjährigen Freund.
Auch in „Confessions II – The Film“ wird Burgoyne gewürdigt. Dort verkörpert ihn der Tänzer Daniele Sibilli, der seit 2017 regelmäßig mit Madonna zusammenarbeitet. Sibilli schrieb in den sozialen Medien, es sei ein „Privileg, Teil einer so kreativen und inspirierenden Gruppe von Künstlern zu sein“. Bereits im vergangenen Jahr hatte er Madonna mit den Worten gratuliert: „Was wir teilen, ist mehr als eine Feier – es ist eine Erinnerung, die mit jedem Jahr heller leuchtet.“ Mit ihrer Musik und ihren Auftritten sorgt Madonna bis heute dafür, dass die Erinnerung an Martin Burgoyne lebendig bleibt.