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Queere Sichtbarkeit im TV Neue Hochzeitsshow: Frank "Froonck" Matthée kommt zum ZDF

Von kw - 02.07.2026 - 13:30 Uhr
Neue Hochzeitsshow: Frank "Froonck" Matthée kommt zum ZDF
Foto: © ZDF / Diego da Cruz
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Frank „Froonck“ Matthée, bekannt als einer der prominentesten Hochzeitsplaner des deutschen Fernsehens, kehrt mit einer neuen Reality-Show ins ZDF zurück. Ab dem 6. September stellt der Sender das Format „Duell der Hochzeitsprofis“ vor, in dem Hochzeitsprofis in einem kreativen Wettstreit um die Traumhochzeit eines Paares antreten. Diese Programmoffensive hebt nicht nur das Genre der Hochzeitsshows in eine neue Stufe, sondern wirft auch spannende medienkritische Fragen zur Repräsentation und Vermarktung queerer Persönlichkeiten im linearen TV auf.

 

 

Das Wichtigste im Überblick

 

  • Die neue Sendung „Duell der Hochzeitsprofis“ startet am 6. September im ZDF, jeweils sonntags um 14 Uhr.
  • Bereits ab dem 4. September sind die Episoden vorab in der ZDF-Mediathek und App abrufbar.
  • Neben Frank Matthée stehen Amelie Borges, Marie Mika, Marco Fuß und Madeleine Bolz als Planende vor der Kamera.
  • Pro Folge konkurrieren zwei Hochzeitsprofis um das beste Hochzeitskonzept für ein echtes Paar, das schließlich entscheidet, wer seinen Tag gestalten darf.
  • Das Format umfasst zunächst sechs Ausgaben, die jeweils neue Einblicke in professionelle Hochzeitsplanung bieten.

 

Ein moderner TV-Wettstreit: Konzept und Umsetzung

 

Das ZDF setzt mit „Duell der Hochzeitsprofis“ auf bewährte Reality-Bausteine, erweitert diese aber um einen dramaturgisch ausgefeilten Zweikampf: Zwei erfahrene Planende präsentieren einem echten Paar ihre Entwürfe für die perfekte Hochzeit – von schrill bis klassisch, von Multi-Kulti bis Minimalismus. Der Einzug von Frank Matthée, seit Jahren eine feste Größe im Genre und offen schwul, markiert dabei einen besonderen Schritt in Sachen queerer Sichtbarkeit im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Die Produktion begleitet die Planenden und Paare eng, um auch intime Details der Vorbereitung erlebbar zu machen.

 

Queere Sichtbarkeit und Mainstream-TV

 

In den vergangenen Jahren ist die Präsenz von LGBTIQ+-Persönlichkeiten in deutschen TV-Formaten deutlich gestiegen. Mit der bewussten Besetzung von Frank Matthée als Gesicht der neuen ZDF-Show verfolgt der Sender ein sichtbares Bekenntnis zur Diversität – ein strategischer Schritt, denn Hochzeitsshows waren lange ein heteronormativ geprägtes Format. Die Programmmacherinnen und Programmmacher reagieren damit einerseits auf gesellschaftlichen Wandel, andererseits auf die Erwartung einer jüngeren Generation, die Vielfalt als Selbstverständlichkeit einfordert. Medienanalystinnen und Medienanalysten beobachten, dass öffentlich-rechtliche Anstalten gerade im Streaming-Zeitalter gezielt solche Identifikationsfiguren und Themen platzieren.

„Wir wollen zeigen, dass Liebe, Kreativität und Vielfalt den schönsten Tag des Lebens für alle möglich machen“, betont das ZDF in einer aktuellen Mitteilung zur Sendung.

 

Rückblick: Frank Matthées Karriere und neue Maßstäbe

 

Frank Matthée wurde durchs VOX-Format „4 Hochzeiten und eine Traumreise“ sowie seine Auftritte als Hochzeitsplaner bei prominenten Paaren bundesweit bekannt. Nach Ausflügen ins Dschungelcamp und diversen Reality-Formaten bleibt er seinem Fach treu, bekommt aber erstmals eine tragende Rolle im öffentlich-rechtlichen Nachmittagsprogramm. Die redaktionelle Einbindung queerer Expertinnen und Experten ist dabei kein Zufall: Während Privatsender seit Jahren (mal mehr, mal weniger klischeebeladen) auf queere Charaktere setzen, zieht das ZDF nach erkennbar eigenen Maßstäben nach – was die Marktposition in einem fragmentierten Medienumfeld stärken könnte. Die frühe Verfügbarkeit in der Mediathek deutet auf ein hybrides Ausspielmodell, das den heutigen Sehgewohnheiten Rechnung trägt.

 

Wie geht es weiter?

 

Mit dem Start von „Duell der Hochzeitsprofis“ verschärft sich der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit eines zunehmend pluralistisch denkenden Publikums. Aus medienanalytischer Sicht bleibt offen, ob das ZDF damit einen nachhaltigen Wandel in der Darstellung queerer Lebensrealitäten einleitet – oder ob das Format nur punktuell neue Maßstäbe für Diversität im Reality-Genre setzt. Die Resonanz in den kommenden Wochen dürfte zeigen, wie stark kreative Vielfalt und gesellschaftliche Modernität tatsächlich im Programmangebot verankert sind.

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