Champagner, Machtspiele und ein Mann, dem man besser nicht blind vertraut: Daniel Donskoy mischt in diesem Herbst die Wiener High Society auf. In der sechsteiligen Serie „Vienna Game“ spielt der Schauspieler und Musiker Baron Amor Łaski. Der ist charmant, unterstützt Napoleon und beginnt eine gefährliche Affäre mit einer Frau, deren politische Pläne seinen eigenen entgegenstehen. Die historische Dramedy startet am 18. November 2026 exklusiv auf Disney+.
Wenn Anziehung gefährlich wird
Im Mittelpunkt steht Wilhelmine von Sagan, gespielt von Marlene Tanczik. Die selbstbewusste Adlige will beim Wiener Kongress Einfluss auf die Zukunft Europas nehmen. Doch zwischen wechselnden Bündnissen und skrupellosen Rivalen wird ausgerechnet ihr Liebesleben zum politischen Risiko: Baron Łaski ist ein Bonapartist und ihr Gegenspieler. Nähe und Misstrauen gehören bei diesen beiden also zur selben Begegnung. Disney kündigt ein Historiendrama an, in dem Diplomatie, Spionage und Verrat eng mit persönlichen Leidenschaften verwoben sind.
Europa verhandelt und feiert
Die Handlung führt ins Wien der Jahre 1814 und 1815. Nach Napoleons Sturz wird um eine neue europäische Ordnung gerungen. „Vienna Game“ interessiert sich dabei auch für das Treiben hinter den offiziellen Verhandlungen: für Feste, Verführung, Erpressung und die privaten Interessen der Mächtigen. Die Produktionsfirma Satel Film beschreibt die Serie als Satire mit Humor, überraschenden Wendungen und skurrilen Figuren. Der historische Stoff liefert damit reichlich Gelegenheit, die vornehme Gesellschaft beim weniger vornehmen Verhalten zu beobachten.
Zum Ensemble gehören neben Donskoy und Tanczik unter anderem Heike Makatsch, Alexander Scheer, Vladimir Burlakov, Fritz Karl und Axel Milberg. Gedreht wurde bereits 2024 in Österreich und Ungarn. Das Drehbuch stammt von Stefan Brunner, Regie führte Hannu Salonen. Für das Couture-Design zeichnet die Wiener Modeschöpferin Susanne Bisovsky verantwortlich.
Donskoy über Lust und Freiheit
SCHWULISSIMO-Leserinnen und -Lesern ist Donskoy auch aus unseren Interviews bekannt. Im Gespräch vom Dezember 2020 erzählte er von seiner Musik und der Arbeit zwischen „Sankt Maik“ und „The Crown“. Besonders deutlich wurde er beim Thema sexuelle Selbstbestimmung. Über sein Musikvideo zu „24“ sagte er: „Es war mir wichtig zu zeigen, dass Sexualität, Lust und Liebe frei von allen Regeln sind.“
Damit meinte er ausdrücklich auch die Freiheit von geschlechtlichen Zuschreibungen und einer bestimmten sexuellen Orientierung. Menschen sollten ihren eigenen Wünschen folgen können, ohne sich ständig am Urteil anderer auszurichten. Diese Haltung gab dem damaligen Gespräch eine Botschaft, die über seine Musik hinausreicht.
In „Vienna Game“ führt Donskoys nächste Rolle nun in eine Gesellschaft, in der persönliche Wünsche politische Folgen haben können. Ob Baron Amor seinem Namen gerecht wird oder vor allem Ärger stiftet, zeigt sich ab dem 18. November. Für einen turbulenten Serienherbst sind die Zutaten jedenfalls vorhanden.