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Stimme von Y.M.C.A. ist tot Village People trauern um Gründungsmitglied und Leadsänger Willis

Von ms - 01.07.2026 - 12:15 Uhr
Stimme von Y.M.C.A. ist tot
Foto: IMAGO / Panama Pictures
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Der Sänger und Mitgründer der Disco-Band Village People, Victor Willis, ist tot. Wie seine Ehefrau heute auf Facebook mitteilte, starb der Musiker bereits am Dienstag im Alter von 74 Jahren nach einer „kurzen, aber aggressiven“ Krankheit.

Das Wichtigste im Überblick

  • Victor Willis ist im Alter von 74 Jahren gestorben.
  • Seine Ehefrau teilte mit, der Sänger sei nach einer „kurzen, aber aggressiven“ Krankheit gestorben.
  • Willis war Gründungsmitglied, Frontmann und Mitkomponist der größten Village-People-Hits wie „Y.M.C.A.“, „Go West“ und „In The Navy“.
  • Nach seinem Ausstieg 1980 kämpfte er mit Drogenproblemen und kehrte 2017 zur Band zurück.
  • Zuletzt sorgte auch die Nutzung der Musik der Village People bei Auftritten von Donald Trump für Schlagzeilen.

Frontmann  der Village People 

Willis war das bekannteste Gesicht der Village People und trat meist in der Rolle eines Polizisten auf. Gemeinsam mit dem französischen Produzenten Jacques Morali schrieb er die größten Erfolge der Gruppe, darunter „Y.M.C.A.“, „Go West“ und „In The Navy“. Die Village People gehörten in der Disco-Ära der späten 1970er Jahre zu den prägendsten Musikgruppen. Mit ihren als Macho-Stereotype inszenierten Bühnenfiguren – darunter Polizist, Bauarbeiter, Cowboy oder Soldat – wurden sie weltweit bekannt. Ursprünglich richtete sich das Konzept vor allem an ein schwules Publikum, bis heute haben die Songs und die Band Kultstatus in der schwulen Community. 

Als „Machotypen“ zu Weltstars

Für die Gründung der Band hatten Morali und Willis per Kleinanzeige nach „Machotypen“ gesucht. Voraussetzung war laut Anzeige: „Muss tanzen können und einen Schnurrbart tragen“. Mit der 1977 veröffentlichten Single „Macho Man“ gelang der Gruppe der Durchbruch in den USA. Ein Jahr später machte „Y.M.C.A.“ die Village People weltweit zu Stars. Willis, der bereits vor seiner Zeit bei den Village People als Solokünstler aktiv gewesen war, verließ die Band 1980. In den folgenden Jahren geriet sein Leben jedoch aus der Bahn. Er kämpfte mit Drogenproblemen und wurde 2006 festgenommen. Ein Gericht ordnete anschließend einen Entzug an.

2017 kehrte Willis zur Band zurück. Vorausgegangen war eine außergerichtliche Einigung mit Henri Belolo, dem Geschäftspartner des inzwischen verstorbenen Produzenten Jacques Morali. Auch politisch geriet Willis in den vergangenen Jahren in den Fokus. US-Präsident Donald Trump verwendete Songs der Village People regelmäßig bei Wahlkampfveranstaltungen und untermalte damit seine inzwischen bekannten Tanzeinlagen. Im Juni 2020 forderte Willis zunächst, Trump solle die Musik der Band nicht mehr verwenden. Wenige Monate später stimmte er der Nutzung jedoch zu. Nach Trumps Wiederwahl traten die Village People im Januar 2025 bei einer Veranstaltung im Vorfeld seiner Amtseinführung auf.

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