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Mord an Etchika Pollex Polizei ermittelt offenbar gegen Liebhaber der trans* Frau

Von ms - 29.06.2026 - 08:30 Uhr
Mord an Etchika Pollex
Foto: IMAGO / Berlinfoto
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Nach dem gewaltsamen Tod einer 70 Jahre alten Deutschen in Wien Ende letzter Woche ermittelt jetzt die Polizei wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts. Die trans* Frau Etchika Pollex war von Freunden tot in ihrer Wohnung entdeckt worden. Nach Angaben der Polizei wies sie schwere Verletzungen auf. Die BILD-Zeitung spekuliert derweil, dass ihr Liebhaber der Mörder sein könnte. Der vermeintliche Tatverdächtige, ein Tschetschene aus der Kampfsportszene, soll mit einem Rollkoffer aus dem Haus verschwunden sein. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Die 70jährige trans* Frau Etchika Pollex ist tot in ihrer Wohnung in Wien gefunden worden.
  • Die bekannte detusche Box-Promoterin wurden nach derzeitigem Stand mit mehreren Messerstichen getötet.
  • Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus und hat Mordermittlungen aufgenommen.
  • Die Ermittler konzentrieren sich unter anderem auf das persönliche Umfeld und einen Mitbewohner der Frau.
  • Die Fahndung nach ihrem letzten Liebhaber soll angelaufen sein. 
  • Einbruchsspuren wurden nach Polizeiangaben nicht festgestellt. 

Mordermittlungen nach Tod 

Die 70-jährige trans* Frau lebte nach Angaben der Wiener Polizei im Szene- und Tourismusviertel am Naschmarkt. Freunde fanden Pollex leblos in ihrer Dachgeschosswohnung nahe des Wiener Naschmarkts, nachdem sie Pollex über längere Zeit nicht erreichen konnten. Die Ermittlungen richten sich nun unter anderem auf ihr persönliches Umfeld sowie auf einen Mitbewohner, der zugleich ihr letzter Liebhaber gewesen sein soll. Hinweise auf einen Einbruch fanden die Beamten nach eigenen Angaben nicht. Nach Angaben der Ermittler wies sie mehrere Messerstiche auf. Die Polizei sperrte den Tatort weiträumig ab und leitete unmittelbar eine Fahndung nach dem Mitbewohner ein. Das Motiv der Tat ist bislang unklar.

Kämpfernatur in der Boxerszene  

Etchika Pollex war über viele Jahre eine bekannte Persönlichkeit der deutschen Boxszene. Geboren wurde sie in der DDR als Olaf, wie sie in ihrer Autobiografie selbst erzählte. Darin schilderte sie auch ihre Flucht aus Ost-Berlin sowie ihren Weg durch die von Männern dominierte Welt des Boxsports. Nach eigenen Angaben habe sie bereits früh gespürt, im falschen Körper zu leben. Als Boxpromoterin arbeitete sie mit bekannten Sportlerinnen und Sportlern zusammen und machte sich in der Branche einen Namen. Erst im Alter von über 60 Jahren unterzog sie sich in Thailand einer geschlechtsangleichenden Operation. Danach setzte sie sich öffentlich für die Anerkennung als trans* Frau ein.

Nach einer Trennung zog Pollex nach Wien, wo sie sich ein neues Leben aufbauen wollte. In den sozialen Netzwerken zeigte sie sich zuletzt glücklich verliebt. In einem wenige Tage vor ihrem Tod veröffentlichten TikTok-Video sagte sie: „Mein Leben hat eine wunderschöne Wendung genommen.“ Gleichzeitig sprach sie von einer schwierigen Situation mit ihrem Partner. Dennoch zeigte sie sich optimistisch und erklärte: „Unsere Liebe ist wunderbar.“

Schock bei Freunden und Kollegen 

In der Boxwelt löste die Nachricht Bestürzung aus. Deutschlands oberster Box-Boss Thomas Pütz erklärte gegenüber der österreichischen Presse: „Sie hatte immer einen großen Auftritt, ist aber auch auf die falschen Leute reingefallen und ausgenutzt worden.“ Der frühere Berliner Weltmeister und heutige Unternehmer Karo Murat zeigte sich ebenso tief betroffen. „Ich bin zutiefst traurig. Denn sie war auch ein großer Sponsor für meinen IBO-Weltmeisterschaftskampf.“ Die Wiener Polizei setzt ihre Ermittlungen fort. 

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