Rosenberg sagt Auftritt ab Vertragsstreit überschattet LGBTIQ+-Festival in NRW
Kurz vor dem Rainbow Festival in Köln müssen Fans von Marianne Rosenberg auf den angekündigten Auftritt der beliebten Schlagersängerin verzichten. Wie das Management der Künstlerin jetzt mitteilte, wurde der für Samstag geplante Auftritt abgesagt.
Das Wichtigste im Überblick
- Marianne Rosenberg wird nicht beim Rainbow Festival am Fühlinger See auftreten.
- Die Absage erfolgte wenige Tage vor der Veranstaltung.
- Als Grund nennt das Management nicht erfüllte vertragliche Vereinbarungen durch den Veranstalter.
- Welche konkreten Bedingungen betroffen sind, wurde bislang nicht bekannt gegeben.
- Die Sängerin bedauert die Absage und kündigt eine Rückkehr nach Köln an.
- Das Festival findet dennoch mit zahlreichen bekannten Künstlern statt.
- Rosenberg gilt seit Jahren als wichtige Unterstützerin der queeren Community.
Rosenberg als Stargast geplant
Rosenberg war als einer der Hauptacts der Veranstaltung am Fühlinger See angekündigt. Dort sollten unter anderem auch die No Angels, Boney M. und Mark Medlock auf der Bühne stehen. Das Festival findet in diesem Jahr zum zweiten Mal statt und richtet sich insbesondere an die queere Community. Die Veranstalter bewerben das Event als „Kölns bunteste Party“. Nach Angaben des Managements seien „seitens des Veranstalters nicht alle vertraglich vereinbarten Bedingungen für den Auftritt rechtzeitig umgesetzt“ worden. Deshalb habe sich die Produktionsfirma der Sängerin gezwungen gesehen, den Auftritt aus vertraglichen Gründen abzusagen. Nähere Angaben zu den Hintergründen machten weder die Vertreter der Künstlerin noch die Veranstalter. Welche Vereinbarungen konkret nicht erfüllt worden sein sollen, blieb zunächst offen.
Schlagersängerin bedauert Absage
Rosenberg selbst betonte jedoch, wie sehr sie sich auf den Auftritt und die Begegnung mit ihren Fans gefreut habe. Gleichzeitig versuchte sie, die Enttäuschung ihrer Anhänger abzumildern. Sie versprach, definitiv „wieder in diese tolle Stadt“ zurückzukehren. Niemand solle deshalb traurig sein. Trotz der kurzfristigen Änderung bleibt das Programm des Festivals umfangreich. Auf den beiden Bühnen werden neben den bereits angekündigten Künstlern auch Mia Julia, die Kölner Band Kasalla sowie die Grüngürtelrosen erwartet. Moderiert wird die Veranstaltung von Dragqueen Olivia Jones.
Marianne Rosenberg zählt seit vielen Jahren zu den bekanntesten Unterstützerinnen der queeren Szene in Deutschland. Besonders ihr Titel „Er gehört zu mir“ entwickelte sich über die Jahre zu einem Symbol für Toleranz und Sichtbarkeit. Die Sängerin engagiert sich regelmäßig bei Veranstaltungen der LGBTIQ+-Community und tritt immer wieder bei Christopher-Street-Day-Veranstaltungen auf. Der geplante Auftritt beim Rainbow Festival hätte diese langjährige Verbundenheit erneut unterstrichen. Die kurzfristige Absage sorgt nun jedoch kurz vor Festivalbeginn für Enttäuschung bei vielen Fans.