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Rekord beim CSD Ulm 122 Meter lange Regenbogenflagge in Baden-Württemberg

Von ms - 22.06.2026 - 09:00 Uhr
Rekord beim CSD Ulm
Foto: IMAGO / epd
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Mit einer mehr als 120 Meter langen Regenbogenfahne haben Teilnehmer des Christopher Street Day am Samstag in Ulm und Neu-Ulm besondere Aufmerksamkeit für die Anliegen homosexueller und queerer Menschen geschaffen. Die Fahne wurde von zahlreichen Teilnehmern durch die Straßen der beiden Städte bis zum Ulmer Münsterplatz getragen. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Beim Christopher Street Day (CSD) in Ulm und Neu-Ulm wurde eine 122 Meter lange Regenbogenfahne präsentiert.
  • Nach Angaben des Veranstalters handelt es sich um die längste Regenbogenfahne Deutschlands.
  • Zehn Freiwillige arbeiteten rund einen Monat an dem Projekt.
  • Tausende Menschen beteiligten sich an der Parade durch die Doppelstadt.
  • Der CSD in Ulm und Neu-Ulm fand in diesem Jahr zum 15. Mal statt.

Rekord-Flagge in Ulm 

Nach Angaben des Vereins Pride Ulm-Neu-Ulm misst die Fahne 122 Meter in der Länge und mehr als vier Meter in der Breite. Damit sei sie die größte Regenbogenfahne Deutschlands. „Ulm ist die Stadt der Superlativen“, sagte Mitorganisator Alpay Artun mit einem Augenzwinkern gegenüber der Tagesschau. Bei den Vorbereitungen habe der Verein festgestellt, dass die bislang größte bekannte Regenbogenfahne in Deutschland rund 100 Meter lang gewesen sei und in Berlin präsentiert wurde. „Deswegen dachten wir uns: Wir machen jetzt einfach eine noch größere.“

Die Herstellung des Projekts nahm mehrere Wochen in Anspruch. Zehn Freiwillige arbeiteten dafür im Nähcafé des Hauses der Nachhaltigkeit in Neu-Ulm an dem außergewöhnlichen Banner. „Einige von uns konnten schon Nähen, einige haben es erst gelernt“, erzählte Artun. „Wir haben jedes Mal an fünf Maschinen gleichzeitig genäht. Das hat gedauert und war auch ganz schön knapp am Ende.“ Erst wenige Tage vor Beginn des CSD seien die Arbeiten abgeschlossen worden. Umso größer sei nun die Freude, die Fahne erstmals öffentlich zeigen zu können. „So wie die Nähte die Fahne zusammengeschweißt haben, so hat uns das Projekt auch zusammengeschweißt“, sagte Artun.

Wir halten zusammen

Unter dem Motto „Von Ufer zu Ufer: Wir halten zusammen!“ fand die Veranstaltung in Ulm und Neu-Ulm in diesem Jahr bereits zum 15. Mal statt. Zum Jubiläum hatten die Organisatoren das Programm erweitert. Nach der Parade, an der sich nach Angaben der Veranstalter Tausende Menschen beteiligten, fanden auf dem Münsterplatz Redebeiträge, musikalische Darbietungen und Comedy-Auftritte statt. Am Abend heizte bei Temperaturen von bis zu 35 Grad zudem ein Pride Open Air mit einer Drag-Show und DJ-Programm dem Publikum ein. 

Die Rekordfahne stand dabei symbolisch für das diesjährige Motto und die Botschaft der Veranstaltung. „Wir wollen einfach mit einer positiven Stimmung und Grundhaltung auf die Belange, Sorgen und die Diskriminierung queerer Menschen aufmerksam machen“, erklärte Artun. „Darum geht es ja im Kern und ich denke mit so einem Hingucker wie der Fahne erzeugen wir die Aufmerksamkeit, die das Ganze auch braucht.“

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