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Essenstipps für Bottoms Zustimmung und Kritik für HelloFresh-Aktion online

Von ms - 10.06.2026 - 15:00 Uhr
Essenstipps für Bottoms
Foto: IMAGO / Westend61
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Ein Beitrag des Kochbox-Anbieters HelloFresh zum Pride Monat hat in den sozialen Medien für eine Welle unterschiedlicher Reaktionen gesorgt. Während viele Nutzerinnen und Nutzer den Beitrag als humorvolle und solidarische Unterstützung der LGBTIQ+-Community feierten, kritisierten andere die Kampagne scharf.

Das Wichtigste im Überblick

  • HelloFresh veröffentlichte zum Pride Monat einen viel beachteten Instagram-Beitrag mit einer Anspielung auf Analverkehr.
  • Der Beitrag erreichte mehr als 86.000 Likes, über 5.000 Kommentare und mehr als 2.000 Weiterveröffentlichungen.
  • Zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer sowie Prominente lobten die Kampagne als Ausdruck von Solidarität mit der LGBTIQ+-Community.
  • Kritiker bezeichneten den Beitrag dagegen als geschmacklos oder anstößig.
  • In den sozialen Netzwerken wurden vereinzelt Boykottaufrufe gegen das Unternehmen laut.

Kontroverse Reaktionen online

Der ursprüngliche Instagram-Beitrag wurde am letzten Freitag veröffentlicht und enthielt eine indirekte Anspielung auf Analverkehr, ohne diesen ausdrücklich zu erwähnen. In dem Beitrag hieß es: „Wir wissen, dass Essen in diesem Monat nicht immer oberste Priorität hat. Das respektieren wir. Aber für diejenigen unter euch, die sich… vorbereiten… haben wir eine große Auswahl an ballaststoffreichen Rezepten. Happy Pride.“ Der Beitrag entwickelte sich rasch zu einem viralen Thema. 

Nach Unternehmensangaben beziehungsweise den auf Instagram sichtbaren Zahlen erhielt er bislang rund 86.000 Likes, mehr als 5.000 Kommentare und über 2.000 Weiterveröffentlichungen. Der HelloFresh-Account verfügt über etwa 626.000 Follower. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Kampagne durch die Reaktion des Social-Media-Teams auf einen Nutzerkommentar. Ein Follower hatte vorgeschlagen, HelloFresh solle einen passenden Rabattcode anbieten. Das Unternehmen griff die Idee auf und antwortete: „Verwendet den Code BOTTOMSUP für einen Pride-Monat-Rabatt. Ihr fragt, wir liefern. Im wahrsten Sinne des Wortes.“

Unterstützung und Kritik 

Unter den Unterstützern des Beitrags befanden sich auch bekannte Persönlichkeiten. Die aus „RuPaul’s Drag Race“ bekannte Plasma kommentierte: „Girl, das ist DER Monat fürs Essen.“ Der offen homosexuelle Schauspieler Jason Caceres schrieb: „Das … ist … Verbündetenschaft.“ Auch die Podcasterin und frühere Fernsehmoderatorin Tory Shulman äußerte sich positiv. Sie schrieb: „Ich bin besessen von dieser ganzen Kampagne. Bravo dafür, dass ihr den Mut habt, die LGBTIQ+-Community zu unterstützen!“

Neben der Zustimmung gab es jedoch auch deutliche Kritik. Zu den Gegnern der Kampagne gehört die konservative Instagram-Nutzerin Lacey Lynn, die unter dem Namen „Pawsitively Conservative“ auftritt und sich regelmäßig gegen LGBTIQ+-Themen positioniert. Sie schrieb: „HelloFresh, ihr habt gerade Millionen Menschen angewidert. Herzlichen Glückwunsch!“ 

Kritik kam zudem von der neuseeländischen lesbischen Aktivistin Ani O’Brien. Sie bezeichnete den Beitrag als „rückschrittlich und geschmacklos“ und argumentierte, er verstärke stereotype Vorstellungen über homosexuelle Männer. Nach ihrer Auffassung vermittle die Kampagne das Bild, homosexuelle Männer seien „schmutzig, promiskuitiv und vollständig über Sex definiert“. Auf der Plattform X schrieb O’Brien: „Als Lesbe bin ich dieses Unsinns so müde. Ich bin die Unternehmensversion von Pride und die aktivistische Version von Pride leid. Eine kleine, aber einflussreiche Gruppe von Aktivisten hat sich eingeredet, dass es mutig und von Natur aus ‚queer‘ sei, möglichst schockierend, vulgär und sexuell explizit aufzutreten. Das Ergebnis sind Kampagnen wie diese – und dann sind die Leute überrascht, wenn es Gegenreaktionen gegen uns alle gibt.“ Im Zuge der Debatte kündigten einzelne Nutzerinnen und Nutzer an, ihre HelloFresh-Abonnements zu kündigen oder künftig auf die Angebote des Unternehmens zu verzichten.

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