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Aids Walk in New York Rund 10.000 Teilnehmer beim 41. AIDS Walk

Von ms - 20.05.2026 - 08:30 Uhr
Aids Walk in New York
Foto: IMAGO / Depositphotos
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Beim diesjährigen AIDS Walk New York sind nach Angaben der Veranstalter mehr als 1,7 Millionen Dollar für HIV-Hilfsorganisationen gesammelt worden. Rund 10.000 Menschen nahmen an dem Benefizlauf teil, der in diesem Jahr zum 41. Mal stattfand.

Das Wichtigste im Überblick

  • Rund 10.000 Menschen haben am 41. AIDS Walk New York teilgenommen.
  • Die Veranstaltung sammelte mehr als 1,7 Millionen Dollar für HIV-Hilfsorganisationen.
  • Schauspielerin Rosie Perez rief bei der Veranstaltung zu mehr Engagement gegen HIV und Stigmatisierung auf.
  • Viele Teilnehmer erinnern mit dem Lauf an Angehörige und Freunde, die an AIDS starben.
  • Die Organisation GMHC will ihr Angebot künftig um Gesundheits- und Zahnmedizin erweitern.

Weiterlaufen bis zur Heilung

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Verein Gay Men’s Health Crisis (GMHC), die sich seit Jahrzehnten für HIV-Prävention, Aufklärung und Unterstützung Betroffener einsetzt. Zu den Teilnehmern gehörte auch Maureen McNamara, die nach eigenen Angaben seit der ersten Ausgabe des AIDS Walk vor 41 Jahren jedes Jahr mitläuft. In den 1980er-Jahren verlor sie während der AIDS-Krise Freunde und Menschen aus ihrem Umfeld. „Ich hatte einen sehr guten Freund, der damals im Krankenhaus lag. Niemand wollte ihn anfassen, das war sehr schwer“, sagte McNamara. „Ich werde weiterlaufen, bis es eine Heilung gibt.“

Die Teilnehmer liefen wie in den vergangenen Jahren eine mehrere Kilometer lange Strecke durch den Central Park in Manhattan. Freunde, Familienangehörige und Kollegen spendeten für die Läuferinnen und Läufer. Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich sowie Community-Organisationen beteiligten sich ebenfalls mit Informationsständen und Spendenaktionen. „Das Ziel ist es, Bewusstsein für HIV und AIDS zu schaffen“, sagte T. Anthony Patterson, Vizepräsident für Kommunikation und Markenstrategie bei GMHC. Die Veranstaltung sei aus der Bewegung während der HIV- und AIDS-Krise entstanden und habe bis heute Bedeutung.

Engagement von Rosie Perez

Das Motto der diesjährigen Ausgabe lautete „Walk Like an Icon“ („Laufe wie eine Ikone“). Patterson sagte, das Thema stehe für „den Stil, die Widerstandskraft und die Loyalität“ der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Zu den prominenten Gästen gehörten Schauspielerin Rosie Perez („2 Millionen Dollar Trinkgeld“), Drag-Künstlerin Peppermint, der New Yorker Bürgerbeauftragte (Public Advocate) Jumaane Williams und Manhattans Bezirkspräsident Brad Hoylman-Sigal. Perez, die als Unterstützerin der LGBTIQ+-Community und der HIV-Aufklärung bekannt ist, fungierte als Schirmherrin der Veranstaltung. „Es braucht ein ganzes Dorf, um dagegen zu kämpfen. Aber es braucht auch ein ganzes Dorf, um Kämpfer hervorzubringen“, sagte Perez mit Blick auf HIV-Aufklärung und Aktivismus. „Bei allem, was derzeit im Weißen Haus passiert, können wir es uns nicht leisten zu schweigen.“ 

Es bewegt sich etwas

Auch Shacazia Brown nahm erneut am AIDS Walk teil. Ihre Mutter Wanda starb vor rund 30 Jahren an den Folgen von AIDS. Brown erinnerte sich daran, wie sie damals zufällig auf eine frühe Ausgabe des AIDS Walk stieß und spontan mitlief. „Ich fing einfach an mitzulaufen. Ich kam zu spät zur Arbeit“, sagte Brown. „Seitdem hat es mich inspiriert.“ Heute leitet Brown die Initiative „Survivors of Mothers with AIDS“. Die Gruppe sammelt unter anderem Geld für den Bau einer Schule in Kenia sowie für HIV-Aufklärung, Ernährungshilfe und Bildungsangebote. Jedes Jahr organisiert sie außerdem die Laufgruppe „In Memory of Wanda“, benannt nach ihrer verstorbenen Mutter. „Früher hatten wir 250 Teilnehmer in unserem Team. Die kleinen Kinder von damals sind heute Teenager und laufen immer noch mit“, sagte Brown. „Das gibt mir das Gefühl, dass sich etwas bewegt.“

Wege für eine Heilung 

Hauptsponsor der Veranstaltung war das britische Pharmaunternehmen ViiV Healthcare, das auf HIV- und AIDS-Medikamente spezialisiert ist. Das Unternehmen arbeitet derzeit unter anderem an neuen injizierbaren Medikamenten zur Behandlung und Prävention von HIV. „In unserer Entwicklungspipeline gibt es Möglichkeiten für eine Heilung“, sagte Amanda Mott, Vizepräsidentin für den US-Marktzugang bei ViiV Healthcare. „Es ist uns eine Herzensangelegenheit, diese Mission zu unterstützen und HIV zu beenden.“

GMHC kündigte zudem an, seine Angebote weiter auszubauen. Neben HIV-Prävention und Behandlung wolle die Organisation verstärkt umfassende Unterstützung anbieten, darunter Wohnhilfe, Unterstützung bei Suchterkrankungen, psychologische Beratung und berufliche Förderung. Anfang 2027 plant GMHC nach eigenen Angaben die Eröffnung einer neuen Gesundheitsklinik sowie einer Zahnarztpraxis. „Wir konzentrieren uns wirklich auf umfassende Versorgung“, sagte Patterson.

Teilnehmerinnen wie McNamara und Brown kündigten an, sich auch künftig weiter engagieren zu wollen. „Immer mehr Menschen sprechen offen über faire Behandlung, über das Ende von Stigmatisierung und darüber, dass Angehörige nicht die medizinische Versorgung bekommen, die sie verdienen“, sagte Brown. Die Situation habe sich in den vergangenen Jahrzehnten „dramatisch verändert“.

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