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Lutz van der Horst spricht nun über seine Bisexualität

"Heute-Show"-Star mit Roman Lutz van der Horst spricht nun über seine Bisexualität

kk - 10.04.2026 - 12:30 Uhr
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Der "Heute-Show"-Comedian Lutz van der Horst hat sich als bisexuell geoutet: In seinem neuen Roman "Konfetti-Blues" spricht er auch über seine eigene Geschichte.

Das Wichtigste im Überblick

  • Lutz van der Horst überrascht mit Coming-out als bisexuell
  • Der "Heute-Show"-Comedian verarbeitet seine Geschichte im Roman "Konfetti-Blues"
  • Zwanzig Jahre lang hielt er das Buch-Projekt zurück, weil sein Management ihm von "queeren Themen" abriet
  • Die Arbeit am Roman bezeichnet der 50-Jährige als Therapie

 

Leises Coming-out

Das Coming-out des 50-Jährigen als Bisexueller kommt überraschend, aber Lutz van der Horst erklärt, er hatte eben ein "leises Coming-out". Er erklärt das in einem Interview mit der Zeitschrift "Bunte", in dem Gespräch äußerte er sich erstmals ganz offen über seine Sexualität.
 

"Ich habe mich nie vor eine große Gruppe gestellt und es verkündet. Ich habe meine Sexualität einfach nicht länger verschwiegen", so Lutz van der Horst.

 

Irgendwann begann er einfach damit, seine Sexualität nicht mehr zu verstecken. Allerdings hatte er schon vor zwanzig Jahren darüber in einem Buch schreiben wollen als er in einer schweren Krise feststeckte. Er merkte schon früh in seinem Leben, dass er "anders empfinde", konnte aber nicht einordnen, was denn "anders" an ihm sei. Die Arbeit am Buch sei viel mehr als nur ein kreatives Projekt für ihn, denn über zwei Jahrzehnte hinweg sei sie auch eine wichtige persönliche Therapie gewesen.

Verarbeitung in Roman

In seinem jüngst erschienenen Roman "Konfetti-Blues - eine Liebesgeschichte" verarbeitet er auch seine eigene Lebensgeschichte. Im Buch geht es um einen erfolglosen Comedy-Autor, der über einem Pornokino lebt und in seiner Wohnung mäßige Witze für eine schlechte Clipshow schreibt. Die Hauptfigur Max outet sich in der Coming-of-Age-Story schließlich als bisexuell und sucht die große Liebe. Sie hat mit dem "Heute-Show"-Star gemein, wie van der Horst erkärt: "Die Hauptfigur Max ist zwar fiktional, hat aber dennoch viel mit mir zu tun". Es dauerte allerdings zwanzig Jahre bis das Buch erschien, denn sein Management bremste: "Wenn es um Themen wie Partys, Drogen oder Queersein geht, meinte mein Management damals: Das können wir nicht veröffentlichen."

Nun kann jedoch jeder lesen, wie einer der beliebtesten deutschen TV-Figuren mit seiner Bisexualität umgeht und in "Konfetti-Blues" wie in einer Art Tagebuch schmökern.

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